Unterwegs: 2,5 Tage Hamburg

Elphilharmonie Hamburg | Foto: Sabine WittigDie letzte Station auf unserer kleinen SommerstĂ€dtereise war Hamburg. Und ich hab‘ dir auch aus der schönen Hansestadt eine Handvoll Lieblingsadressen mitgebracht. Wenn du samstags in Hamburg bist und gut durchmischte FlohmĂ€rkte magst, möchte ich dir unbedingt die Flohschanze ans Herz legen. Jeden Samstag von acht bis 16 Uhr findest du rund um die Alte Rinderschlachthalle Geschirr, Kleidung, Möbel, Deko & Co. aus vielen Jahrzehnten. Wir waren vor ein paar Jahren schon einmal dort – und wie damals hat es auch heuer BindfĂ€den geregnet (deshalb gibt’s auch kein Foto). Aber wie damals sind wir auch diese Mal fĂŒndig geworden und haben unter anderem zwei hĂŒbsche Retrolampen gekauft (du siehst einen kleinen Teil der einen hier auf einem meiner Instagram-Fotos). Von der Flohschanze aus kannst du durch das Schanzenviertel schlendern, Kaffee bei Herrn Max trinken und bei Lokaldesign (wundervoller Interiorladen), im Gebrauchtwarenkaufhaus Genbrug und bei Human Empire (Interior, Papeterie und Mode) stöbern.

Klippkroog, Große Bergstraße 255, Hamburg (Altona) | Foto: Sabine Wittig

Restaurant Klippkroog in Altona

Zum (Abend-)essen empfehle ich dir den Klippkroog in Altona – nur ein paar Schritte vom S-Bahnhof entfernt. Die Einrichtung eine Augenweide (feinstes Industrial Vintage), die Mitarbeiter super nett und das Essen wahnsinnig lecker.

CafĂ© Forelle, Erzberger Straße 14, Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Café Forelle in Altona (Ottensen)

Ebenfalls in Altona findest du das CafĂ© Forelle. Schönes Interieur – der Hingucker sind wundervoll tĂŒrkisfarbene Fliesen. Wir waren erst kurz vor Ladenschluss dort, deshalb hat’s nur noch auf eine Limo gereicht. Das Essen testen wir dann beim nĂ€chsten Mal.

Das 7. Zimmer Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Das 7. Zimmer in Eppendorf

Schon lange steht das 7. Zimmer auf meiner Diese-LĂ€den-mag-ich-unbedingt-mal-besuchen-Liste. Jetzt hat’s geklappt. Auf dem Heuboden einer alten Brotfarbik findest du hier (Interior-)SchĂ€tze beinahe jeder Stilrichtung. Nostalgisches, Kurioses, AlltĂ€gliches. Barock, Industrial, Landhaus. Alles fein gemixt.

Suntree Studio, Hellkamp 60, Hamburg (EimsbĂŒttel) | Foto: Sabine Wittig

Suntree Studio in EimsbĂŒttel

Mein letzter Tipp ist ein kleiner, feiner Showroom in EimsbĂŒttel, den sich zwei kreative Frauen teilen: die Keramikerin Nata Pestune mit ihrem Label Suntree Studio und die Grafikgesignerin Friederike Stoffregen mit dem Papeterie-Label Studiofrigo. Natas Arbeit werde ich demnĂ€chst im Rahmen meiner Serie Atelierbesuche hier vorstellen.

Übrigens: Die Suntree Studio Keramik gibt’s schon bei la mesa – die hĂŒbschen Prints von Friederike werde ich ab Oktober im Sortiment haben.

Fotos: Sabine Wittig

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KrÀftig reduziert: Pre-Relaunch-Sale bei la mesa

Sale bei la mesa

Ab Herbst zeigt sich la mesa in neuem Gewand. Die Programmierer arbeiten schon fleißig am kĂŒnftigen Outfit und einer verbesserten Technik. Und ich hab‘ ein bisschen am Konzept gefeilt. Zwar gibt’s in meinem Shop schon immer handverlesenes, ordentlich produziertes Design, aber ich möchte den Fokus noch stĂ€rker als bisher auf kleine und kleinste Labels legen. Auch das Angebot soll ein bisschen kleiner und ĂŒbersichtlicher werden – und es wird sich öfter verĂ€ndern.

Vasen von Finnsdottir | Foto: Sabine Wittig

Jetzt zum Sonderpreis: Vasen von Finnsdottir

Von einigen Marken werde ich mich trennen und rund die HĂ€lfte der aktuellen Produkte gibt’s im neuen Shop nicht mehr. Diese Artikel (es sind mehr als 150 und in den nĂ€chsten Tagen kommen weitere dazu) sind ab sofort krĂ€ftig reduziert im Pre-Relaunch-Sale zu haben. Zum Beispiel Porzellan von Finnsdottir, LeinentischwĂ€sche von Serax, einige Stempelrestexemplare, Accessoires aus Filz von Parkhaus und Hey-Sign und vieles, vieles mehr. Aber klick‘ einfach selbst.

minimal table setting | photos: Sabine Wittig

Reduziert: Keramik von 3PunktF und Finnsdottir

Was bleibt, sind meine Lieblingslabels. Z. B. Jurianne Matter und Anna Sykora. Dazu kommen mit dem Relaunch ein paar wundervolle neue Marken. Und: Die Rubrik Vintage wird ein bisschen wachsen. Ich hab‘ schon richtig, richtig schöne Sachen mit Vergangenheit hier stehen, die auf ein neues, schönes Zuhause warten.

Leinentischdecke von Serax | Foto: Sabine Wittig

Zum SchnÀppchenpreis: Leinentischdecke von Serax

Alle SchnĂ€ppchen sind lieferbar solange der Vorrat reicht. Noch mehr reduziertes Schönes gibt’s am 21. Oktober 2017 offline: beim diesjĂ€hren la mesa Open Day hier in Markgröningen.

