Unterwegs: 2,5 Tage Hamburg

Elphilharmonie Hamburg | Foto: Sabine WittigDie letzte Station auf unserer kleinen SommerstĂ€dtereise war Hamburg. Und ich hab‘ dir auch aus der schönen Hansestadt eine Handvoll Lieblingsadressen mitgebracht. Wenn du samstags in Hamburg bist und gut durchmischte FlohmĂ€rkte magst, möchte ich dir unbedingt die Flohschanze ans Herz legen. Jeden Samstag von acht bis 16 Uhr findest du rund um die Alte Rinderschlachthalle Geschirr, Kleidung, Möbel, Deko & Co. aus vielen Jahrzehnten. Wir waren vor ein paar Jahren schon einmal dort – und wie damals hat es auch heuer BindfĂ€den geregnet (deshalb gibt’s auch kein Foto). Aber wie damals sind wir auch diese Mal fĂŒndig geworden und haben unter anderem zwei hĂŒbsche Retrolampen gekauft (du siehst einen kleinen Teil der einen hier auf einem meiner Instagram-Fotos). Von der Flohschanze aus kannst du durch das Schanzenviertel schlendern, Kaffee bei Herrn Max trinken und bei Lokaldesign (wundervoller Interiorladen), im Gebrauchtwarenkaufhaus Genbrug und bei Human Empire (Interior, Papeterie und Mode) stöbern.

Klippkroog, Große Bergstraße 255, Hamburg (Altona) | Foto: Sabine Wittig

Restaurant Klippkroog in Altona

Zum (Abend-)essen empfehle ich dir den Klippkroog in Altona – nur ein paar Schritte vom S-Bahnhof entfernt. Die Einrichtung eine Augenweide (feinstes Industrial Vintage), die Mitarbeiter super nett und das Essen wahnsinnig lecker.

CafĂ© Forelle, Erzberger Straße 14, Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Café Forelle in Altona (Ottensen)

Ebenfalls in Altona findest du das CafĂ© Forelle. Schönes Interieur – der Hingucker sind wundervoll tĂŒrkisfarbene Fliesen. Wir waren erst kurz vor Ladenschluss dort, deshalb hat’s nur noch auf eine Limo gereicht. Das Essen testen wir dann beim nĂ€chsten Mal.

Das 7. Zimmer Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Das 7. Zimmer in Eppendorf

Schon lange steht das 7. Zimmer auf meiner Diese-LĂ€den-mag-ich-unbedingt-mal-besuchen-Liste. Jetzt hat’s geklappt. Auf dem Heuboden einer alten Brotfarbik findest du hier (Interior-)SchĂ€tze beinahe jeder Stilrichtung. Nostalgisches, Kurioses, AlltĂ€gliches. Barock, Industrial, Landhaus. Alles fein gemixt.

Suntree Studio, Hellkamp 60, Hamburg (EimsbĂŒttel) | Foto: Sabine Wittig

Suntree Studio in EimsbĂŒttel

Mein letzter Tipp ist ein kleiner, feiner Showroom in EimsbĂŒttel, den sich zwei kreative Frauen teilen: die Keramikerin Nata Pestune mit ihrem Label Suntree Studio und die Grafikgesignerin Friederike Stoffregen mit dem Papeterie-Label Studiofrigo. Natas Arbeit werde ich demnĂ€chst im Rahmen meiner Serie Atelierbesuche hier vorstellen.

Übrigens: Die Suntree Studio Keramik gibt’s schon bei la mesa – die hĂŒbschen Prints von Friederike werde ich ab Oktober im Sortiment haben.

Fotos: Sabine Wittig

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Inspiration am Dienstag* – Ameisenporzellan

Vase von Johanna Hitzler | Foto: Sabine WittigDas vergangene Wochenende verbrachten Herr azurweiss und ich in Ulm. Wundervollerweise war gerade Töpfermarkt in Neu-Ulm und ich hab‘ meine Porzellansammlung um zwei StĂŒcke erweitert.

Porzellan von Anna Hitzler | Foto: Sabine WittigMarkus – wir hatten uns mit ihm zum Kaffee getroffen – hatte den Markt vor uns besucht und von Johanna Hitzlers Porzellan erzĂ€hlt. Mir haben das strahlende Weiß und die schlichte Form des Geschirrs sofort gefallen. Und die Idee mit den Ameisen, die ĂŒber Vase und Teller krabbeln mag ich auch.

