Rezept f├╝r Kirschkuchen

Rezept f├╝r Kirschkuchen | Foto: Sabine Wittig

Zeit der Kirschen. Und h├Âchste Zeit f├╝r einen Kuchen aus den roten, s├╝├čen Fruchtkugeln. Mit einem Hauch von Ingwer. Das Rezept: ganz, ganz einfach.

Rezept f├╝r Kirschkuchen | Fotos: Sabine Wittig

Zutaten f├╝r eine Springform mit Durchmesser 26 cm

150 bis 200 g S├╝├čkirschen
100 g weiche Butter
100 g Rohrohrzucker
2 Eier (Gr├Â├če M)
175 g Dinkelmehl
30 g gemahlene Mandeln
1 Teel├Âffel gemahlenen Ingwer
2 Teel├Âffel Backpulver
1 Prise Salz
Puderzucker zum Best├Ąuben

Rezept f├╝r Kirschkuchen | Foto: Sabine Wittig

Zubereitung

Die Springform mit Backpapier auslegen, Backofen auf 180 ┬░C (Ober- / Unterhitze) vorheizen.

Kirschen waschen, von Stiel und Kern befreien und halbieren.

Butter und Zucker schaumig schlagen und die beiden Eier nacheinander unterr├╝hren.

Mehl, Mandeln, Ingwer, Backpulver und Salz vermischen und unter die Butter-Ei-Masse heben. Den Teig in die Backform geben und mit den Kirschen belegen.

Im vorgeheizten Backofen ca. 35 bis 40 Minuten godbraun backen. Nach dem Ausk├╝hlen mit dem Puderzucker bestreuen.

Fotos: Sabine Wittig

Im Museum der K├Âniglichen Porzellan-Manufaktur KPM in Berlin

K├Ânigliche Porzellan-Manufaktur Berlin | Foto: KPM

K├Ânigliche Porzellan-Manufaktur Berlin | Foto: KPM

[Werbung*] Berlin. Immer wenn ich dort bin, f├╝hrt mindestens ein Weg zu KPM. Manchmal schauÔÇś ich nur in dem h├╝bschen kleinen Shop ÔÇ×The BoxÔÇť in den Hackeschen H├Âfen vorbei, meist gehtÔÇÖs aber zum Flagshipstore in die Wegelystra├če. Hier befindet sich auch das Museum des Porzellanherstellers. W├Ąhrend meiner letzten Berlinreise im M├Ąrz hab‘ ich mir daf├╝r mal wieder Zeit genommen. Seit meinem letzten Besuch vor ein paar Jahren hat sich manches ver├Ąndert.

Mitmach-Manufaktur KPM Berlin | Foto: KPM

Mitmach-Manufaktur KPM Berlin. In der Mitte an der Wand: das kobaltblaue Zepter, mit dem das Porzellan seit der Gr├╝ndung der Manufaktur gemarkt wird. | Foto: KPM

So gibt es dort jetzt die KPM Mitmach-Manufaktur. Ein sch├Âner heller Raum, in dem man den Manufakturisten nicht nur ├╝ber die Schulter schauen, sondern in Workshops auch selbst Hand anlegen kann. Ich durfte w├Ąhrend meines Besuchs ein Milchk├Ąnnchen und eine Tasse mit Henkel versehen – und wei├č Manufakturporzellan seitdem noch mehr zu sch├Ątzen. Denn: Was sich trivial anh├Ârt, erfordert au├čerordentliches Fingerspitzegef├╝hl. Der Henkel wird pr├Ązise angesetzt und mit Schlicker (so nennen Porzelliner ihren Klebstoff) fixiert. Reste des Schlickers m├╝ssen sehr schnell und sehr gr├╝ndlich wieder entfernt werden, ohne dabei Tasse oder Henkel zu verformen. Und die Gefahr ist gro├č, denn das Porzellan ist in diesem Stadium noch ganz weich.