Stempel Topfpflanzen von BasisRike | Fotos: Sabine Wittig

Reduziert: Stempel Topfpflanzen von BastisRike

Fotos: Sabine Wittig

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Berlin-Tipp: Ladencafé Eliza in Kreuzberg (inklusive Kuchenrezept)

CafĂ© Eliza, Sorauer Straße 6, Berlin-Kreuzberg | Fotos: Sabine Wittig

Wenn ich in Berlin bin, versuche ich immer, einen Besuch im Eliza einzuplanen. Nicht nur des feinen Kaffees und der leckeren Kuchen wegen (laut Aussage eines Gastes gibt es hier den besten Carrot Cake der Welt), sondern auch, weil sich Anne Hinkels Ladencafé stÀndig verÀndert und man die wundervollsten (Vintage-) Wohnsachen dort kaufen kann.

Anne Hinkel und ihr Café Eliza in Berlin-Kreuzberg | Foto links: schoberfoto.de; Foto rechts: Sabine Wittig

Links: Anne Hinkel (Foto: schoberfoto.de); rechts: Blick in den Ladenraum des Cafés

Anne ist gelernte Dekorateurin. Sie arbeitet (auch heute noch ab und zu) freiberuflich als Set-Dresserin beim Film und hat sich mit dem Eliza den Traum vom eigenen GeschĂ€ft erfĂŒllt. „Das Eliza bin ich – hier kann ich alle meine Ideen umsetzen, alles so machen, wie ich es gerne möchte“, erzĂ€hlt sie. Seit MĂ€rz 2013 tut sie das mit Herz und Seele. Und schafft damit diese ganz besondere AtmosphĂ€re, die ihre GĂ€ste so mögen.

Als leidenschaftliche TrödelmarktgĂ€ngerin sammelt Anne schon seit Jahren Möbel, Geschirr, Lampen und etliches mehr.  Als sie ihr LadencafĂ© eröffnete, hatte sie genĂŒgend Zusammengetragenes fĂŒr die Einrichtung und Dekoration. Beides verĂ€ndert sich ĂŒbrigens regelmĂ€ĂŸig – denn Anne findet immer neue SchĂ€tze, tauscht Tische, StĂŒhle, SchrĂ€nke aus und dekoriert liebend gerne um.

CafĂ© Eliza, Sorauer Straße 6, Berlin-Kreuzberg | Foto: Sabine Wittig

Ein paar besondere SchĂ€tze haben kĂŒrzlich zu Anne gefunden: Eine Architektin aus Frankfurt hatte alte Fotos des CafĂ©s – das frĂŒher eine Seifenhandlung war – vorbeigebracht. Sie zeigen die ehemalige Ladenbesitzerin (die Großtante der Architektin) vor der EingangstĂŒr zu ihrem GeschĂ€ft. Die Bilder haben einen Ehrenplatz im Eliza bekommen – und ich glaube nicht, dass Anne sich von ihnen trennen wird.

CafĂ© Eliza, Sorauer Straße 6, Berlin-Kreuzberg | Fotos: Sabine Wittig

In einem Nebenraum des CafĂ©s versammelt Anne Flohmarktfunde und Wohnaccessoires aus aktuellen Kollektionen. Zur Freude ihrer Kunden, die gerne und regelmĂ€ĂŸig zum Stöbern vorbeischauen.

eliza 500

Hin und wieder werden Teile des Mobiliars verkauft  – eine gute Gelegenheit, schöne StĂŒcke fĂŒrs eigene Zuhause zu ergattern.

Eliza
Café und Lieblingsladen
Sorauer Straße 6
Berlin Kreuzberg (Wrangelkiez)
www.elizaberlin.de

Elizas veganes Schoko-Bananen-Brot. Das Rezept gibt's auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Anne war so nett und hat mir das Rezept fĂŒr das bei ihren GĂ€sten so beliebte Schoko-Bananen-Brot verraten. Ich hab’s kĂŒrzlich ausprobiert – lecker!

Zutaten:

250 g Dinkelmehl
3,5 TL Backpulver
1 TL Natron
150 g brauner Zucker
100 g Zartbitterschokolade (vegan)
100 g gehackte Mandeln
4 reife Bananen, zerdrĂŒckt
230 ml Mandelmilch (alternativ Soja- oder Haselnussmilch)
100 ml Rapsöl

So geht’s:

Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine Kastenform (ca. 30 cm lang) mit Backpapier auslegen.

Mehl, Backpulver und Natron sieben, mit Zucker mischen.

Schokolade hacken, mit den Mandeln mischen und unterheben.

Bananen, Mandelmilch und Öl zu den trockenen Zutaten geben und zu einem glatten Teig verarbeiten.

Teig in die Form fĂŒllen und ca. 45 – 50 min. backen. StĂ€bchenprobe machen!

Wer mag, kann den Kuchen mit geschmolzener Zartbitterschokolade und getrockneten Bananenchips dekorieren. Guten Appetit!

Fotos: schoberfoto.de (3), Sabine Wittig (1,2, 4 bis 10)

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Nachhaltig einkaufen in Berlin: Standard Saubere Sachen

Standard Saubere Sachen in Neukölln | Foto: Therese Aufschlager

Katrin Hieronimus (links) und Katharina Beth. Foto: Therese Aufschlager

Seit letzten Dezember gibt es in Berlin eine neue Adresse fĂŒr nachhaltige, zeitlose Mode, feine (Wohn-)accessoires und ausgesucht Kulinarisches: Standard Saubere Sachen. Das Konzept steht fĂŒr gutes Design, faire Produktion und Ökologie.

