Detail am Dienstag* – aktuelles Lieblingsporzellan

Esszimmerdetail | Foto: Sabine Wittig
Blick ins Esszimmer: Porzellandose und -tasse sind Mitbringsel aus Selb. Vom Fest der Porzelliner, das wir Anfang August besucht hatten. Im Moment gehören die beiden Vintage Schönheiten von Rosenthal zu meinen Lieblingen. Die Dose beherbergt Krimskrams, die Tasse springt als Blumenvase ein.

Rosenthal Vintage | Foto: Sabine Wittig

*Immer dienstags gibt’s hier ein aktuelles (Deko-)Detail aus dem Hause azurweiss oder dem dazugehörigen Garten.

Fotos: Sabine Wittig

Küchendetails

unsere Küche | Foto: Sabine Wittig
Vor gut sieben Jahren sind wir in unser neu gebautes Haus gezogen. Die Küchenmöbel stehen seit knapp einem Jahr. Was nicht an den Lieferzeiten des Küchenstudios lag, sondern an unserer Entscheidung, die Küche erst eine Weile nach dem Einzug auszusuchen. Das hat die während der Bauphase ohnehin recht üppige To-Do-Liste etwas verschlankt, den Zeitplan entzerrt und unsere Nerven und das Budget geschont. Vor allem aber wollten wir ein Gefühl für den Raum entwickeln, den wir bis dahin ja nur auf dem Grundriss kannten. Wie bewegen wir uns in der Küche? Welches sind die Lieblingsplätze zum Schnibbeln, Rühren und Anrichten? Wo sind  Töpfe, Teller, Tassen & Co. wirklich am besten aufgehoben? Diese Fragen ließen sich im Voraus einfach nicht beantworten. Und so haben wir uns vor dem Einzug auf die Raumplanung (eine halbhohe Mauer trennt den Küchen- vom Essbereich) und eine grobe Einrichtungsplanung (wegen der Elektro- und Wasseranschlüsse) beschränkt und unsere damals schon fast 15 Jahre alte Küche mit ins neue Haus genommen. Lediglich in eine neue Spülmaschine und eine passende Arbeitsplatte haben wir investiert. Klar, richig schön fanden wir die in die Jahre gekommenen dunkelgrauen Möbel nicht. Außerdem passten nicht alle Schränke und wir mussten an der Stirnseite mit offenen Regalen unter der Arbeitsplatte improvisieren. Dennoch: Wir haben uns daran gewöhnt und die Zeit des Provisoriums dauerte viel länger als gedacht.

Unsere Küche

Glas statt Fliesen: Das lackierte Glas hinter dem Herd nimmt nichts übel und lässt sich ganz einfach sauber halten. Die halbhohe Mauer zwischen Küche und Essbereich sorgt dafür, dass der Koch Kontakt zu den Gästen am Esstisch hat und verdeckt gleichzeitig Küchenchaos.

Heute sind wir froh, dass wir uns die Zeit gelassen haben. So manches, was wir jetzt umgesetzt haben, hätten wir bei der Planung am Reißbrett sicher übersehen. Wertvolle Inspirationsquelle und Planungshilfe war übrigens Pinterest. Auf meinem „Küchenboard“ hab‘ ich kräftig Ideen und Anregungen gesammelt. Das hat unsere Entscheidungsfindung unterstützt und war gleichzeitig der perfekte Einstieg beim Küchenplaner. Ein Blick aufs iPad und er konnte sofort einschätzen, was uns gefallen würde und was nicht.

Auch nach fast einem Jahr würden wir nichts anders machen. Wir mögen die weißen, grifflosen Möbel. Die Anordnung der Geräte ist ideal. Schubladen, Schränke, Auszüge und Details sind wunderbar.

Geschirrtuch von Jurianne Matter | Foto: Sabine Wittig

Backofen in Augenhöhe – das hatte sich schon in der alten Küche bewährt und sollte so bleiben. Der Ofengriff ist gleichzeitig Geschirrtuchhalter. Rechts am Hochschrank befindet sich eine Magnetreling für Herrn azurweiss‘ Messersammlung und eine weitere Leiste für Geschirrtücher.

Küchenfenster | Foto: Sabine Wittig

Zwiebeln, Knoblauch & Co. finden sich auf der Fensterbank.

Mit genügend Raum für Thermoskannen, Kochzutaten, oft genutztes Porzellan und ein Blumensträußchen spart die breite Fensterbank Platz auf der Arbeitsplatte.

Küchenborddetail | Foto: Sabine Wittig

Die Regalbefestigungen sind die einzigen Schnörkel in unserer Küche. Das Bord ist eine Eigenkonstruktion von Herrn azurweiss

Ursprünglich sollte ein weißes String Pocket Regal unser selbst gebautes Küchenbord an der Stirnwand ersetzen. Doch als es ans Bestellen ging, hab‘ ich mich doch dagegen entschieden. Ich hatte mich einfach sattgesehen. Zu präsent war das Regal auf den Wohnblogs und Pinterestboards, die ich auf der Suche nach der perfekten Küche besucht hatte. Und so hat das von Herrn azurweiss selbst gebaute Bord seinen Platz behalten.