Porzellan von Anna Hitzler | Foto: Sabine Wittig

*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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Inspiration am Dienstag* – SpĂ€tsommerpoesie

SpÀtsommerpoesie | Foto: Sabine Wittig
Eine Kundin hat ihre Bestellung abgeholt und diese so hĂŒbsche verwaschene HortensienblĂŒte aus ihrem Garten mitgebracht.

Hortensie | Foto: Sabine Wittig
Diese blassen Rosatöne – zauberhaft!

Hortensie | Foto: Sabine Wittig
Inzwischen hab‘ ich den BlĂŒtenball zum Trocknen aufgehĂ€ngt – und bin sehr gepannt auf das Farbenspiel der kommenden Tage.

Hortensie | Foto: Sabine Wittig

*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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Unterwegs: Dessau und Potsdam

Bauhaus DessauNur rund eine Stunde dauert die Autofahrt von Leipzig nach Dessau. Wenn du dich fĂŒr Architektur und Design der Moderne interessierst, solltest du die Kleinstadt in Sachsen-Anhalt unbedingt besuchen. Unser erstes Ziel dort: das Bauhaus GebĂ€ude, das die berĂŒhmte Hochschule von 1926 bis zu ihrer Auflösung 1932 beherbergte. Heute befindet sich auf dem Areal die Bauhaus Stiftung, es gibt feste und wechselnde Ausstellungen und einen wunderbar sortierten Museumsshop. Der eigentlichen Star ist jedoch die Architektur selbst. Du solltest unbedingt eine FĂŒhrung buchen – dann erfĂ€hrst du nicht nur viel Wissenswertes, sondern kannst auch einen Blick in Gropius‘ ehemaliges Direktorenzimmer und in die WohnrĂ€ume von BauhausschĂŒlern werfen.

Bauhaus MeisterhÀuser Dessau | Foto: Sabine Wittig

Bahnbrechende Architektur in einem lichten KiefernwÀldchen: die MeisterhÀuser in Dessau

Ein zehnminĂŒtiger Spaziergang bringt dich von der Hochschule – vorbei an der von Mies van der Rohe entworfenen Trinkhalle – zur Meisterhaussiedlung. Hier lebten einst Walter Gropius, LĂĄszlĂł Moholy-Nagy, Lyonel Feininger, Georg Muche, Oskar Schlemmer, Wasily Kandinsky und Paul Klee.

MeisterhÀuser Dessau | Fotos: Sabine Wittig

Treppenhaus in typischen Bauhaus Farben

Man kann die HĂ€user auf eigene Faust besuchen – und bei schönem Wetter durch die KiefernwaldgĂ€rten spazieren. Ich wĂŒrde dir aber auch hier eine FĂŒhrung ans Herz legen. Wir hatten eine ganz wundervolle Kunsthistorikerin, die uns auf so viele Details aufmerksam gemacht hat, die wir alleine niemals entdeckt hĂ€tten.

Atelier Paul Klee in Dessau | Foto: Sabine Wittig

Marcel Breuers „Wassily Stuhl“ im ehemaligen Atelier von Paul Klee

Wie Weimar nimmt auch Dessau 100 Jahre Bauhaus im ĂŒbernĂ€chsten Jahr zum Anlass, ein neues Bauhausmuseum zu eröffnen. Wir werden also 2019 wieder einen guten Grund haben, nach Dessau zu reisen. Dann werden wir uns auch die Bauhausbauten in der Stadt anschauen, die wir dieses Mal nicht geschafft haben. Zum Beispiel die Siedlung Törten, das Kornhaus, das von Walter Gropius entworfene Arbeitsamt und die LaubenganghĂ€user.

Haus Kandinsky Dessau | Foto: Sabne Wittig

Gold und rosa: ungewöhnliche Farbkombination im Haus von Wassily Kandinsky

 

Als nĂ€chste Station auf unserer StĂ€dtereise folgte Potsdam. Da wir schon am ĂŒbernĂ€chsten Tag weiter nach Hamburg fuhren, erlebten wir die Stadt der Preußenkönige nur einen Tag und zwei Abende lang.