Die beiden GrĂŒnderinnen Katrin und Katharina kennen sich von gemeinsamen Theaterprojekten – Katharina ist KostĂŒmbildnerin, Katrin BĂŒhnen- und KostĂŒmbildnerin. Aus privatem Interesse an grĂŒner Mode ist die Idee fĂŒr den gemeinsamen Laden entstanden. Neben Kleidung fĂŒr Damen, Herren und Kinder verkaufen die beiden Papeterie, Schmuck, Kosmetik und einiges mehr zum Verschenken und Selbstbehalten. Alles sehr sorgsam ausgewĂ€hlt und immer mit einer ‚grĂŒnen‘ Geschichte. Schon nach kurzer Zeit wurden die ersten Kunden zu Stammkunden. „Meine Jeans kaufe ich ab jetzt nur noch bei Euch“, sagte z. B. ein Kunde, der eher zufĂ€llig in den Laden kam.

Mitte Juni hab‘ ich Katrin und Katharina in ihrem hĂŒbschen GeschĂ€ft in Neukölln besucht und mit ihnen ĂŒber ihr Konzept gesprochen.

Standard Saubere Sachen | Fotos: Sabine Wittig

Mode und Accessoires, die mit Sicherheit mehr als eine Saison gerne getragen werden. Im Sortiment sind z. B. die Marken markl miura und Beaumont Organic

Was ist das Besondere an eurem Konzept?

Mit dem Wissen um die ZustĂ€nde in der ’normalen‘ Modeindustrie fiel es uns zunehmend schwer, noch was anderes zu kaufen als nachhaltige Kleidung und wir haben uns immer intensiver mit dem Thema ‚grĂŒne Mode‘ beschĂ€ftigt. Wir verkaufen nur Dinge, die fair und nachhaltig produziert werden – und die uns natĂŒrlich auch gefallen. Wir wollen keine schnellen Modetrends bedienen, sondern unseren Kunden Lieblingsteile anbieten, an denen sie lange Freude haben. Erweitert haben wir unser Angebot durch Recycling- und Upcycling Produkte, z. B. um GlĂ€ser und Vasen aus alten Weinflaschen, Espressotassen aus gepresstem Kaffeesatz und Taschen aus gebrauchten ReissĂ€cken.

Standard Saubere Sachen | Foto: Sabine Wittig

Upcycling made in Berlin: Jesper Jensen fertigt Vasen und Becher aus alten Weinflaschen. Die PapierblĂŒten sind von Jurianne Matter.

Was bedeutet euch euer Laden ganz persönlich?

Im Theaterbetrieb muss man bei den Materialien fĂŒr BĂŒhnenbilder und KostĂŒme  leider oft Abstriche hinsichtlich ihrer Herkunft machen. Auch deshalb ist ‚Standard‘ eine Herzensangelegenheit fĂŒr uns. Zudem ist der Laden unser zweites Standbein und soll uns helfen, mehr Zeit hier in Berlin zu verbringen. Als Theater-Ausstatterinnen arbeiten wir oft in anderen StĂ€dten, was mit Kindern nicht immer so einfach zu organisieren ist.

Standard Saubere Sachen, Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Links: Der knallgelbe Kulturbeutel kommt aus Uganda. Im Rahmen des Projekts ‚Women For Better Life‘ nĂ€hen – meist HIV-positive – Frauen Taschen aus gebrauchten Reis- und Zuckerverpackungen. Rechts: Tragbare, zeitlose Mode fĂŒr Frauen zwischen 25 und 75 ist das Herz von Standard.

Nach welchen Kriterien wÀhlt ihr Produkte und Lieferanten aus?

Es muss immer eine ’saubere‘ Geschichte hinter den Produkten stehen. Zum Beispiel das Recycling von Jeansstoffen um daraus Pullover zu stricken. Oder T-Shirts, die in Deutschland von ehemaligen FlĂŒchtlingen genĂ€ht werden. Oder der Stoff, der aus PlastikmĂŒll aus dem Meer gewonnen wird um Röcke daraus zu nĂ€hen.

Standard Saubere Sachen | Foto: Sabine Wittig

Papeterie, KĂŒnstlerarbeiten, Feines fĂŒr den Gaumen: Besondere Geschenke fĂŒr beinahe jeden Anlass.

Liebe Katrin, liebe Katharina – herzlichen Dank fĂŒr die Einblicke!

Standard Saubere Sachen | Fotos: Sabine Wittig

Standard Saubere Sachen
Reuterstraße 53
12047 Berlin (Neukölln)

Geöffnet:
Dienstag bis Freitag 12 bis 19 Uhr
Samstag 12 bis 16 Uhr

Du findest Standard auch bei Facebook und Instagram

Weitere Lieblingsadressen in Berlin gibt’s hier.

Fotos: Therese Aufschlager (1), Sabine Wittig (2 bis 9)

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Schön in Stuttgart: Hook & Eye

Seit knapp 20 Jahren lebe ich vor den Toren Stuttgarts. Zur Lieblingsstadt ist die Schwabenmetropole mir nicht geworden. Ich vermisse vor allem die kleinen, indivduellen GeschĂ€fte, CafĂ©s und Bars die man in  Berlin, MĂŒnchen und Hamburg an vielen Ecken findet. Ja – auch in Stuttgart  gibt es solche Perlen. Allerdings nicht so zahlreich und manchmal ein bisschen versteckt. Deshalb möchte ich meine liebsten Stuttgart-Adressen nach und nach hier vorstellen. Vielleicht wĂ€chst mir die Stadt dann doch noch so richtig ans Herz. Den Anfang macht Hook & Eye im Gerberviertel.

Hook & Eye in Stuttgart

Vintage Möbel werden bei Hook & Eye aufs Schönste herausgeputzt.  Fotos: Hook & Eye

Besonders Retrofans und Liebhaber des skandinavischen Wohnstils kommen bei Hook & Eye (englisch fĂŒr Haken & Öse) auf ihre Kosten. Seit 2013 bieten Iris Wilke und ihr Team in der HochstĂ€tter Straße 68 perfekt aufgearbeitete Vintage-Möbel, eigene MöbelentwĂŒrfe und ausgewĂ€hlte Accessoires junger Labels.

