Greenery – die Pantone Farbe des Jahres 2017

greenary - die farbe des Jahres 2017 | Bild: Pantone

Abbildung: (c) Pantone

Seit 17 Jahren wählt das Pantone Color Institute auf Basis von Beobachtungen und Trendanalysen eine Farbe des Jahres. 2017 ist es Greenery – ein kräftiges Gelbgrün – geworden. Die Farbe von frischen Blättern, von Matchatee und Avocadomus steht laut Pantone für neu aufkeimende Hoffnung in einem schwierigen sozialen und politischen Umfeld und für das wachsende Verlangen nach Wiedervereinigung mit der Natur und einem engeren Miteinander.

Es wird spannend, zu sehen in welchem Umfang Interior Designer und Produktentwickler Greenery aufgreifen. Und ob wir Konsumenten uns darauf einlassen. Werden wir demnächst Wände quietschgrün streichen, auf leuchtendgrünen Sofas sitzen und von froschgrünen Tellern essen?

Rose Quartz, die Pantone Farbe des Jahres 2016, ist (nicht nur) im Wohndesign sehr präsent und auch Marsala (Farbe des Jahres 2015) zeigt sich in Gestalt von Terrakotta-Tönen auf immer mehr Möbeln und Accessoires. Der Fliederton Radiant Orchid und Smaragdgrün (Farbe des Jahres 2014 bzw. 2013) hingegen sind im Bereich Interior Randerscheinungen geblieben.

Stillleben mit Anthurium | Foto: Sabine WittigGrün ist – zuammen mit Blau – meine Lieblingsfarbe. Ich mag alle Grüntöne – von Minze bis Tanne, von Apfel bis Khaki. In meinem Zuhause am liebsten in sehr kleinen Dosen und mit ganz viel Weiß.

gelbgrün und weiß | Foto: Sabine WittigIn den beiden Stillleben sind limonengrüne Filzuntersetzer und selbst gestrickte Accessoires die einzigen Farbtupfer.

Anthurium | Foto: Sabine WittigPerfekt ins Farbschema passt auch die hellgrüne Blüte der Flamingoblume …

Wolldecke von Kelpman Textile | Foto: Sabine Wittig… und die zeitlose Wolldecke von kelpman textile. Ich hab‘ sie vor ein paar Jahren in Berlin gekauft. Seitdem kommt sie hauptsächlich an kühlen Sommerabenden auf der Terrasse zum Einsatz.

Mehr Grün-Inspirationen findest du auf meinem Pinterest Board Greenery

Und hier fünfmal hübsches Greenery fürs Zuhause (am liebsten mag ich die Nummer 2 – ein perfektes Poster für die Küche):

Greenery

1 Lampe Panthella Mini von Louis Poulsen (Design Verner Panton)
2 Poster Mynte von Martin Moore
3 Poster Kermit the Frog von Tobias Svenlöv über Juniqe
4 Kerzenleuchter Felicia von Björn Wiinblad   
5 Kerzenleuchter aus lackiertem Holz von applicata

Fotos: Pantone (1), Sabine Wittig (2-5), PR (Abbildungen in der Produktcollage)

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Detail am Dienstag* – Kaffeepausenplatz

reading nook | photo: Sabine Wittig
Im schmalen Flur vor unserer Schlafzimmertür befindet sich dieses kleine Plätzchen. Ich sitz‘ hier gerne beim Telefonieren oder einfach zwischendurch um – eine Tasse Kaffee auf dem Fensterbrett – in Zeitschriften zu blättern.

reading nook | photo: Sabine Wittig
Passend zu den schneehellen Januartagen dominieren derzeit pastelliges Eisblau und sanftes Rosé die kleine Sitzecke. Das runde Kissen ist das Ergebnis einer wunderbaren Upcyclingidee: Eva schneidet ausgediente T-Shirts und Bettlaken in Streifen und häkelt daraus individuelle Kissen und Teppiche, die sie über die Plattform selekkt verkauft.

Die weiße Lyngby Vase hab‘ ich mir selbst zu Weihnachten geschenkt. Seit meinem Trip nach Kopenhagen im Frühjahr 2014 (!) schleiche ich schon um sie rum.

wooden doll by Alexander Girard | photo: Sabine Wittig

cup by feine dinge | photo: Sabine Wittig

*Immer dienstags zeige ich ein aktuelles (Deko-)Detail aus unserem Zuhause.