Potsdam | Foto: Sabine Wittig

UrsprĂŒnglich hatten wir Potsdam gar nicht auf dem Plan – wir wollten eigentlich in Berlin Station machen. Aber das erst im Januar eröffnete Museum Barberini hatte uns neugierig gemacht und die aktuelle Ausstellung (Von Hopper bis Rothko: Amerikas Weg in die Moderne – noch bis zum 3. Oktober) uns gelockt.

Museum Barberini Potsdam | Fotos: Sabine Wittig

Und der Besuch hat sich gelohnt. Architektur und Ausstellungskonzept sind nicht spektakulĂ€r, aber gut durchdacht und gut gemacht. Zum ersten Mal hatte ich bei einem Museumsbesuch nicht den Audioguide genommen, sondern mir die Werke ĂŒber die museumseigene App erlĂ€utern lassen. Sehr toll! Die App hab‘ ich noch immer auf dem iPhone und ich kann mir Ausstellung immer wieder ansehen und die Infos zu den Bildern und Exponaten (mein Highlight: Alexander Calders ‚Rote Polygone‘) anhören.

Als wir am frĂŒhen Nachmittag aus dem Barberini ins Freie kamen, war es so heiß, dass wir direkt ins nĂ€chste Museum – ins Filmmuseum – gegangen sind. Sehr sehenswert – vor allem der Blick hinter die Kulissen von „Die Legende von Paul und Paula“ und „Inglourious Basterds“ im Rahmen der stĂ€ndigen Ausstellung „100 Jahre Babelsberg“. Lecker gegessen haben wir gleich nebenan – in der Genusswerkstatt.

HollÀndisches Viertel Potsdam | Foto: Sabine Wittig

HĂŒbsches Detail im HollĂ€ndischen Viertel

An unseren beiden – sehr lauen – Potsdam-Abenden sind wir durch die Innenstadt und das HollĂ€ndische Viertel geschlendert. Ohne dabei nennenswerte (gastronomische) Entdeckungen zu machen. Deshalb gibt’s keine weiteren Restaurant-Tipps – aber dafĂŒr in der nĂ€chsten Woche einige Lieblingsadressen aus Hamburg.

Fotos: Sabine Wittig und Lars Schietinger (1)

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Inspiration am Dienstag* – Bauhaus in schwarz/weiß

Poster Bauhaus Dessau | Foto: Sabine Wittig

Diese Woche gibt’s genau dieselbe Perspektive wie in der vergangenen. Denn das, was wir vom Esstisch aus sehen, hat sich schon wieder gewandelt. (An dem TĂŒrkis hab‘ ich mich rasch sattgesehen). GlĂŒcklicherweise haben wir aus Dessau noch ein zweites Poster mitgebracht. (Genauer gesagt gibt’s noch ein drittes, das ist aber gerade weg – zum Aufziehen auf Forex, denn wir möchten es rahmenlos aufhĂ€ngen). An der Wand im Essbereich hĂ€ngt das Bauhaus nun sehr abstrakt in schwarz und weiß.

Kosmea | Foto: Sabine WittigIn der Vase: zwei frisch geschnittene Kosmeen. Bauhaus trifft Bauerngarten.

*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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Unterwegs: 2,5 Tage Leipzig

Fregehaus Leipzig | Foto: Sabine Wittig

Feiner Epochenmix in unserem Hotelzimmer im Fregehaus

In der letzten Woche hab‘ ich dir meine liebsten Entdeckungen von unserer Reise nach Weimar gezeigt. Heute lass‘ ich dir eine kleine Linkliste fĂŒr Leipzig da.

Aufs Wundervollste gewohnt haben wir im Fregehaus. Die Zimmer dieses entzĂŒckenden Hotels befinden sich in einem stattlichen, ehemaligen Kaufmannshaus in Leipzigs Zentrum. Die Hotelzimmer sind mit viel FingerspitzengefĂŒhl renoviert und komplett ohne Schnickschnack, dafĂŒr in feinem Epochenmix möbliert. GefrĂŒhstĂŒckt wird in einem kleinen Salon. Der Kaffee ist wunderbar und wir hatten selten ein so liebevoll angerichtetes FrĂŒhstĂŒcksbuffet.