Hook & Eye in Stuttgart | Fotos: Sabine Wittig

Sessel und Hocker im neuen Kleid. Fotos: Sabine Wittig

Mir gefĂ€llt besonders die Idee, in die Jahre gekommenen Sesseln, Sofas und Hockern mit neuer Polsterung und modernem Bezug ein neues Gesicht zu geben. Im Laden findest du immer eine hĂŒbsche Auswahl an frisch herausgeputzten Möbeln. Du kannst aber auch dein eigenes LieblingsstĂŒck vorbeibringen und von den Spezialisten neu polstern und beziehen lassen. Die Auswahl an Stoffen – die ĂŒbrigens in Europa gefertigt werden – ist wundervoll.

Hook and Eye in Stuttgart, Geberviertel

Hook & Eye in der HauptstĂ€tter Straße | Foto: Hook & Eye

Aus manchen Bezugsstoffen lÀsst Iris Wilke Sofakissen, UmhÀngetaschen oder KosmetiktÀschchen nÀhen.

KosmetiktÀschchen von Hook & Eye

HĂŒbsch: KosmetiktĂ€schchen aus Möbelbezugsstoffen | Foto: Sabine Wittig

Genauso geradlinig und klar wie die Möbel ist bei Hook & Eye auch das stetig wechselnde Sortiment an Wohnaccessoires: Schlichte Keramik ist ebenso zu finden wie ausgesuchte Papeterie, handverlesene BĂŒcher, Kulinarisches und Praktisches – vom Aufbewahrungskorb bis zum Masking Tape. Schön!

Hook & Eye im Gerberviertel in Stuttgart. HauptstĂ€tterstraße 68 (Eingang in der Gerberstraße) | Foto: Sabine Wittig

Hook & Eye
HauptstĂ€tter Straße 68 (Eingang in der Gerberstraße)

Fotos: Hook & Eye (1, 2, 5); Sabine Wittig (3,4,6,7)

Eine Liste meiner Lieblingsadressen in Stuttgart findest du hier.
Ein Interview mit Schöner Wohnen ĂŒber Designadressen in Stuttgart gibt’s hier.

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Shopping-Tipp in MĂŒnchen: Room to Dream

Sabine Stadtherr in ihrem Room to Dream in MĂŒnchen

Sabine Stadtherr in ihrem Room to Dream

Igor schrieb vor rund zwei Jahren ĂŒber Sabines Room to Dream und ich weiß noch, wie ich damals dachte: „Was fĂŒr ein wundervoller Laden“. Einige Monate spĂ€ter lernte ich Sabine persönlich kennen. Auf einer Buchvorstellung. Wir saßen beim Dinner nebeneinander und haben schnell gemerkt, dass wir sehr viel mehr als den Vornamen gemeinsam haben. Seitdem tauschen wir uns regelmĂ€ĂŸig aus, treffen uns auf Messen und immer, wenn ich in MĂŒnchen bin, fĂŒhrt mein Weg in ihren hĂŒbschen „Traumraum“ – nur ein paar Schritte vom Stachus entfernt.

 

Room to Dream, Lenbachplatz 7, MĂŒnchen

Der Room to Dream liegt im Herzen MĂŒnchens, nur wenige Schritte vom Stachus entfernt.

Sabine verkauft Möbel, Wohnaccessoires und kulinarische Köstlichkeiten. Mit Herz und FingerspitzengefĂŒhl ausgewĂ€hlt. Ich mag sehr, wie sie mit Farben, Nuancen und Texturen spielt und die Produkte ganz unterschiedlicher Hersteller so perfekt kombiniert.

Bevor Sabine im Mai 2013 ihren Room to Dream eröffnete, arbeitete sie als Designerin in der Modebranche. Im Interview erzĂ€hlt sie von der ErfĂŒllung ihres Ladentraums:

Magst du kurz etwas zu deinem beruflichen Werdegang sagen?

Ich wusste schon als Jugendliche, dass ich etwas Kreatives machen wollte. Mode und Innenarchitektur haben mich besonders interessiert. Ich hab‘ dann einen Studienplatz am Fashion Institute in New York bekommen und mich dort auf das Thema Stricken spezialisiert. Nach dem Studium folgten 15 Jahre als Designerin.

Room to Dream, Lenbachplatz 7, MĂŒnchen

Was hat den Ausschlag gegeben, deinen gut bezahlten Job in der Modebranche aufzugeben und den Laden in MĂŒnchen zu eröffnen?

Irgendwann fand ich meinen Arbeitsalltag nicht mehr allzu spannend. WĂ€hrend einer Inspirationsreise nach Antwerpen – meiner absoluten Lieblingsstadt in Sachen Design – habe ich einen traumhaften Interiorladen enteckt. Winzig klein, aber alles so hinreißend zusammengestellt. Da wusste ich, dass die Zeit gekommen war fĂŒr meine zweite Liebe: den eigenen Laden. Ich bin danach noch öfter nach Antwerpen gefahren und habe mich lange mit dem super netten Inhaber unterhalten. Und dann war’s soweit: Mode ade und auf zu neuen Ufern. Ein Jahr hab‘ ich mir Zeit gegeben, um alles zu planen und Business PlĂ€ne zu schreiben. Ich hatte das große GlĂŒck, ein einigermaßen bezahlbares Ladenlokal im Zentrum MĂŒnchens zu finden.

Room to Dream, Lenbachplatz 7, MĂŒnchen

Der Room to Dream hat sich sehr schnell zum Liebling von Kunden und Bloggern entwickelt – wie kam’s dazu?

NatĂŒrlich musste ich mir Gedanken machen, wie ich ohne großen finanziellen Aufwand bekannt werden könnte. Ich wollte, dass der Laden so schön wird, dass ihn auch Blogger lieben wĂŒrden. Insgeheim hatte ich mir gewĂŒnscht, dass Igor vom Happy Interior Blog, der ja in MĂŒnchen lebt, mich entdecken wĂŒrde. Und dieser Wunsch hat sich erfĂŒllt – noch bevor ich Igor eine Einladung schicken konnte, kam er vorbei und hat danach so nett ĂŒber mich geschrieben. Inzwischen mache ich zweimal im Jahr Veranstaltungen fĂŒr Blogger. Das ist immer ein riesen Spaß und unheimlich inspirierend. Ich habe dadurch schon so viele fantastische Menschen kennen gelernt. Es entstehen richtige Freundschaften – so wie bei dir und mir.