Fotos: Sabine Wittig

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Drei Lieblingskalender für 2017

Nur noch knapp sieben Wochen – dann ist das Jahr 2016 schon wieder Geschichte. Wenn du noch auf der Suche nach einem hübschen Kalender für 2017 bist – hier sind meine Top 3:

tyyp Kalender 2017 | Foto: Sabine Wittig
Auf meinem Schreibtisch liegt – schon das dritte Jahr in Folge – der schlichte Notizbuchkalender von tyyp. (2017 mit hübschem rosa Rücken). Ich hab‘ mit ihm immer die komplette Woche im Blick – und genügend Raum für Notizen und ToDos. Und manchmal begleitet er mich auch zu Terminen außer Haus (mit meinem digitalen Kalender werde ich mich wohl nie anfreunden).

Sarifa Wandkalender 2017 | Foto: SarifaErst kürzlich hab‘ ich bei selekkt den wundervollen Wandkalender des Berliner Labels Sarifa entdeckt. Schwarze Ziffern und goldene Zahlen bzw. Icons auf sahneweißem Grund. Schön!

Black Pony Kalender 2017 | Foto: Carolin BremerEine ganz feine Kalenderidee liefert Carolin Bremer unter dem Label Black Pony . Der zierliche Tischkalender besteht aus einer Holzleiste und 12 Monatskarten – jedes mit einem anderen, schlichten Stickmuster. Das Besondere: Es gibt von dem handgestickten Kalender nur 50 (durchnummerierte) Exemplare!

Fotos: Sabine Wittig (1), Sarifa (2), Black Pony (3)

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Messesplitter: Designers‘ Open in Leipzig

Designers Open Leipzig | Fotos: Tom Schulze

Fotos: Leipziger Messe / Tom Schulze

[Werbung] Am vorletzten Oktoberwochenende stand Leipzig ganz im Zeichen des Designfestivals „Designers‘ Open“ und ich hab‘ mich sehr über die Einladung der Initiative „So geht sächsisch“ gefreut, die Ausstellung zusammen mit elf anderen Bloggerinnen und Bloggern zu besuchen. Mehr als 250 Akteure aus den Bereichen Interior, Mode, Kunst und Architektur zeigten in der frisch renovierten Kongresshalle direkt am Leipziger Zoo und an 34 über die ganze Stadt verteilten Spots aktuelle Produkte, Ideen und Konzepte. Was mich besonders freut: Das Thema Nachhaltigkeit spielt fast immer eine wesentliche Rolle.

Zum Beispiel für die Designerin Sophie Döhler und ihr erst ein Jahr altes Label Megalomania.

Vasenhusse ZWIRN von Megalomania | Fotos: Sabine Wittig

Vasenhussen ZWIRN | Fotos: Sabine Wittig

Sophie entwirft und produziert in ihrem Leipziger Atelier wunderschöne – ganz unterschiedliche – Produkte aus recycelten, organischen und nachhaltigen Materialien. Die Vasenhusse ZWIRN wird aus Draht und Bambusgarn gefertigt. Sie ist unten offen und wird einfach über eine Flasche oder Vase gestülpt. Das Ergebnis: ein wundervoller Blickfang.

Wiesensteckleuchte von Megalomania | Fotos: Megalomania

Wiesensteckleuchte | Fotos: Megalomania

Sophies Wiesensteckleuchte war eins meiner liebsten Produkte der Ausstellung. Kern der Leuchte ist ein Block aus Fichtenholz mit vielen, vielen Lochbohrungen. In diese Löcher lassen sich Blüten, Gräser, Misteln und Co. stecken und immer wieder austauschen.

Wiesensteckleuchte von Megalomania | Foto: Megalomania

Die Wiesensteckleuchte im Frühjahrskleid | Foto: Megalomania

Wer die Wiesensteckleuchte nicht kaufen möchte, kann sie sich auch nachbauen – die Anleitung dafür stellt Sophie auf ihrer Internetseite zur Verfügung.

To Go Becher aus Porzellan von Kahla | Fotos: Kahla

To Go Becher aus Porzellan von Kahla | Fotos: Kahla

Eine richtig schöne Alternative zu Einwegbechern (allein wir Deutschen verbrauchen 320.000 Einwegbecher stündlich!) hat Kahla aus Thüringen präsentiert. Der To Go Porzellanbecher kommt mit in die Stadt und ins Büro und er steht sicher in der Getränkeablage im Auto. (Davon abgesehen macht er sich auch gut im Küchenregal). Silikonapplikationen an der Grifffläche sorgen dafür, dass  sich niemand am heißen Inhalt die Finger verbrennt.