Fregehaus Leipzig | Foto: Sabine Wittig

Innenhof Fregehaus

Auch wenn du nicht im Fregehaus ĂŒbernachtest – den idyllischen Innenhof solltest du dennoch besuchen. Erstens weil er dank des BlumenlĂ€dchens Saltoflorale so herrlich grĂŒn ist und weil sich hier zweitens der Eingang zu einem der schönsen LĂ€den befindet, die ich in der letzten Zeit entdeckt habe: HinnrichSINNdreißig. „Mobilien mit Stil und Geschichte“ beschreiben die sympathischen EigentĂŒmer ihr Sortiment. Hier treffen Barock auf Industrial Vintage, Klassizismus auf Midcenturymodern. Alles mit viel StilgefĂŒhl kombiniert. Wunderschön!

Dem Fregehaus direkt gegenĂŒber: das Museum der bildenden KĂŒnste. (Wir haben’s leider nicht rein geschafft, aber es steht fĂŒrs nĂ€chste Mal schon auf der to-visit-Liste).

Barcelona Bar Leipzig | Foto: Sabine Wittig

BlĂŒmchendeko im Innenhof der Tapas Bar Barcelona

In Sachen Kulinarik empfehlenswert: die Tapas Bar Barcelona (Gottschedstraße 12) und das Bistro Handbrotzeit in der Nikolaistraße 12.

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig | Foto: Sabine Wittig

Das Leben in der DDR in allen Facetten zeigt das Zeitgeschichtliche Forum. Auf dem Bild: ein Detail aus einem nachgebauten Wohnzimmer.

Interessierst du dich fĂŒr neuere deutsche Geschichte? Dann möchte ich dir das Stasimuseum in der Runden Ecke und das Zeitgeschichtliche Forum ans Herz legen. So vieles aus dem Leben in der DDR ist uns fremd, manches nur schwer zu ertragen. Mich machen solche Ausstellungen nachdenklich, traurig, wĂŒtend – aber auch unendlich dankbar fĂŒr unser Leben hier und heute, fĂŒr die Freiheit, die wir haben und dafĂŒr, dass es uns so gut geht.

Das dritte Museum, das wir besucht haben, ist das Grassi Museum fĂŒr Angewandte Kunst. 2.500 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte. Mein Highlight: der Bereich Jugendstil bis Gegenwart. Die perfekte Fortsetzung unserer Weimartour, denn auch im Grassi Museum finden sich etliche Exponate aus der Bauhaus Ära. Die Ausstellung solltest du wegen der Zusatzinfos unbedingt mit Audioguide besuchen!

Falls du FlohmĂ€rkte magst und an einem Sonntag in Leipzig bist, dann schau‘ doch, ob gerade der Antik- und Trödelmarkt auf dem Festplatz Cottaweg oder der Flohmarkt im Biergarten von Ilses Erika stattfindet. Ersterer ist recht groß und ich fand ihn ganz gut durchmischt. (Außerdem hatte ich GlĂŒck und konnte ein bisschen Rosenthal Porzellan ergattern). Der Biergarten Flohmarkt ist klein und sehr kleiderlastig – aber mit schöner AtmosphĂ€re.

Zum Durch-die-LĂ€den-Ziehen fehlte uns ein bisschen die Lust (wir wollten lieber durch den Leipziger Zoo spazieren), deshalb hab‘ ich nur zwei Shopempfehlungen: Das rote Paket in der Gottschedstraße (hier gibt’s junges, feines Design fĂŒr Groß und Klein) und den Stil Conceptstore in der Innenstadt. Hier findest du die gĂ€ngigen skandinavischen Marken.

Leipzig | Foto: Sabine WittigZweieinhalb Tage sind viel zu kurz fĂŒr diese inspirierende Stadt. Gerne hĂ€tte ich noch mehr der Galerien, LĂ€den und CafĂ©s, die ich im Vorfeld  recherchiert hatte, gesehen. Beim nĂ€chsten Mal.