Bloggertreffen im Room to Dream in MĂŒnchen

Zweimal im Jahr lÀdt Sabine Blogger in den Room to Dream. Hier ein Schnappschuss vom by Lassen Styling Event im vergangenen September.

Der Slogan des Room to Dream ist „slow living“. Warum?

Das hĂ€ngt auch mit der Lage des Ladens zusammen. Der Room to Dream liegt ja in einer denkmalgeschĂŒtzten Oase, mit schöner GrĂŒnflĂ€che und Brunnen, nur wenige Schritte vom Chaos der HauptfußgĂ€ngerzone MĂŒnchens entfernt. Es ist genau der Kontrast, der fĂŒr mich auch unseren Alltag widerspiegelt. Hier der schnelle Rhythmus des Arbeitstages und dann die Ruhezone „Zuhause“. Alles schnell, schnell, schnell aber bitte fĂŒr Zuhause „Slow living“. So sollen die Produkte, die ich verkaufe, modern aber gleichzeitig auch langlebig sein. In der Hinsicht haben die Skandinavier uns ja einiges voraus. Ich mag deren Wohnstill, der zwar reduziert, aber gleichzeitig so „hygge“ – also gemĂŒtlich – ist.

Room to Dream

Zarte Farben, schlichte Formen, sinnliche Materialien: die perfekten Zutaten fĂŒr entschleunigtes Wohnen

Du hast in London, New York und Florenz studiert – wirken sich die EindrĂŒcke/Erfahrungen, die du durch das Leben in diesen StĂ€dten gesammelt hast, noch heute auf deinen Geschmack und/oder deine Art zu Leben aus?

Ja natĂŒrlich. FĂŒr mich ist es ganz wichtig, mir neue Anregungen zu holen. Ich bin neugierig und gehe mindestens zweimal im Jahr ins Ausland auf Inspirationssuche.

Room to Dream

Welches sind aus deiner Sicht die derzeit wesentlichen Interior Trends?

Man besinnt sich wieder auf das Handwerkliche, gerade die Liebe zu Keramik, die jetzt auch ein wenig Rustikal daherkommen darf. Nachhaltigkeit scheint fĂŒr viele Kunden wichtiger zu werden und es wird wieder mehr Wert auf QualitĂ€t gelegt.

Vor einiger Zeit hast du dein eigenes Stricklabel ins Leben gerufen 



 ja, das Stricken fehlte mir ein wenig, und so habe ich angefangen, abends auf dem Sofa ganz grobe Kissen zu machen. Ich hab‘ sie mit in den Laden genommen, und schwupps waren sie verkauft. Jetzt habe ich schon etliche Anfragen nach einer ganz groben Strickdecke, aber das schaffe ich im Augenblick zeitlich nicht. DafĂŒr stricke ich gerade jede Menge Topflappen, die sich zu einem beliebten Weihnachtsgeschenk bzw. Mitbringsel entwickelt haben und natĂŒrlich gibt es auch nach wie vor die Kissen, die ich gerne nach den WĂŒnschen meiner Kunden herstelle. Im FrĂŒhjahr werde ich auf jeden Fall an neuen Produkten fĂŒr das „Room-to-Dream“ Stricklabel arbeiten.

Room to Dream

Wunderbar schlichte Topflappen gehören ebenso zu Sabines Stricklabel wie Sofakissen, die sie gerne individuell nach den WĂŒnschen ihrer Kunden anfertigt.

Deine Kunden finden bei dir nicht nur wundervolle Dinge fĂŒr ein schönes Zuhause, mit dem Room Service bietest die auch individuelle Einrichtungsberatungen.

Ja, der Room Service ist eine tolle Sache. Den biete ich gemeinsam mit einer jungen, sehr talentierten Innenarchitektin an. Oftmals sind meine Kunden schon richtig nett eingerichtet, es fehlt aber das gewisse Etwas um alles so richtig gemĂŒtlich werden zu lassen. Da hilft es, wenn wir Experten einen Blick von „außen“ drauf werfen. Meist können wir einen Raum schon durch kleinste VerĂ€nderungen so richtig hyggelig machen. Das kostet nicht viel Geld, der Effekt ist aber sofort fĂŒhlbar.

Und wie sieht dein privater Einrichtungsstil aus?

Unaufgeregt, in den Farben weiss, grau und schwarz kombiniert mit Holz und jetzt fĂŒr den Winter viele Samtkissen, gerne auch mal in Farbe, Kuscheldecken und Fell.

Liebe Sabine, dankesehr fĂŒr den Blick hinter die Kulissen!

———-

Room to Dream, Lenbachplatz 7, 80333 MĂŒnchen
Internet: www.room-to-dream.de

Brandneu ist der Room to Dream Online-Shop: www.shop-room-to-dream.de

Und natĂŒrlich ist Sabine auch bei Facebook, Instagram und Pinterest.

Fotos: Lina Skukauske (1, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 9) und Sabine Wittig (4, 10, 11, 12)

Schöne LĂ€den und hĂŒbsche CafĂ©s in Berlin

Berlin Alexanderplatz | Foto: Sabine Wittig
Die Woche nach Ostern verbrachten Herr azurweiss und ich in Berlin. Hier sind einige unserer Hauptstadtlieblinge – sortiert nach Bezirken.

Berlin Mitte

Berline Mitte

Kontraste: Fassadendetails in Berlin Mitte

Übernachtet haben wir im Motel One am Alexanderplatz. Wir mögen den bunten, kontrastreichen Bezirk Mitte sehr und es gibt einige hĂŒbsche FrĂŒhstĂŒckscafĂ©s, die sich vom Hotel aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichen lassen.