Tapetenwerk in Leipzig | Foto: Sabine Wittig

Tapetenwerk Leipzig | Fotos: Sabine Wittig

Das Tapetenwerk – eine stillgelegte Fabrikanlage aus der Gründerzeit – war einer der 34 Spots der Designers‘ Open. Im Tapetenwerk befinden sich heute kleine Ateliers, Werkstätten und ein Café. In einer der Werkstätten entwirft und produziert die Candy Company ihre „süßen“ Möbel und Wohnaccessoires.

Leuchte und Hocker von Candy Company | Foto links: Candy Company; Foto rechts: Sabine Wittig

Zuckerperlenleuchte und Zuckerperlenhocker | Fotos: Candy Company (links) und Sabine Wittig

Den Zuckerperlenhocker (rechts) hatte ich schon öfter in der Presse bewundert – jetzt konnte ich ihn in natura anschauen und vor allem anfassen. Fühlt sich wunderbar an! Und wer erinnert sich nicht gern an die pastelligen Brausehalsketten aus Kindertagen? Sie standen Pate für die Aufhängung der  Zuckerperlenleuchte. Schön!

Leipziger Baumwollspinnerei | Fotos: Sabine Wittig

Leipziger Baumwollspinnerei | Fotos: Sabine Wittig

Auch die 1884 errichtete Leipziger Baumwollspinnerei, in der noch bis 1989 produziert wurde, war ein Designers‘ Open Spot. Auf dem 10 Hektar großen Gelände haben sich Freiberufler, Künstler und Handwerker angesiedelt. Es gibt Galerien, Ateliers, Werkstätten und ein nettes Restaurant (Die Versorger).

Beitrag von loeserbettels Design Studio zur Enkotopia auf der Designers' Open 2016 in Leipzig | Foto: Sabine Wittig

Enkotopia 2016, Baumwollspinnerei Leipzig | Foto: Sabine Wittig

Im Eventraum des Caterers Enk auf dem Spinnereigelände hatten fünf Designer und Designteams jeweils „einen Platz zum Speisen“ geschaffen. Mein Liebling: die goldene Tafel des Design Studios loeserbettels aus Halle. (Das allererste Bild dieses Beitrags zeigt einen weiteren Speiseplatz).

In der Baumwollspinnerei in Leipzig | Foto: Anja Hesse-Grunert

In der Baumwollspinnerei | Foto: Anja Hesse-Grunert

Das war (m)ein kleiner Ausschnitt der Designers‘ Open. Es gab noch weit mehr Sehens- und Berichtenswertes und das eine oder andere Label werde ich hier sicher noch vorstellen. Leider hat die Zeit nicht gereicht, um alle Spots zu besuchen. Aber ich bin inspiriert und mit schönen Erinnerungen im Gepäck nach Hause gefahren. Und: Ich hab‘ mich neu in Leipzig verliebt (mein letzter Besuch liegt gut 15 Jahre zurück) und werde nächsten Sommer wieder kommen! Nicht ganz unschuldig an meiner wieder erwachten Begeisterung sind übrigens Conni (im Bild oben in der Mitte) und Anja (die das Foto geschossen hat). Die beiden Leipzigerinnen schreiben gemeinsam den Blog schönes & leben. Sie haben Jessica (im Foto oben links) und mich so wundervoll an die Hand genommen und uns ihre Stadt gezeigt. Danke für die vergnügliche Zeit mit euch!

Übrigens: 2017 findet die Designers‘ Open vom 20. bis 22. Oktober statt.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der Leipziger Messe und der Initiative So geht sächsisch entstanden. Dankesehr für die nette Zusammenarbeit!

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Messesplitter: Blickfang Stuttgart und München 2016

Die Blickfang in Stuttgart gehört schon lange zu meinen Frühjahrshighlights in Sachen Design. Dieses Jahr war ich zusätzlich auf der Blickfang in München. Auf beiden Veranstaltungen gab’s – wie erwartet – etliche Designleckerbissen. Meine liebsten Entdeckungen siehst du hier:

Ontwerpduo:Ontwerpduo auf der Blickfang StuttgartDie Glasdose (linkes Bild) des niederländischen Labels ontwerpduo ist nicht nur wunderschön anzusehen, sie hat auch eine ganz praktische Seite. Denn: Der Deckel aus Walnussholz ist gleichzeitig hübsches Schälchen. In die Vase rechts hat das Designduo eine Glasglocke integriert. Platziert man kleine Objekte darunter, wirkt es, als wären sie auf Tauchstation. Schön!