Wenn du eine Reise nach Leipzig planst und auf der Suche nach einem ReisefĂŒhrer jenseits des Mainstreams bist, ist der StadtschwĂ€rmer vielleicht was fĂŒr dich. Ich hab‘ ihn letztes Jahr wĂ€hrend meines Besuchs der Designers‘ Open bekommen und viel Schönes darin entdeckt.

In der nĂ€chsten Woche gibt’s ein paar EindrĂŒcke aus Dessau und Potsdam.

Fotos: Sabine Wittig

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Inspiration am Dienstag* – Querstreifen in tĂŒrkis

Bauhaus Dessau | Foto: Sabine Wittig

Die Vintage Keramikvase hab‘ ich vorletzte Woche im Sozialkaufhaus entdeckt. Wahrscheinlich hĂ€tte ich sie stehen lassen (und Herr azurweiss wĂ€re mir dankbar dafĂŒr gewesen), hĂ€tte ihre tĂŒrkisfarbene Mitte mich nicht an die gleichfarbigen Balken in dem Bauhausdruck, der seit unserem Dessaubesuch, im Esszimmer hĂ€ngt, erinnert.

Vintage Keramik | Foto: Sabine WittigAktuell schmĂŒcken BlĂŒtenstĂ€nde der Herbstanemone die Vase. Das feine Miniporzellan von Rosenthal soll der rustikalen Keramik ein bisschen von ihrer Schwere nehmen.

Rosenthal Minikannen | Foto: Sabine Wittig

*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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KrÀftig reduziert: Pre-Relaunch-Sale bei la mesa

Sale bei la mesa

Ab Herbst zeigt sich la mesa in neuem Gewand. Die Programmierer arbeiten schon fleißig am kĂŒnftigen Outfit und einer verbesserten Technik. Und ich hab‘ ein bisschen am Konzept gefeilt. Zwar gibt’s in meinem Shop schon immer handverlesenes, ordentlich produziertes Design, aber ich möchte den Fokus noch stĂ€rker als bisher auf kleine und kleinste Labels legen. Auch das Angebot soll ein bisschen kleiner und ĂŒbersichtlicher werden – und es wird sich öfter verĂ€ndern.

Vasen von Finnsdottir | Foto: Sabine Wittig

Jetzt zum Sonderpreis: Vasen von Finnsdottir

Von einigen Marken werde ich mich trennen und rund die HĂ€lfte der aktuellen Produkte gibt’s im neuen Shop nicht mehr. Diese Artikel (es sind mehr als 150 und in den nĂ€chsten Tagen kommen weitere dazu) sind ab sofort krĂ€ftig reduziert im Pre-Relaunch-Sale zu haben. Zum Beispiel Porzellan von Finnsdottir, LeinentischwĂ€sche von Serax, einige Stempelrestexemplare, Accessoires aus Filz von Parkhaus und Hey-Sign und vieles, vieles mehr. Aber klick‘ einfach selbst.

minimal table setting | photos: Sabine Wittig

Reduziert: Keramik von 3PunktF und Finnsdottir

Was bleibt, sind meine Lieblingslabels. Z. B. Jurianne Matter und Anna Sykora. Dazu kommen mit dem Relaunch ein paar wundervolle neue Marken. Und: Die Rubrik Vintage wird ein bisschen wachsen. Ich hab‘ schon richtig, richtig schöne Sachen mit Vergangenheit hier stehen, die auf ein neues, schönes Zuhause warten.

Leinentischdecke von Serax | Foto: Sabine Wittig

Zum SchnÀppchenpreis: Leinentischdecke von Serax

Alle SchnĂ€ppchen sind lieferbar solange der Vorrat reicht. Noch mehr reduziertes Schönes gibt’s am 21. Oktober 2017 offline: beim diesjĂ€hren la mesa Open Day hier in Markgröningen.

Stempel Topfpflanzen von BasisRike | Fotos: Sabine Wittig

Reduziert: Stempel Topfpflanzen von BastisRike

Fotos: Sabine Wittig

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Unterwegs: 2,5 Tage Weimar

Elf Tage Urlaub, fĂŒnf StĂ€dte (und ebenso viele BundeslĂ€nder), elf Museen, ein Zoo, vier FlohmĂ€rkte und ein bisschen Drumrum. Mitte Juli starteten Herr azurweiss und ich zu einer kleinen Reise durch Mittel- und Norddeutschland. Die Stationen: Weimar, Leipzig, Dessau, Potsdam, Hamburg.