Type Hype in Berlin Mitte | Fotos: Sabine Wittig

Perfektes FrĂŒhstĂŒck bei Type Hype in der Rosa-Luxemburg-Straße

Zum Beispiel das Oliv in der MĂŒnzstraße und das Type Hype in der Rosa-Luxemburg-Straße. Ebenfalls in der Rosa-Luxemburg-Straße hat kĂŒrzlich der auf deutsches und dĂ€nisches Design spezialisierte Concept Store Clara Stil eröffnet.

The Barn und Zeit fĂŒr Brot in Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Wunderbar fĂŒr den Kaffee zwischendurch: The Barn (links). Die vielleicht leckersten Zimtschnecken der Hauptstadt gibt’s bei Zeit fĂŒr Brot.

Wenn du gerne in kleinen LĂ€den stöberst, wirst du die Alte Schönhauser Straße lieben. Es gibt etliche hĂŒbsche Shops – z. B. den Marimekko Store – und außerdem kleine CafĂ©s (mein Highlight: Zeit fĂŒr Brot) und nette Restaurants (lecker vietnamesisch: Monsieur Vuong). Ebenfalls lohnenswert: ein Abstecher zu den beiden LĂ€den von  R.S.V.P. – Papier in Mitte in der Mulackstraße 14 bzw. genau gegenĂŒber in der Hausnummer 26.

ClÀrchen's Ballhaus in Berlin Mitte | Foto: Sabine Wittig

Lauschig: der Biergarten von ClĂ€rchen’s Ballhaus

Weiter geht’s in die Auguststraße – zum Beispiel in den lauschigen Biergarten von ClĂ€rchen’s Ballhaus, auf einen Kaffee zu The Barn oder einen New York Cheesecake zu Mogg and Melzer.

Pankow

Zweite Liebe in Berlin Pankow | Fotos: Sabine Wittig

HĂŒbsche Papeterie gibt’s in der Zweiten Liebe in Pankow

Mit S- oder U-Bahn kommst du nach Pankow, wo Tina Hustedt vor zwei Jahren die Zweite Liebe eröffnet hat. Der hĂŒbsche Laden in der Florastraße 59 ist nur wenige Gehminuten von der S-/U-Bahn-Station Pankow entfernt. Du findest hier ein feines Sortiment an Papeterie und ausgewĂ€hlte, fair produzierte (Wohn-)Accessoires. Ein paar Schritte weiter kannst du dich in dem kleinen CafĂ© Wo der BĂ€r den Honig holt stĂ€rken.

Schöneberg

J & V Vintage in Berlin Schöneberg

Leuchtreklame und andere Accessoires mit Vergangenheit findest du bei J & V Vintage in Berlin Schöneberg

Wenn du Vintage Accessoires in Industrielook magst, solltest du unbedingt bei J & V Vintage in Schöneberg (Barbarossastraße 61) vorbeischauen. Hier hab‘ ich den wunderbaren Laden schon mal vorgestellt. Ein paar Schritte weiter in der Goltzstraße 18 gibt es noch mehr Vintage – allerdings mit komplett anderer Ausrichtung: Die Kaffeestube Sorgenfrei bietet nostalgischen Nippes aus den 1950er und 1960er Jahren.

Wannsee / Lichterfelde West

Strandbad Wannsee | Foto: Sabine WittigDas etwas in die Jahre gekommene Strandbad ist der ideale Ort fĂŒr eine kleine Auszeit von der Stadt – Sandstrandfeeling inklusive.

Kaffeehaus Frau LĂŒske in Berlin Licherfelde West | Fotos: Sabine Wittig

Auf der Strecke zum Wannsee liegt die S-Bahn-Station Lichterfelde West. Von dort ist es nicht weit zu Frau LĂŒske (Baseler Straße 36), einem erst im FrĂŒhjahr eröffneten CafĂ©. Der Tipp kam von Anne, die auch am Interior Konzept mitgearbeitet hat.

Kreuzberg

Schöner wÀr's wenn's schöner wÀr in Berlin Kreuzberg | Foto: Sabine Wittig

HĂŒbsche (Wohn-) Accessoires – fair produziert: Schöner wĂ€r’s wenn’s schöner wĂ€r in Berlin Kreuzberg

In Kreuzberg möchte ich dir den Moritzplatz ans Herz legen. Direkt an der gleichnamigen U-Bahn Station findest du Modulor, das El Dorado fĂŒr Selbermacher und im selben GebĂ€ude eine richtig gut sortierte Buchhandlung mit Schwerpunkt Design. SchrĂ€g gegenĂŒber verkaufen Nicole Bednarzyk und Sylke Rademacher in ihrem Laden Schöner wĂ€r’s wenn’s schöner wĂ€r ökofaire Möbel, (Wohn-)Accessoires, Papeterie und Spielwaren (Update: Leider haben die beiden den Laden Ende 2015 geschlossen). Direkt um die Ecke bietet Treibgut Vintage Möbel und Wohnaccessoires von 1900 bis 1980.

Hallesches Haus Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Hallesches Haus in Berlin Kreuzberg

In einem alten Postamt am Tempelhofer Ufer hat im FrĂŒhjahr das Hallesche Haus seine Pforten geöffnet. Ambiente und Sortiment erinnern ein bisschen an eine Vintage Version von Manufactum. Es gibt ausgesuchte Accessoires fĂŒr Haus und Garten und dazu leckeren Kaffee und kleine Snacks (unbedingt die RosmarinplĂ€tzchen probieren!).

Mehr Berliner Lieblingsadressen findest du hier.

Fotos: Sabine Wittig

J&V – Finest Industrial Vintage Furniture

J&V Vintage in Berlin  Schöneberg | Foto: Sabine Wittig
Seit 2012 verkaufen Jools und Vince in Berlin Schöneberg Industriemöbel, Lampen, Uhren, Leuchtreklamebuchstaben und ausgefallene Kleinigkeiten mit Geschichte.