Mitmachmanufaktur KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Geht nur mit viel Erfahrung und Gef├╝hl: die manuelle Fertigung von Porzellan. Fotos: Sabine Wittig

Den Henkel hab‘ ich zwar mehr oder weniger gerade hinbekommen, aber beim Entfernen des Schlickers hab‘ ich aufgegeben und das der Expertin ├╝berlassen.

Mitmach-Manufaktur KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Porzellan besteht aus Kaolin, Feldspat und Quarz. Die genaue Rezeptur – das Arkanum – bleibt aber ein wohl geh├╝tetes Geheimnis. Fotos: Sabine Wittig

KPM Mitmach-Manufaktur | Fotos: Sabine Wittig

Farben, Marken, Qualit├Ąt: unterschiedliche Themeninseln in der Mitmach-Manufaktur geben Einblicke in die Herstellung von KPM Porzellan. Fotos: Sabine Wittig

Auch ohne Workshop lohnt es sich, sich in der Mitmach-Manufaktur genauer umzusehen. Du erf├Ąhrst hier viele Details der Porzellanherstellung, kannst anfassen, staunen, nachvollziehen. Oder dich einfach nur inspirieren lassen.

Museum KPM K├Ânigliche Porzellan-Manufaktur | Foto: KPM

Ausstellungsraum in der K├Âniglichen Porzellan-Manufaktur Berlin | Foto: KPM

Die K├Ânigliche Porzellan-Manufaktur ist Berlins ├Ąltester noch existierender Handwerksbetrieb. Gegr├╝ndet wurde sie von Friedrich II., dem Gro├čen, der 1763 eine bestehende Porzellanmanufaktur des Berliner Kaufmanns Ernst Gotzkowsky erworben hatte. Der ‚Alte Fritz‘ selbst lie├č bei KPM 21 Hofservice f├╝r die k├Âniglichen Schl├Âsser fertigen und bezeichnete sich selbst als sein bester Kunde. Bis zur Abdankung Kaiser Wilhelms II. im Jahr 1918 war die Manufaktur im Besitz von sieben K├Ânigen und Kaisern.

Die Geschichte von KPM – sie ist eng mit der Geschichte Preu├čens und Berlins verkn├╝pft – wird in der Ausstellung anhand vieler Exponate erz├Ąhlt. Man braucht nicht unbedingt eine F├╝hrung, denn alle St├╝cke sind ausf├╝hrlich beschrieben. Aber spannender wird der Rundgang mit F├╝hrer auf jeden Fall. Ich hab‘ die Erkl├Ąrungen und Anekdoten rund um das wei├če Gold sehr genossen, viel ├╝ber die Porzellanherstellung dazugelernt und jede Menge (Kunst)Geschichtliches aus den unterschiedlichen Epochen – vom Rokoko ├╝ber das Bauhaus bis heute – erfahren.

Porzellanformen und Service Urbino im Museum bei KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Inspirierend pr├Ąsentiert: Gussformen f├╝r die Porzellanherstellung (links). Eins meiner Lieblingsgeschirre von KPM: die Serie Urbino – entworfen 1930 bis 1932 von Trude Petri (rechts). Fotos: Sabine Wittig

Ein wundervolles Highlight der KPM Welt ist die Inszenierung der historischen Ringkammerofenhalle. Die Ofenkammern – in denen einst das Porzellan gebrannt wurde – sind heute R├Ąume f├╝r die inspirierende Zurschaustellung von Geschirr, Formen, Hilfsmitteln und sogar Scherben. Herrlich!

Ringkammerofenhalle KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Die einstigen Ofenkammern werden heute als B├╝hne f├╝r kreative Inszenierungen genutzt. Fotos: Sabine Wittig

KPM Berlin Museumscaf├ę | Fotos: Sabine Wittig

Aus welcher Tasse magst du deinen Kaffee genie├čen? Im KPM Caf├ę hast du freie Wahl beim Geschirr. Ich hab‘ mich f├╝r Kurland entschieden – ein KPM Klassiker. Die Serie ist im Jahr 1790 (!) entstanden und tr├Ągt den Namen des damaligen Auftraggebers, dem Herzog von Kurland. Fotos: Sabine Wittig

Nach dem Museumsbesuch kannst du im KPM Flagshipstore st├Âbern (es gibt dort auch immer ein paar preisreduzierte II.Wahl-St├╝cke und wenn du Gl├╝ck hast, ist dein Lieblingsservice dabei) und Kaffee und Kuchen im KPM Caf├ę genie├čen.