Es waren inspirierende Tage mit straffem Programm und am Ende hatten wir das GefĂŒhl, drei Wochen unterwegs gewesen zu sein. Herrlich. Meine liebsten Adressen zu den einzelnen StĂ€dten findest du – in einzelne StĂ€dte-HĂ€ppchen aufgeteilt – in den nĂ€chsten Tagen hier. Los geht’s mit Weimar, der Stadt, in der Goethe und Schiller wirkten, das Bauhaus gegrĂŒndet wurde und die Deutschlands erster parlamentarischer Demokratie ihren Namen gab.

Meine Weimar Highlights waren Bauhaus Museum und Bauhaus UniversitĂ€t. FĂŒr das Museum solltest du zwei Stunden einplanen und auf jeden Fall den Audio Guide nutzen. Die UniversitĂ€t besuchst du am besten im Rahmen eines gefĂŒhrten Bauhaus Spaziergangs – dann kannst du auch das ehemalige Arbeitszimmer von Walter Gropius besichtigen. Wir waren leider zu spĂ€t fĂŒr den Spaziergang, hatten aber das GlĂŒck, dass an unserem Weimarwochenende gerade die Summaery stattfand. WĂ€hrend der Summaery stellen Studierende und Lehrende Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten vor. So blieb uns das Gropius Zimmer zwar verschlossen, aber wir kamen in den Genuss inspirierender PrĂ€sentationen aus den Bereichen Architektur, Urbanistik, Kunst, Gestaltung und Medien.

2019 feiert das Bauhaus ĂŒbrigens 100. Geburtstag – dann eröffnet das neue, grĂ¶ĂŸere  bauhaus museum weimar. Wir werden dann sicher wieder kommen und auch die Orte besuchen, die wir dieses Mal nicht anschauen konnten – wie z. B. das Haus am Horn.

BauhausuniversitÀt Weimar | Fotos: Sabine Wittig

Bauhaus UniversitÀt Weimar

Goethes Wohnhaus hatten wir uns schon vor einigen Jahren angeschaut und dieses Mal ausgelassen – es ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir hatten dafĂŒr die Anna Amalia Bibliothek auf dem Programm. Auch hier lohnt sich der Rundgang mit Audioguide. Und: Am besten die Eintrittskarten schon im Vorfeld reservieren, denn der historische Ausstellungssaal ist nicht sehr groß, es kann immer nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern gleichzeitig rein und wenn der Andrang entsprechend ist, kann es sein, dass man abgewiesen wird.

Porzellanmuseum Leuchtenburg in ThĂŒringen | Bilder: Sabine Wittig

Porzellanmuseum auf der Leuchtenburg

Meine nĂ€chste Empfehlung liegt rund 45 Autominuten von Weimar entfernt: die Porzellanwelten auf der Leuchtenburg in Seitenroda bei Kahla. Wenn du das weiße Gold in all‘ seinen Facetten so gern magst wie ich, dann ist dieses Museum genau das Richtige fĂŒr dich. Vor oder nach dem Museumsbesuch solltest du dir unbedingt Zeit fĂŒr eine Pause im CafĂ© neben Kasse und Museumsshop nehmen. Und dort durch die komplett verglaste Wand die herrliche Aussicht ĂŒber das Land genießen.

Hier war Goethe nie - Designapartments Weimar | Foto: Sabine Wittig

Hier war Goethe nie – Design Apartments Weimar

Übernachtet haben wir in einem der wunderschön eigerichteten Design Apartments Weimar. Nicht nur ein perfekter Ort zum Wohnen auf Zeit sondern auch prima gelegen – zur Innenstadt kannst du gemĂŒtlich spazieren.

Café Brotklappe in Weimar | Fotos: Sabine Wittig

Die Brotklappe

Das beste FrĂŒhstĂŒck (ich sag‘ nur Brioches!) hatten wir in der Brotklappe – nur wenige Schritte von unserem Apartment entfernt. FĂŒr Kaffee und Kuchen am Nachmittag möchte ich dir die Koriat Kuchenmanufaktur ans Herz legen.