Als ich fĂŒr Herrn azurweiss‘ und meinen Berlintrip im April hĂŒbsche LĂ€den recherchierte, kam J&V mit auf unsere Liste. Der Tag, an dem Schöneberg auf dem Programm stand, war schon ziemlich verplant und wir wollten eigentlich nur kurz bei J&V vorbeischauen – sind dann aber eine ganze Stunde geblieben. Weil wir uns so gut mit der unglaublich sympathischen Jools (nicht nur) ĂŒber Vintage Design unterhalten haben und weil wir uns an den fein ausgewĂ€hlten SchĂ€tzen, die die beiden zusammengetragen haben, einfach nicht satt sehen konnten.

J & V Vintage in Berlin Schöneberg | Foto: Sabine Wittig
Suchen, Finden Sammeln. Die Passion der Ladenbetreiber fĂŒr das, was sie tun, spĂŒrt man auf Anhieb. Überall finden sich hĂŒbsche Stillleben und hier und da wird mit einem Augenzwinkern dekoriert (ist der Spielzeuggorilla nicht großartig?).

J & V Vintage in Berlin Schöneberg | Foto: Sabine Wittig

J & V Vintage in Berlin Schöneberg | Foto: Sabine WittigWer sein Herz an Vintage Objekte verloren hat, sollte bei Jools und Vince vorbeischauen. Vor Ort oder Online. Besonders beeindruckend fanden wir die Lampenauswahl. Und die Sammlung an Buchstaben – von ziemlich klein bis riesengroß.

J & V Vintage in Berlin Schöneberg | Foto: Sabine Wittig

Vintage Letter aus Messing

Als Schöneberg Souvenir haben wir ein kleines Messing-„S“ mitgenommen. Das ziert derzeit mein Arbeitszimmer.

J & V Vintage Industriemöbel, Lampen und Objekte, Barbarossastraße 61, 10781 Berlin Schöneberg. www.jandv.eu

Fotos: Sabine Wittig

HĂŒbsche CafĂ©s und Interior LĂ€den in MĂŒnchen

Der Englische Garten in MĂŒnchen an Neujahr 2015
Das Jahr 2015 begann fĂŒr Herrn azurweiss und mich im schönen MĂŒnchen. Empfangen hatte uns die bayrische Hauptstadt mit WintermĂ€rchenwetter (verabschiedet wurden wir vier Tage spĂ€ter bei grauem Regenhimmel). Wir ließen uns durch Museen, hĂŒbsche LĂ€den und nette CafĂ©s treiben – Kamera und Smart Phone blieben meistens in der Tasche. Deshalb siehst du nur diese beiden SchnappschĂŒsse vom Neujahrstag im Englischen Garten. (Eine Reisebloggerin wird aus mir wohl nie …)

Falls du einen MĂŒnchentrip planst und auf der Suche nach Tipps bist – hier sind meine aktuellen Lieblingsadressen:

Haidhausen / Au

Übernachtet haben wir in Haidhausen im Motel One. Die Zimmer sind zwar winzig, aber tiptop eingerichtet und das Personal ist super nett. Zwei hĂŒbsche FrĂŒhstĂŒckscafĂ©s – der White Rabbit’s Room (Franziskaner Straße 19) und das CafĂ© Haidhausen (Franziskaner Straße 4) – sind nicht weit entfernt. Genauso wie das Viertel rund um den Pariser Platz, in dem sich nette kleine LĂ€den tummeln,  z. B.  Lilli & Karl in der Pariser Straße 17 (Deko und Papeterie) oder 1260 Grad in der Sedanstraße 27 (wunderschöne Keramik und Deko).

Ebenfalls nicht weit vom Hotel entfernt ist das Deutsche Museum. Noch bis Ende Januar 2016 kann man sich in der – auch unter Designgesichtspunkten – sehr sehenswerten Sonderausstellung „Willkommen im AnthropozĂ€n“ darĂŒber informieren, wie der Mensch die Erde beeinflusst und welche Konsequenzen sich daraus fĂŒr unsere Zukunft ergeben (haben). FĂŒr mich mal wieder ein Denkanstoß, noch nachhaltiger als bislang zu konsumieren. Auf dem Weg zum Deutschen Museum kommst du (beinahe) automatisch bei den design pool products (Schwarzstraße 4) vorbei, einem Laden fĂŒr Industrial und Midcentury Vintage Möbel und Accessoires. Gleich um Ecke: Das Wirtshaus in der Au (Lilienstraße 51). Wir haben dieses entzĂŒckende Gasthaus vor ein paar Jahren durch Zufall entdeckt und gehen seitdem eigentlich immer, wenn wir in MĂŒnchen sind, vorbei. Das Essen ist super lecker, das Ambiente gemĂŒtlich bayrisch aber nicht ĂŒbertrieben zĂŒnftig.

Vom Glockenbachviertel ĂŒber den GĂ€rtnerplatz zum Viktualienmarkt

Das Glockenbach ist noch immer mein MĂŒnchenliebling – vor allem wegen der wundervollen CafĂ©s wie die Aroma Kaffeebar (Pestalozzistraße 24), das CafĂ© L’amar (Pestalozzistraße 28) oder das Alof (Hans-Sachs-Straße 12). Empfehlenswert: durch den Alten SĂŒdlichen Friedhof spazieren und die Eichhörnchen zwischen den historischen Grabsteinen (der Maler Spitzweg, die Physiker Ohm und Fraunhofer und andere bekannte MĂŒnchner liegen hier begraben) beobachten.

Zum Viktualienmarkt nimmst du am besten die Reichenbachstraße, trinkst noch einen Milchkaffee im Trachtenvogl (Reichenbachstraße 47), schaust bei Delikatessen (Vintage und neue Möbel und Accessoires / Reichenbachstraße 24) und Kauf dich glĂŒcklich (Reichenbachstraße 14) rein und machst einen kurzen Abstecher zu Buntpapier in der Rumfordstraße 5.