Küchendetail | Foto: Sabine Wittig

Auch wenn unsere Kühe jetzt fertig ist – auf mein Küchenboard bei Pinterest pinne ich fleißig weiter. Immer, wenn ich Lust zum Umdekorieren habe, hole ich mir dort Inspirationen.

Küchendetail | Foto: Sabine Wittig

Und was ist mit der alten Küche geschehen? Die wird sinnvoll weiterverwendet: Freunde nutzen sie als Zweitküche in ihrem Keller.

Fotos: Sabine Wittig

Detail am Dienstag* – Dahlien

Das Mädchen mit dem Perlenohrring | Jan Vermeer
Es ist ein seltsames Dahlienexemplar, das im Garten wächst. Manche Blüten sind zartrosa, andere leuchtend gelborange – so, wie die beiden auf dem Esstisch.

Dahlienblüte
Gepflanzt hab‘ ich die Schöne im letzten Jahr wegen ihrer rosa Köpfe, zart wie Porzellan. Inzwischen öffnen sich nur noch wenige rosafarbene Blüten, die meisten strahlen kräftig in Orange. Etwas Rosanachschub wäre schön!

*Immer dienstags gibt’s hier ein aktuelles (Deko-)Detail aus dem Hause azurweiss oder dem dazugehörigen Garten.

Fotos: Sabine Wittig

Detail am Dienstag* – die erste Kosmea aus dem Garten

Sommerblüten | Foto: Sabine Wittig
Die Kosmeen sind spät dran in diesem Jahr. Vor ein paar Tagen erst haben sich die ersten Blüten geöffnet. Ich fürchte, die frühlingsblühenden Nigellas waren zu dominant für die zarten Schmuckkörbchen. Die strecken sich erst jetzt – da die Flächen wieder frei sind – so richtig aus. Im nächsten Jahr muss ich die Nigellas unbedingt im Zaum halten.

Sommerblüten | Foto: Sabine Wittig
Den Platz in dem kleinen Väschen auf dem Wohnzimmertisch teilt sich die schneeweiße Kosmea mit einer Skabiose, zwei aufkeimenden Rosen und einer Dahlie – ebenfalls aus dem Garten. Die Dahlie kam überraschend. Ich hatte ihre Knolle im Herbst nicht ausgegraben und ihr kein Winterquartier gegönnt. Das schien sie nicht zu stören. Sie blüht heuer so hübsch wie im letzten Sommer.

*Immer dienstags gibt’s hier ein aktuelles (Deko-)Detail aus dem Hause azurweiss oder dem dazugehörigen Garten.

Fotos: Sabine Wittig

Detail am Dienstag* – neues, altes Porzellan (und ein paar Selb Tipps)

Vintage Porzellan | Foto: Sabine Wittig
Einmal im Jahr – an einem Samstag im August – finden sich in Selb im Fichtelgebirge Porzellanliebhaber zum Fest der Porzelliner ein. Die ganze Stadt wird an diesem Tag zu einem riesigen Porzellanflohmarkt. Herr azurweiss und ich waren dieses Jahr zum ersten Mal dort. Haben uns durch beinahe 400 Stände gestöbert. Schönes, Seltenes und auch Kitschiges gesehen. Und ein paar Vintage Stück gekauft. Ein Teil unserer neuen Schätze hat sich gestern auf dem Esstisch versammelt.

Vintage Porzellan | Foto: Sabine WittigRosenthal, Hutschenreuther, Heinrich, Schönwald, Arzberg, Schirnding – viele große (und etliche kleine, unbekanntere) Porzellanmarken haben ihre Wiege in und um Selb. Kein Wunder also, dass das Angebot an Weißem Gold hier besonders groß ist. Ich bin ganz glücklich mit meinen Funden und werde in den nächsten Tagen ein bisschen umdekorieren.

Vintage Porzellan | Foto: Sabine WittigFalls du eine Reise nach Selb planst – hier sind ein paar Tipps: Wunderbar übernachten und sehr lecker essen lässt es sich im Rosenthal Casino. Nur ein paar Meter entfernt ist der Rosenthal Fabrikverkauf. Vintage Porzellan findest du bei einer Handvoll Antiquitätenläden und Gebrauchtwarenkaufhäusern – hauptsächlich entlang der Ludwigstraße. Meine persönliche Lieblingsadresse in Selb ist das Porzellanikon, ein wundervolles Museum in einer ehemaligen Rosenthalfabrik. Und auch die Fahrt zum zweiten Standort des Porzellanikons lohnt sich: In der früheren Hutschenreuther Direktorenvilla in Hohenberg befindet sich das Deutsche Porzellan Museum. Ein paar Kilometer von Selb entfernt und einsam auf einer Anhöhe gelegen, haben wir das hübsche Café Rauhe Schänke entdeckt. Hier kannst du selbst gebackene Kuchen und einen herrlichen Blick auf Wald und Wiesen genießen (Rauhe Schänke, Schönlind 23, 95111 Rehau).

*Immer dienstags gibt’s hier ein aktuelles (Deko-)Detail aus dem Hause azurweiss oder dem dazugehörigen Garten.