Dechem Studio:Studio Dechem auf der Blickfang StuttgartHerrliche Glasvasen mit leichtem Farbverlauf fertigt das Dechem Studio aus Prag. So schön, dass Blumen eigentlich überflüssig sind.

fritz und franken:fritz und franken auf der Blickfang StuttgartEigentlich sind Miriam Franken und Friedrich Gerdes für ihr Regalsystem Kontur bekannt. Doch die beiden Kreativen hinter fritz und franken machen auch hübsche kleine Väschen, feine Lampen und zierliche Holzboxen, die genausogut Bilderrahmen sein können.

Karina Wendt:Karina Wendt auf der Blickfang MünchenNochmal Glas. Nochmal Pastell. Auch die Objekte der Designerin Karina Wendt sind eine Augenweide. Besondere Highlights: die Bonbonnieren und Schmuckdosen. Sie werden passend zu vorhandenen Vintage Porzellandeckeln gefertigt.

kommod:kommod auf der Blickfang MünchenEinfaches und Praktisches aus Holz – dafür steht das noch junge Label kommod aus Niederbayern. Im Sortiment sind Sideboards, Tischchen, clevere Gardarobenlösungen und so herrlich schlichte Accessoires wie diese Vasen und Schalen aus Esche.

einhandmöbel:einhandmöbel auf der Blickfang MünchenWenn bei Johannes Eppler Stahl auf Beton (oder Holz, oder Glas) trifft, entstehen daraus filigrane aber höchst robuste Tische und Bänke. Individuell nach Kundenwunsch gefertigt.

Die nächste Möglichkeit, eine Blickfang Messe zu besuchen ist kommendes Wochenende in Basel. Ende Oktober kommt die Blickfang ins schöne Wien.

Übrigens: In Stuttgart feiert sie nächstes Jahr vom 17. bis 19. März ihr 25-jähriges Jubiläum.

Fotos: Sabine Wittig

Wenn du magst, kannst du dir hier meine Blickfang-Highlights der Jahre 2015 und 2014 anschauen.

Sofa, Sessel, Tisch: Zu Besuch bei Sitzfeldt in Berlin

Die Produkte: herrlich schlichte Sofas, Sessel und Couchtische – solide gearbeitet und dennoch bezahlbar. Das Team: unheimlich sympathisch, mit klaren Vorstellungen und kompromisslos in Sachen Design und Qualität. Hätte ich nur eine Handvoll Worte zur Verfügung um das Berliner Labels Sitzfeldt zu beschreiben, das wäre meine Kurzfassung.

Sitzfeld Sofa Sky

Sofa Sky | Foto: Sabine Wittig

Erstmals begegnete mir Sitzfeldt im November 2013 bei Indre. Das Konzept des von den Geschwistern Anna und Clemens Deyerling und ihrem gemeinsamen Freund Julius Martini gegründeten Unternehmens gefiel mir auf Anhieb. Die drei setzen auf gutes Design, hochwertige Materialen und eine Fertigung in Europa. Trotzdem sind die Sofas, Sessel und Couchtische verglichen mit anderen Premiummarken ausgesprochen moderat im Preis. Denn: Produziert wird erst nach Bestelleingang und es gibt keine Zwischenhändler. Das spart Kosten für Lagerflächen und Handelsmargen.

Sitzfeldt Firmengründer

Das Gründerteam (v.l.n.r.): Clemens Deyerling, Anna Deyerling und Julius Martini | Foto: Sitzfeldt

Im Sommer diesen Jahres konnte ich Sitzfeldt live erleben. Anna, Clemens und Julius hatten einige Blogger zur Kollektions-Preview in die wundervolle Eventlocation Gebrüder Fritz nach Berlin eingeladen. Julius präsentierte die neuen Wohnschmuckstücke zusammen mit dem Designer Steffen Kehrle, der für Sitzfeldt Möbel entwirft und das Team in Sachen Designentwicklung berät.