Vom Viktualienmarkt ĂŒber den Marienplatz Richtung Stachus

Nur ein paar Schritte vom Viktualienmarkt entfernt findest du das zauberhafte CafĂ© FrĂ€ulein. Über den Marienplatz geht’s weiter Richtung Stachus. Wenn du Porzellan magst, lohnt sich die Haushaltswarenabteilung von Oberpollinger. Hier gibt’s viele klassische Marken wie Rosenthal und Royal Copenhagen. Die nĂ€chste Station: der Room to Dream (Lenbachplatz 7, direkt hinter dem BMW HĂ€ndler), Sabine Stadtherrs hĂŒbscher Ladentraum fĂŒr Liebhaber skandinavischer Möbel und Wohnaccessoires.

Schwabing

In Schwabing mag ich besonders Falkenberg, Sabine Falkenbergs Concept Store (Franz-Joseph-Straße 21). Im Angebot: Wohnaccessoires, Möbel, Keramik, Mode und Kulinarisches – sehr sorgfĂ€ltig ausgewĂ€hlt und kombiniert. SchrĂ€g gegenĂŒber findest du meinen einzigen Non-Interior-Laden-Tipp, den MĂŒnchner Showroom des Modelabels Rundholz (Franz-Joseph-Straße 26). Die letzte Station ist ebenfalls ein Concept Store, das Weißglut in der Hohenzollernstraße 8.

Hach, ich könnte schon wieder meine Koffer packen …

Meine komplette Linkliste mit hĂŒbschen MĂŒnchen-Adressen findest du hier, weitere Inspirationen auf meinem MĂŒnchen Pinterest Board.

Lieblingslabel im Interview: ava&yves

Als Geraldine im Mai dieses Jahres ihren Aterlierladen in Bielefeld eröffnete, hat sie in meinem HĂ€ndlershop einige Produkte bestellt, um sie in ihr feines Sortiment aufzunehmen. Seitdem sind wir per E-Mail regelmĂ€ĂŸig in Kontakt und auf der Nordstil im Sommer haben wir uns an ihrem Messestand zum ersten Mal persönlich getroffen. Was fĂŒr ein GlĂŒck, denn Geraldine entwirft unter ihrem Label ava&yves nicht nur wundervolle Produkte aus Papier, Porzellan und Stoff, sie ist auch super nett und unheimlich herzlich.

Geraldine von ava&yves

Geraldine Koppmann Ribbrock in ihrem Atelierladen ava&yves

Ich freue mich, dass Geraldine mir trotz ihrer langen To-Do-Liste (ab Herbst ist es im Handel besonders temporeich)  ein paar Fragen zu ava&yves beantwortet hat:

Wie kam’s zu der GrĂŒndung von ava&yves?
Ich habe 2013 – wĂ€hrend der Elternzeit meines zweiten Sohns Oskar – angefangen, meine ersten Postkarten zu entwerfen und davon jeweils 250 StĂŒck drucken lassen. Diese und mein erstes Geschwisterbuch habe ich dann in den ersten LĂ€den und im Internet angeboten. Die Produkte kamen richtig gut an. Mittlerweile habe ich 160 HĂ€ndler, die meine Sachen verkaufen. Das freut mich riesig!

Porzellan und Kissen von ava&yves

Du hast in relativ kurzer Zeit viele Produkte aus ganz unterschiedlichen Materialien
entworfen und realisiert – wie hast du das hinbekommen?
Ach das hat mich von Anfang an einfach tierisch gereizt und ich wollte das alles
unbedingt einmal ausprobieren. Nach meinen ersten Papeterie-Produkten folgten die
kleinen Tierkissen. Danach zwei Porzellan-Sets. Das Porzellan macht mir besonders
Freude. Ich habe einen lieben Menschen gefunden, der mir kleine StĂŒckzahlen
produziert. So konnte ich erst einmal ausprobieren, wie die Sachen so ankommen.
Porzellan von ava&yves

Auf welche ava&yves Produkte dĂŒrfen wir uns in der Zukunft freuen?
Ich baue meine Porzellankollektion aus und warte gerade auf die Lieferung der neuen Sachen. Ich bin schon ganz aufgeregt. Auch im Papeterie-Bereich arbeite ich gerade an vielen neuen Produkten.

Geschenkpapier von ava&yves

Magst du noch ein bisschen was ĂŒber dich erzĂ€hlen?
Ok. Ich bin 35 Jahre alt, bin verheiratet und habe 2 Jungs, Yves (5) und Oskar (2). Ich wohne mit meiner Familie in Bielefeld. Hier habe ich auch Grafik-Design studiert, bin dann aber fĂŒr vier Jahre nach Hamburg gegangen. Die ersten Monate nach der GrĂŒndung von ava&yves habe ich auf unserem ausgebauten Dachboden gearbeitet. Irgendwann stapelten sich aber ĂŒberall die Kisten, so dass ich nun seit Mai 2014 einen Atlelierladen mit Lager gemietet habe.

Weihnachtskarten von ava&yves

Welche Rolle spielt dein Label in deinem Leben?
ava&yves ist sozusagen mein drittes Baby. Ich stecke da mit Freude sehr viel Herzblut und Leidenschaft rein. Ich merke aber nun auch, dass es oft gar nicht so einfach ist, diese Arbeit mit meinem Mutterdasein zu vereinen. Zum GlĂŒck habe ich mittlerweile eine tolle Mitarbeiterin, die mich super unterstĂŒtzt.

Adventbuch von ava&yves

Liebe Geraldine, dankeschön fĂŒr das Interview – ich freue mich schon auf die neuen Produkte von ava&yves!

Geraldines Atelierladen findest du in Bielefeld im Ehletruper Weg 1.
Zum ava&yves Online-Shop geht’s hier entlang.
Ein Teil von Geraldines Sortiment gibt’s zudem bei la mesa.

Fotos: ava&yves, Sabine Wittig