Fotos: Sabine Wittig

trend spot*: Boho Style

Phantasievolle Muster, folkloristische Elemente, kräftige Farben, Möbel mit Vergangenheit, Zimmerpflanzen und hier und da eine Prise Kitsch – das sind wohl die wichtigsten Bestandteile des Boho-Stils. Boho ist die Abkürzung von Bohemian, was so viel wie unkonventionell bedeutet. Und genau das macht den Stil aus. Es wird munter gemixt.

Mein Verhältnis zum Boho-Stil ist etwas gespalten. Einerseits mag ich bunte und phantasievoll gestylte Räume, die von spannenden Kombinationen und außergewöhnlichen Accessoires leben. Doch: Wohnen könnte ich nur in einer abgeschwächten Boho-Form. Bei mir würden kräftige Farben und starke Muster auf  ganz viel Weiß treffen.

Ganz egal, ob und in welcher Dosis du den Boho-Stil für dich entdeckt hast – hier sind fünf passende Accessoires:

Gosia Warrink

Foto: Gosia Warrink

Handbemalte Tapeten (Acryl auf Tapetenwand) der Berliner Künstlerin Gosia Warrink.

Kissen Afrique Mon Amour

Foto: Afrique  Mon Amour

Die Kissenhülle Theresa von Afrique Mon Amour ist nicht nur ein farbenfroher Hingucker, sondern auch Teil eines Sozialprojekts. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Kissenhüllen unterstützt das Theresa Bomboma Projekt e.V. Kinder und Jugendliche aus finanzschwachen Familien in Lomé, der Hauptstadt von Togo an der afrikanischen Westküste. Der Kauf eines einzigen Bezugs ermöglicht beispielsweise einem Kind den Schulbesuch für einen Monat.

Den Kissenbezug Theresa gibt’s online bei Fashion for Home.

Papierblüten Blom von Jurianne Matter

Foto: Sabine Wittig

Kleine, fröhliche Farbtupfer liefern Jurianne Matters Papierblüten Blom.

Fluoro Vase

Foto: District Six Store

Weiß lässt kräftiges Pink und kirschiges Rot besonders hübsch leuchten. Die Fluoro Vase habe ich im District Six Store entdeckt. Inhaberin Caroline Adam verkauft online und in ihrem kleinen Laden in Berlin Kreuzberg handverlesenes Design aus Südafrika.

Kissen Skinny Laminx

Foto: District Six Store

Die Kissenhülle Flower Field von Skinny la Minx ist perfekt für alle, die die Farben etwas blasser und die Muster etwas zurückhaltender mögen. Das „Blumenfeld“ gibt’s ebenfalls im District Six Store.

Wenn du Lust auf komplett gestylte Räume und weitere Ideen im Boho-Look hast, besuch‘ mein Pinterest Board Boho.

Und vielleicht magst du auch den Blog der amerikanischen Stylistin Justina Blakeney. Sie ist meine persönliche Boho-Queen und hat das perfekte Händchen für diesen Stil!

Hab‘ ein sonniges, farbenfröhliches Wochenende!

*trend spot ist meine monatliche Kolumne in der ich Lieblingsbeispiele zu einem aktuellen Trendthema zeige.

Fotos: Gosia Warrink (1); Afrique Mon Amour (2); Sabine Wittig (3), District Six Store (4+5)

 

Detail am Dienstag* – in der Küche

Küchenregal | Foto: Sabine Wittig
Rustikale weiße Keramik hat auf dem Küchenregal Platz genommen. Ich mag die matten Oberflächen gerade sehr. Das Sträußchen sind Kräuter aus dem Garten. Majoran, Pfefferminze und Wildgewachsenes.

*Immer dienstags gibt’s hier ein aktuelles (Deko-)Detail aus dem Hause azurweiss oder dem dazugehörigen Garten.

Foto: Sabine Wittig

Österreichschnipsel

Stuben am Arlberg | Foto: Sabine Wittig
Vorarlberg | Fotos: Sabine Wittig
Ferienwohnungen Arlberglodges in Stuben | Foto: Sabine Wittig
Arlberglodges in Stuben | Fotos: Sabine Wittig

Bauernschrankdetail Volkskunstmuseum Innsbruck Der diesjährige Bergurlaub ging nach Österreich. Nach Stuben in Vorarlberg. Unsere Bleibe für eine Woche: eine hübsche Ferienwohnung in den Arlberglodges. Rundumblick in die Berge und den Sternenhimmel inklusive.

Ein Tag in Dornbirn. Mit lohnendem Besuch im Vorarlberger Architektur Institut und Shoppen bei Roomservice. Tags drauf ein Abstecher nach Innsbruck. Im Gebrauchtwarenhaus Ho&Ruck Vintage Keramik gekauft. Im Tiroler Volkskunst-museum Inspirationen aus der Vergangenheit gesammelt und in der Hofkirche auf Maximilians Spuren gewandelt. Die Feinheiten – ein Ladentipp von Nina – waren leider verschlossen, denn es wurde geheiratet. Beim nächsten Mal versuchen wir’s wieder.

Fotos: Sabine Wittig