Sitzfeldt Schlafsessel Match

Meine Lieblingsstücke der aktuellen Kollektion: Schlafsessel Match und Beistelltisch Game | Foto links: Andy Küchenmeister, Foto rechts: Sabine Wittig

Wir konnten ausgiebig Probesitzen, Probefühlen, Hinterfragen. Sehr schnell hatte sich vor allem der Schlafsessel Match (oben) in mein Herz geschlichen und ich sah ihn schon im Arbeitszimmer von Herrn azurweiss stehen. Leider ist die vorgesehene und einzig mögliche Zimmerecke zu klein für das wundervolle Möbel.

Sitzfeld Beistelltisch Game

Hübsch praktisch: Beistelltisch Game | Foto: Sabine Wittig

Vielleicht zieht dafür irgendwann der Beistelltisch Game in unser Wohnzimmer ein. Game hat nicht nur die perfekte Größe, er versteckt unter seiner verschiebbaren Tischplatte auch ein bisschen Stauraum.

Sitzfeldt bei Gebrüder Fritz

Kollektions-Preview in Berlin im Gebrüder Fritz | Fotos: Andy Küchenmeister

Ich hab‘ Sitzfeldt sehr gerne in meine Rubrik Lieblingslabel aufgenommen. Mir gefällt die Philosophie unheimlich gut. Und man spürt, dass das gesamte Team mit Herz, Seele und Verantwortung arbeitet. Dankeschön an alle Sitzfelder für den schönen Abend mit spannenden Einblicken und dankeschön speziell an Anna, die mir nicht nur in Berlin viel erklärt, sondern auch im Nachgang so ausführlich auf meine Fragen geantwortet hat:

Ihr seid seit fünf Jahren am Markt. Welches waren die prägendsten Erlebnisse während dieser Zeit? Ist etwas eingetreten, das ihr so nie erwartet hättet?
Anna:
„Wir haben unsere Firma im März 2010 gegründet und sind dann im Dezember 2010 mit unserer ersten Kollektion live gegangen. Die Online-Schaltung war auf jeden Fall ein sehr wichtiger Moment für uns, wobei noch aufgeregter waren wir, als der erste Kunde anrief, um ein Sofa zu bestellen. Da haben wir uns fast nicht ans Telefon getraut ;-) . Besondere und prägende Momente sind für mich immer wieder die, in denen etwas wahr wird, worauf wir schon sehr lange hingearbeitet haben. Als zum Beispiel letztes Jahr gleich zwei unserer neuen Produkte mit dem Interior Innovation Award ausgezeichnet wurden, das war ein solcher Moment. Oder auch wenn wir einen neuen Showroom eröffnen. Gerade bereiten wir die Eröffnung unseres vierten Showrooms (Berlin, Köln und Frankfurt gibt es ja schon) vor: Im Dezember ist es soweit und wir eröffnen in München. Darauf freuen wir uns schon sehr! Aber natürlich gab es auch viele Hürden und Probleme, die wir meistern mussten. Das schwierigste ist tatsächlich, bekannt und auf dem Markt wahrgenommen zu werden. Das hatten wir uns auf jeden Fall einfacher vorstellt. Überhaupt muss ich heute manchmal über uns schmunzeln, wie naiv wir doch viele Dinge angegangen sind. Und wir haben auch nicht immer alles richtig gemacht…. Aber letztendlich hat uns unsere Naivität auch geholfen: Sonst hätten wir den Schritt in die Selbständigkeit vielleicht nicht gewagt und das wäre auf jeden Fall unser größter Fehler gewesen.“

Welches sind deiner Meinung nach die wesentlichen Trends im Bereich Sitzen/Wohnen?
Anna:
„Ich beschäftige mich natürlich vor allem und fast ausschließlich mit dem Thema Sofa. Anfangs habe ich immer versucht, Trends und Richtungen zu erkennen. Heute würde ich sagen, dass es in dem Bereich kaum Trends gibt. Die Experimentierfreudigkeit hält sich hier sehr in Grenzen und man findet immer wieder zurück zu altbewährten Formen und Farben. Trends spielen sich dann eher um das Sofa herum ab. Nur die Orte, an welchen die Sofas stehen, verändern sich. Ein Sofa ist längst kein Möbelstück mehr, das nur im Wohnzimmer steht. Das tollste ist doch, ein Sofa in der Küche und im Büro zu haben. Dann braucht man eigentlich gar kein Wohnzimmer mehr.“