*Dieser Beitrag ist Teil meiner Serie ├╝ber Porzellanmuseen. Ich schreibe diese Serie, weil kein anderer Werkstoff mich so fasziniert wie das wei├če Gold. KPM hat mir f├╝r diesen Artikel freien Eintritt ins Museum erm├Âglicht und eine F├╝hrung sowie einen Mini-Workshop in der Mitmach-Manufaktur organisiert. Deshalb ist mein Beitrag als Werbung gekennzeichnet. Herzlichen Dank nochmals an KPM f├╝r die spannenden und inspirierenden Stunden – und bis zum n├Ąchsten Mal!

KPM Welt
Museum und Flagshipstore
Wegelystra├če 1
Ge├Âffnet Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr
S-Bahn: Tiergarten

www.kpm-berlin.com

Fotos: KPM (1, 2, 10); Sabine Wittig (3 bis 9 und 11 bis 16)

Einladung zum Open Day am 5. Mai 2018 nach Markgr├Âningen

Einladung zum la mesa Open Day im Mai 2018Schon ganz bald ist es wieder soweit: Am Samstag, den 5. Mai werden unsere privaten R├Ąume zum Pop-Up-Store und mein Online Shop zum echten Laden. Du bist herzlich zum St├Âbern eingeladen. Die T├╝r ist von 10.00 bis 17.00 Uhr ge├Âffnet.

Papierkranz Twig von Jurianne MatterWie jedes Mal gibt es viel Inspiration, unsere geliebten Klassiker und viele neue Produkte.┬á Zum Beispiel die komplette Kollektion von Jurianne Matter, herrliches Porzellan von Anna Badur und Anna Sykora und vieles, vieles mehr. Zum Ewigbehalten und Jeden-Tag-Dran-Freuen.Vielleicht entdeckst du dein ganz pers├Ânliches Lieblingsst├╝ck, ein h├╝bsches Geschenk zum Muttertag oder ein feines Mitbringsel f├╝rs n├Ąchste Sommerfest?

Einladung zum la mesa Open Day am 5. Mai 2018 | Fotos: Sabine WittigRechtzeitig zur bevorstehenden Pflanzsaison findest du auf unserer Terrasse (Daumen dr├╝cken f├╝r sch├Ânes Wetter!) wundervolle Sommerblumen, Stauden und Kr├Ąuter f├╝r Garten und Balkon.

Porzellan von Anna Badur, Poster von Jurianne Matter bei la mesaAuch den schon traditionellen Dekoflohmarkt in der Garage haben wir wieder eingeplant. Du findest dort kr├Ąftig reduzierte Ausstellungsst├╝cke, Fotomuster und Artikel, die wir aus dem Sortiment nehmen. Plus: viele preisreduzierte Vintage-St├╝cke.

Lumikello, Pappelina und Feines&K├Âstliches beim la mesa Open Day am 5. Mai 2018 | Fotos: Stephanie Schetter und Sabine WittigWie immer ist unser Angebot am Open Day deutlich gr├Â├čer als das Sortiment im la mesa Online-Shop. So haben wir unter anderem wieder die wundervollen Upcycling Produkte (Kissen, Sitzauflagen, K├Ârbe) von Lumikello, die beliebten (Outdoor)-Teppiche von Pappelina und feine Gelees, Essige, Sirup & Co. made in Markgr├Âningen von Sabine Klotz. Und das ist noch l├Ąngst nicht alles. Lass‘ dich ├╝berraschen!

Schaust du vorbei? Wir w├╝rden uns freuen!