Weinbar Weimar | Fotos: Sabine WittigFĂŒr ein kleines Abendessen uneingeschrĂ€nkt empfehlenswert: die Weinbar Weimar. Neben Weinen aus aller Welt werden feine Kleinigkeiten (sie nennen es Barfood) serviert. Bei schönem Wetter unbedingt im Garten sitzen!

design we love in Weimar | Foto: Sabine Wittig

design we love

Zum Schluss noch eine feine Shoppingadresse: Mark Pohl (Inhaber der Design Apartments Weimar) verkauft in seinem kleinen, etwas versteckten Laden design we love in der Schillerstraße 22 ausgesuchtes Interior Design. Was ich besonders mag: Etliches ist made in Germany.

Drei Tage in Weimar | Foto: Sabine WittigWeimar, wir sehen uns 2019 wieder! Ich freu‘ mich schon auf 100 Jahre Bauhaus.

In der nĂ€chsten Woche gibt’s meine liebsten Leipzig-Adressen.

Fotos: Sabine Wittig

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Zu Besuch im Letterpress Studio von CĂ©line Mehl in Stuttgart

azurweiss atelierbesuch | Foto: Sabine WittigLetterpress? Mit diesem Druckverfahren stellt man die hĂŒbsche Papeterie mit den sanften Vertiefungen (ĂŒber die man am liebsten stĂ€ndig streichen mag) her. Zum ersten Mal bin ich vor rund drei Jahren mit Letterpress in BerĂŒhrung gekommen. WĂ€hrend eines Bloggerevents in CĂ©lines damaligem Atelier in Stuttgarts Heusteigviertel. Inzwischen ist die Halbfranzösin in die Silberburgstraße umgezogen. Passenderweise in RĂ€ume, in denen schon vor einem Jahrhundert Druckpressen im Einsatz waren. Denn: Das GebĂ€ude wurde in den 1890er Jahren von Carl Engelhorn, einem Stuttgarter Verleger, als Wohn- und Verlagshaus errichtet.

KĂŒrzlich habe ich CĂ©line besucht, ihr beim Arbeiten ĂŒber die Schulter geschaut, ĂŒber ihre SelbstĂ€ndigkeit geplaudert und ihr ihre Lieblings-Lunch-Adressen in Stuttgart entlockt.

Atelierbesuch bei CĂ©line Mehl | Fotos: Sabine Wittig

Leidenschaft fĂŒr Papier

„Die Liebe zum Papier – sie gehört einfach zu mir. Schon als Kind hab‘ ich unheimlich viel gebastelt, BĂŒro und Post gespielt, Alben geklebt, Brieffreundschaften gepflegt“, erzĂ€hlt CĂ©line. Nach Kunstschule, Mediendesignstudium und einigen Jahren als Grafikdesignerin in einer Werbeagentur hat sie sich 2013 ganz ihrer Leidenschaft fĂŒr Papier verschrieben und ein Letterpress Atelier eröffnet.

Letterpress Karte von CĂ©line Mehl | Foto: Sabine Wittig

Letterpress Papeterie: nicht nur optisch, auch haptisch ein Erlebnis.

Neben ihrer eigenen Kollektion (vor allem Karten, GeschenkanhĂ€nger, Poster) gestaltet CĂ©line individuelle Papeterie – z. B. Einladungen zur Hochzeit oder Sonderanfertigungen fĂŒr Unternehmen und Agenturen. Die EntwĂŒrfe entstehen am Rechner – alles andere ist Handarbeit. Der Prozess beginnt mit der Herstellung der Klischees und Filme. Das sind Schablonen, mit deren Hilfe die Druckpresse das Motiv auf das Papier ĂŒbertrĂ€gt.

Atelierbesuch bei CĂ©line Mehl | Fotos: Sabine Wittig

Bevor gedruckt werden kann, wird die Farbe gemischt. CĂ©line arbeitet mit Volltonfarben nach dem Pantone Farbsystem. Die gewĂŒnschten Farbtöne werden anhand eines Pantone FarbfĂ€chers ausgewĂ€hlt und aus verschiedenen Basisfarben gemischt. Um das richtige MischungsverhĂ€ltnis zu erreichen, werden die Basisfarben aufs Mikrogramm (!) genau gewogen. Schon kleinste Abweichungen beim Gewicht können den Farbton im gedruckten Produkt verĂ€ndern.