Sitzfeldt Tisch Pin | Foto: Sabine Wittig

Schön schlicht: Couchtische Pin | Foto: Sabine Wittig

Wie schafft ihr die Balance zwischen günstigem Preis und Top-Qualität? Welche Standards habt ihr für euch festgelegt?
Anna:
„Für uns ist eines klar: Wir gehen keine Kompromisse ein. Und deshalb setzen wir überall nur die besten Materialien ein: Stoffe, Leder, Schaumstoffe – bei uns ist alles mit großer Sorgfalt ausgewählt. Trotzdem haben wir ein unschlagbar gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, was an unserem Konzept an sich liegt. Muss man bei anderen Herstellern immer noch die Margen aller Zwischenhändler und teure Ladenflächen mit bezahlen, kauft man bei uns direkt und meistens online. Das schlägt sich in unseren Preisen nieder. Am Ende profitieren davon unsere Kunden, die nur für das bezahlen, was sie wirklich wollen.“

Mehr Infos zu Sitzfeld gibt’s auf der Sitzfeldt Internetseite, bei Facebook und bei Instagram.

Weitere Impressionen zum Sitzfeldt-Abend in Berlin haben z. B.  Nicola und Vanessa auf ihren Blogs.

Fotos: Andy Küchenmeister (3), Sitzfeldt (1) und Sabine Wittig (3)

trend spot*: Indigo

Blau – die Farbe von Himmel und Meer. Von Enzian, Vergissmeinnicht und Kornblume. Wer kann sich ihrem Zauber schon entziehen? In letzter Zeit macht kräftig-sattes Indigoblau von sich reden. Hier drei wundervolle Beispiele :

Anna Badur | Drawn by nature

Foto: Anna Badur

Inspiriert vom Wind und der Meeresbrandung an der Nordseeküste hat  Anna Badur ihre Textilserie „Drawn by nature“ entwickelt. Bei der Gestaltung hat die Natur im wahrsten Sinne ihre Hand im Spiel: Die Designerin lässt vom Küstenwind blaue Farbpigmente auf die Stoffe wehen. Auf diese Weise entstehen kraftvolle, einzigartige Muster.

Shibori Tücher | Renna Deluxe

Foto: Renna Deluxe

Die Geschirrtücher von Renna Deluxe werden nach der japanischen Shibori Technik gearbeitet. Durch Falten und Schnüren des Stoffes ergeben sich die individuellen Dessins, die jedes Tuch zum Unikat machen. Gefärbt wird mit echtem Indigo.

Print Blues von philuko

Foto: philuko

Julia Schenk, aka philuko, ist eine Meisterin der schlichten, aber ausdrucksstarken Grafik. Bester Beweis: ihr Print „Blues“ in tiefen Blau-Nuancen.

Hast du Lust auf weitere Indigo-Inspirationen? Schau‘ einfach auf meinem Pinterest Board Indigo vorbei.

*trend spot ist meine monatliche Kolumne in der ich drei Lieblingsbeispiele zu einem aktuellen Trendthema zeige.

Fotos: Anna Badur (1); Renna Deluxe (2); philuko (3)

The Knots Berlin – Vintage Orientteppiche

Vintage Rug The Knots | Foto: The Knots Berlin

Foto: The Knots

Wir sollten über Teppiche sprechen. Über Orientteppiche, um genau zu sein. Deren Image wird im Moment nämlich kräftig entstaubt und sie machen richtig Boden gut.

The Knots Vintage Rugs | Foto: Sabine Wittig

Auf ganz besondere Exemplare durfte ich kürzlich einen Blick werfen, als ich Katrin ten Eikelder in ihrem Studio in Berlin Mitte besuchte. Inspiriert von den vielen kleinen Galerien und Vintage-Läden in Brooklyn, wo sie eine Zeitlang lebte und arbeitete, gründete Katrin letztes Jahr ihr eigenes Teppich Label The Knots.

The Knots Vintage Rugs | Foto: The Knots Berlin

Foto: The Knots

Das Besondere an Katrins Teppichen: Es sind restaurierte, bis zu 80 Jahre alte Originale aus der Türkei und dem Iran. Ihren modernen Look erhalten sie durch ein spezielles Bearbeitungsverfahren. Um ihnen die Originalfarben zu entziehen, werden sie zunächst gewaschen. Dann wird der Flor gekürzt und die Teppiche werden neu eingefärbt. Das ursprüngliche Muster bleibt dabei mal mehr, mal weniger deutlich erhalten.