5. Mai 2018 von 10.00 bis 17.00 Uhr
Anemonenweg 11 in 71706 Markgr├Âningen

Falls du am Samstag nicht kannst – kommÔÇś gerne am Freitag, 4. Mai zwischen 16.00 und 20.00 Uhr – da haben wir zwar noch nicht offiziell ge├Âffnet, aber wir sind auf jeden Fall da.

Porzellan trifft Birkenrinde: Anna Badur & Moya Birchbark

Ausstellung von Anna Badur und Moya Birchbark bei Trofejas in Berlin-Charlottenburg | Fotos: Sabine WittigZwei kreative Designerinnen, beide leben in Berlin, jede f├╝hrt ihr eigenes kleines Label. Anna Badur und Anastasiya Koshcheeva. Anna entwirft Wundervolles aus Porzellan, Stoff und Stein. Anastasiya hat sich ganz der Birkenrinde als Werkstoff f├╝r ihre┬á Wohnaccessoires verschrieben. Bei einer Veranstaltung haben die beiden Frauen sich kennengelernt und arbeiten seitdem immer mal wieder zusammen. Ihr letztes Projekt: eine gemeinsame Ausstellung ihrer Produkte. Ich hab‘ die beiden im M├Ąrz – am vorletzten Tag der Ausstellung – in Berlin besucht und war begeistert, wie fein ihre Kollektionen zusammenpassen.

Anna Badur und Moya Birchbark bei Trofejas in Berlin-Charlottenburg | Fotos: Sabine WittigAnnas Arbeiten kenne ich schon l├Ąnger – vor allem ihre erst k├╝rzlich entstandenen Porzellanserien mag ich sehr. Die Teller, Becher und Vasen haben etwas Fl├╝chtiges, Leichtes. Erinnern an Wasser, Nebel, Gischt und an die permanent wechselnden Muster, die Meereswellen in Sand zeichnen. Das verwundert nicht, denn Annas wichtigste Inspiration ist die Nordseek├╝ste. Dort ist sie aufgewachsen.

Porzellanserie TIDE von Anna Badur | Foto: Sabine WittigDie Dessins werden von Hand aufgemalt und sind auf jedem St├╝ck ein bisschen anders.┬á Seit Februar gibt’s Becher und Vasen der Serie TIDE auch bei la mesa.

Moya Birchbark im Showraum Trofejas in Berlin-Charlottenburg | Fotos: Sabine WittigBirkenrinde als Material f├╝r Wohnaccessoires? Was man wohl nicht auf Anhieb in Zusammenhang bringt, ist in Wirklichkeit traditionelle sibirische Handwerkskunst. Unter ihrem Label MOYA verwandelt die deutsch-russische Designerin Anastasiya Koshcheeva das Naturprodukt in schlichtes, nachhaltiges Design.So sch├Ân. F├╝r ihre Vorratsdosen, Leuchten und Hocker nutzt sie naturbelassene Rinde aus der Taiga Sibiriens. Geerntet wird einmal pro Jahr. Dabei wird darauf geachtet, dass die innere Rindenschicht nicht verletzt wird und die B├Ąume keinen Schaden nehmen.

Vorratsdosen aus Birkenrinde von Moya und Porzellanteller von Anna Badur | Foto: Sabine WittigWomit ich nicht gerechnet h├Ątte: Die Vorratsdosen sind lebensmittelecht – Kaffee, Tee und Leckereien d├╝rfen also ohne zus├Ątzliche Verpackung rein. Die Beh├Ąlter k├Ânnen mit Wasser ausgesp├╝lt werden, ohne dass sich das Material verzieht, austrocknet oder por├Âs wird. Ziemlich gut, oder?