Atelierbesuch bei CĂ©line Mehl | Fotos: Sabine Wittig

Die fertig gemischte Farbe wird auf die Druckpresse aufgetragen und die Papeterie Bogen fĂŒr Bogen eingelegt und bedruckt (und gleichzeitig geprĂ€gt). Was sich einfach anhört, erfordert in Wirklichkeit jede Menge Geduld, GespĂŒr und handwerkliches Können. Die Maschine muss exakt auf das jeweilige Papier abgestimmt, DruckprĂ€zision und Farbauftrag mĂŒssen laufend ĂŒberprĂŒft werden. CĂ©line druckt ĂŒbrigens am liebsten auf einer echten AntiquitĂ€t: einer Chandler & Price Tiegeldruckpresse, die 1890 in Cleveland, Ohio gebaut wurde und die sie eigens fĂŒr ihr Atelier aus den USA importiert hat.

Atelierbesuch bei CĂ©line Mehl | Fotos: Sabine Wittig

Stimmt die Farbe mit dem ausgewĂ€hlten Farbton ĂŒberein? Ist die PrĂ€gung in Ordnung? Immer wieder checkt CĂ©line das Druckergebnis.

Sollen mehrfarbige Produkte entstehen, werden die einzelnen Farben nacheinander gedruckt. Jede Farbe macht ein eigenes Klischee und einen separaten Druckdurchlauf erforderlich. Ja, Letterpress ist ein aufwendiges Verfahren. Aber die Ergebnisse sind wundervoll. Auch, weil Céline sehr viel Wert auf die richtige PapierqualitÀt legt.

Atelierbesuch bei CĂ©line Mehl | Fotos: Sabine Wittig

Die Entscheidung, ihren festen Job fĂŒr die SelbstĂ€ndigkeit aufzugeben hat CĂ©line noch nie bereut. „Ich liebe die UnabhĂ€ngigkeit. So stressig und verantwortungsvoll es auch ist, und der Staat es einem nicht einfach macht, möchte ich die Freiheit, die ich als SelbstĂ€ndige habe, nicht mehr missen“, erklĂ€rt sie. „Mein perfekter Arbeitstag: Mit einem guten FrĂŒhstĂŒck und vielleicht ein bisschen Yoga in den Tag starten. Ohne Stau ins Studio fahren, das Dringlichste abarbeiten um den Stein fĂŒr den Tag fallen lassen zu können. Dann bei guter Musik Produkte konzipieren und produzieren – um am Abend mit dem guten GefĂŒhl nach Hause fahren, wieder viel erledigt zu haben.“

Atelierbesuch bei CĂ©line Mehl | Fotos: Sabine Wittig

CĂ©lines Lieblings-Lunch-Adressen in Stuttgarts SĂŒden

Wenn CĂ©line keine Lust hat, sich ihr Essen von zu Hause mitzubringen, geht sie gerne ins Claus (Deli & Eismanufaktur) in die TĂŒbinger Straße 41 oder ins Reiskorn in die Torstraße 27. FĂŒr den Kaffee zwischendurch empfiehlt CĂ©line das Misch Misch in der TĂŒbinger Straße 95.

Atelierbesuch bei CĂ©line Mehl | Foto: Sabine Wittig

Ich fand meinen Besuch bei und den Austausch mit CĂ©line sehr inspirierend. Hab‘ die AtmosphĂ€re der historischen RĂ€ume, den Geruch nach Farbe und das melodische „rtsch, rtsch“ der nostalgischen Druckpressen sehr genossen. Dankeschön, liebe CĂ©line, dass du dir trotz vollen Terminkalenders Zeit fĂŒr mich genommen hast!

CĂ©line Mehl
Dot or dash – Studio fĂŒr Letterpress & Design
www.dotordash.com

Eine kleine Auswahl von CĂ©lines Papeterie findest du auch bei la mesa.

Der Besuch bei Céline ist der Start einer neuen Rubrik auf azurweiss. Von Zeit zu Zeit werde ich kreative Menschen in ihren Ateliers und WerkstÀtten besuchen und ihre Arbeit vorstellen.

Fotos: Sabine Wittig

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