The Knots Vintage Rugs | Foto: Sabine WittigJeder Teppich ist ein Unikat und erhält seine eigene Nummer. Außerdem stellt Katrin für jedes Exemplar einen kleinen Steckbrief zusammen, sodass der Käufer weiß, aus welcher Region sein Lieblingsstück stammt, wie viele Knoten es pro qm aufweist und wie alt es ist.

The Knots Vintage Rugs | Foto: Sabine Wittig
Ich mag die Idee hinter The Knots sehr. Diese besondere Art des Upcycling. Wundervoll! Übrigens hatten Katrins Teppiche schon bald nach Gründung des Labels ihren ersten großen Auftritt: auf dem Laufsteg von Isabell de Hillerin während der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin.

The Knots Studio und Showroom (am besten vorher anrufen): Torstraße 98, 10119 Berlin Mitte, Telefon: 0160 8006708

Fotos: The Knots (1 + 3), Sabine Wittig (2, 4,5)

trend spot: Netzmuster

Heute starte ich mit einer neuen, kleinen Kolumne – den trend spots. Einmal im Monat zeige ich drei Lieblingsprodukte zu einem aktuellen Trendthema. Den Anfang macht das Netzmuster, das sich derzeit gerne auf unterschiedlichstem Material präsentiert.

Mesh Colours | Foto: Rosenthal

Foto: Rosenthal

Auf der Ambiente entdeckt: die Geschirrserie Mesh Colours, die die spanische Industriedesignerin Gemma Bernal für  Rosenthal entworfen hat. Ich mag nicht nur das zarte Reliefnetz, sondern auch die Farbpalette creme, aqua und walnuss.

Tablett von Camp Cirrus | Foto: Sabine Wittig
Wie grob gewebter Stoff legt sich das zarte Netzmuster über Cina Kjellsons Tablett aus Schichtbirkenholz.

Webdecke the Grid von BastisRIKE

Ein grobmaschiges Netz auf flauschig wärmender Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau: Die Decke the Grid  von Rike Schoen alias BastisRIKE ist seit ihrem Eintreffen im Hause azurweiss das Lieblingsstück auf unserem Sofa.

Wo gibt’s die Sachen?
Rosenthal Geschirr: im Fachhandel oder im Rosenthal Online-Shop.
Tablett: Camp Cirrus über la mesa
Decke the Grid: BastsRIKE über la mesa (Im Moment ist the Grid ausverkauft, ab ca. Mitte April wird sie wieder lieferbar sein. Sobald ich sie am Lager habe, gebe ich auf der la mesa Facebook-Seite Bescheid).

Fotos: 1) Rosenthal; 2) und 3) Sabine Wittig

Kleine Schokoträume – hübsch serviert

Etagere von 3PunktF
Im Januar hab‘ ich die wundervolle Keramik von 3PunktF ins la mesa Sortiment aufgenommen. Meine Favoriten sind die matten Mini-Etageren aus anthrazitfarbenem Steinzeug. Perfekte Bühnen zum Servieren kleiner und kleinster Schokoträume. Und meine Inspiration für diese Fotostrecke in schoko, grau und weiß.
Etagere Frederik von 3PunktF
Auf der Etagere Frederik finden drei Pralinen Platz. Mit goldenen Kuchenkerzen geschmückt eine feine Überraschung. Vielleicht zum Geburtstag der netten Kollegin?
Etagere Luisa von 3PunktF
Luisa, Frederiks runde Cousine, hat die richtige Größe für ein Praliné, eine Handvoll Blaubeeren oder ein Osterei.
Stempel "Aus meiner Küche"
Wer Trüffel und Pralinen selbst herstellt, kann sie mit einem hübsch bestempelten Etikett überreichen.
Etagere Frederik von 3 PunktF
Auch ein kleines weißes Porzellantellerchen nimmt auf der zierlichen Etagere gerne Platz.

Wenn du mehr über die Produkte auf den Fotos wissen magst – hier sind die Links zum Shop:
Etagere Frederik von 3PunktF
Etagere Luisa von 3PunktF
Anthrazitfarbenes Geschirrtuch aus Leinen
Metallic-Kuchenkerzen
Schokobraune Serviette aus Leinen
Stempel „AUS MEINER KÜCHE“ von bastisRIKE
Schokobrauner Leinenzwirn von Garn und mehr
Kleines Porzellantellerchen von Walküre

Alle Fotos: Sabine Wittig