Showraum Trofejas in Berlin-Charlottenburg | Fotos: Sabine WittigNicht nur die Produkte von Anna und Anastasiya passen aufs Sch├Ânste zusammen – die beiden Designerinnen haben sich f├╝r ihre Ausstellung auch einen perfekten Rahmen gew├Ąhlt: den Showraum Trofejas im Erdgeschoss eines Wohnhauses in Berlin-Charlottenburg. Die eklektische M├Âblierung des Raums erzeugt spannende Stilbr├╝che und ist wunderbare B├╝hne f├╝r feines Design. Schon bald findet dort eine weitere – sicher sehenswerte – Ausstellung statt: Dieses Mal treffen Schmuck und Fotokunst aufeinander. Schau‘ doch vorbei, wenn du in Berlin wohnst – oder in der N├Ąhe bist.

Einladung zur Ausstellung im Trofejas Showraum in Berlin-Charlottenburg

Der Trofejas Showraum befindet sich in der Wielandstra├če 31 in Berlin-Charlottenburg. Einfach w├Ąhrend┬á der ├ľffnungszeiten an der Haust├╝r klingeln!

Fotos: Sabine Wittig; Ausstellungseinladung: Trofejas, ├ťlle Kouts, Jurga Graf

Unterwegs: Sp├Ątwintertage in der L├╝becker Bucht

Hohwacht an der Ostsee | Foto: Sabine Wittig
Den Februar lie├čen Herr azurweiss und ich an der Ostsee zu Ende gehen. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint und beinahe jeden Tag Sonne geschickt. Dazu frischen Wind, hin und wieder Schnee und herrlich klare Luft.
Pelzerhaken an der Ostsee | Fotos: Sabine WittigDie See blieb sanft, die Str├Ąnde waren fast immer leer. Und wundervoll unspektakul├Ąr auch unsere Ausflugsziele. Falls du eine (Winter)reise an die Schleswig Holsteinische Ostsee planst – hier ein paar Tipps:

Eutin, Holsteinische Schweiz | Fotos: Sabine Wittig

Schloss Eutin

Eutin nennt sich selbst auch augenzwinkernd „Weimar des Nordens“. Und tats├Ąchlich hat das kleine St├Ądtchen in der Holsteinischen Schweiz in puncto Sehensw├╝rdigkeiten, Kulturangebot und ber├╝hmter Pers├Ânlichkeiten (z. B. begegnete Katharina die Gro├če hier ihrem sp├Ąteren Gemahl, dem angehenden Zaren von Russland) einiges zu bieten. Die Saison beginnt allerdings erst im Fr├╝hjahr und so konnten wir vom h├╝bschen Eutiner Schloss nur den Innenhof besichtigen. Ebenfalls verschlossen (wir waren an einem Montag in der Stadt) blieb uns ein vielversprechender Tr├Âdelladen direkt am Marktplatz und leider auch die Eutiner Kaffeer├Âsterei. Der Blick durchs Schaufenster war verf├╝hrerisch und gerne h├Ątten wir den Kaffee dort probiert.
Wenn du Antiquit├Ąten magst, lohnt sich die Fahrt ins rund 25 km entfernte Ahrensb├Âk zum Antikhof Gnissau. Von au├čen wirkt das ehemalige Restaurant unspektakul├Ąr – doch hinter der Eingangst├╝r erwartet dich eine Zeitreise. Inhaberin Roswitha Zopp hat M├Âbel, Porzellan, Glas und Kurioses aus unterschiedlichen Epochen zusammengetragen und liebevoll dekoriert. Barock, Klassizismus und Jugendstil ├╝berwiegen, aber hin und wieder gibt’s auch St├╝cke aus dem Midcentury Modern.

Timmendorfer Strand | Fotos: Sabine Wittig

Timmendorfer Strand: Restaurant im Barefoot Hotel und Blick auf die Ostsee

Timmendorfer Strand. Zwiesp├Ąltig sind die Erinnerungen an dieses Ostseebad. Ein┬á herrlicher Vorfr├╝hlingstag hat uns wundervolle Augenblicke am sch├Ânen Strand beschert. Das Spazieren entlang der Promenade fanden wir wenig reizvoll. Zu langweilig die L├Ąden, zu lieblos die Caf├ęs und Kneipen. Vers├Âhnt wurden wir ein paar Schritte vom Strand entfernt, im Caf├ę-Restaurant des Barefoot Hotels. Ich hatte die Adresse zuhause schon notiert, denn ich wollte mir das von Til Schweiger ausgestattete Hotel unbedingt ansehen. Erwartet hatte ich eine ├ťberdosis Barefoot Style und war ein bisschen skeptisch. Doch das Haus ist gut gelungen. Stimmig, gem├╝tlich, unaufgeregt. Der Kaffee war fantastisch, die Bedienung unheimlich freundlich und wenn wir nicht noch ein paar andere Ziele auf unsere Liste gehabt h├Ątten, w├Ąren wir zum Abendessen geblieben.

L├╝beck | Foto: Sabine Wittig

An der Trave, L├╝beck

L├╝beck. Die Hansestadt hatte uns dieses Mal nicht ganz so sehr gefangen genommen wie bei unserem ersten Besuch im Hochsommer vor vielen Jahren. Doch Sehenswertes gibt’s an jeder Ecke und ein Bummel durch die Innenstadt ist inspirierend. Lohnend ist z. B. das St├Âbern im Auktionshaus Die Eiche oder im Museumsshop im Buddenbrookhaus.┬á Oder das Kaffeetrinken im herrlich altmodischen Caf├ę Niederegger.

Gut Panker, Hohwachter Bucht | Fotos: Sabine WittigAuch das Gut Panker kannten wir schon von einem Besuch vor etlichen Jahren. Damals hatten wir uns f├╝r drei N├Ąchte im Hotel Ole Liese eingebucht. Den Besuch dieses Anwesens mit seiner ganz besonderen Atmosph├Ąre m├Âchte ich dir unbedingt ans Herz legen. Auf dem Gut befinden sich mehrere Galerien und Gesch├Ąfte. Sehr gern mag ich Das Stilhaus – mit seinem feinen Mix aus Mode, Design, Kunst und Handwerk.

Hohwacht an der Ostsee | Fotos: Sabine Wittig

Hohwacht: historische Badeh├╝tte und Blick aufs Meer

Ein Lieblingsort unserer Reise war der Strand in Hohwacht in der Hohwachter Bucht. Die Ostsee ist hier ein bisschen rauer als in der L├╝becker Bucht, der Strand breiter. Besonders entz├╝ckend (und einzigartig in Deutschland) sind die historischen, farbenfrohen Holzh├Ąuschen, die einst direkt in die D├╝nen gebaut wurden und bis heute als Badeh├╝tten genutzt werden.

Zum Schluss noch eine Restaurantempfehlung: Krabbes Restaurant in Neustadt in Holstein. Leckeres Essen (auch vegetarisch), hübsches Interieur und ausgesprochen nettes Personal.

Fotos: Sabine Wittig

Zu Besuch im Museum der Porzellanmanufaktur F├╝rstenberg

Museum Schloss F├╝rstenberg an der Weser | Foto: F├╝rstenberg

Lohnender Zwischenstopp auf unserem Weg an die Ostsee: Das Museum Schloss F├╝rstenberg im Weserbergland. | Foto: F├╝rstenberg

Wenn du hier schon l├Ąnger mitliest, kennst du meine Schw├Ąche f├╝r feines Porzellan. ┬á Immer, wenn wir auf Reisen gehen, schaue ich, ob nicht ein Porzellanmuseum auf der Strecke liegt. Auf dem Weg in einen kurzen Ostsee-Februar-Urlaub war’s f├╝r Herrn azurweiss und mich nur ein kleiner Schlenker zum Museum der Porzellanmanufaktur F├╝rstenberg. Die Manufaktur wurde 1747 von Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenb├╝ttel gegr├╝ndet und noch heute entstehen dort die wundervollen Produkte aus ‚wei├čem Gold‘ gr├Â├čtenteils in Handarbeit. Das Museum befindet sich direkt neben der Manufaktur – im ehemaligen herzoglichen Jagdschloss. Es wurde erst im M├Ąrz 2017 – nach l├Ąngerer Umbau- und Sanierungsphase – neu er├Âffnet. Das Konzept: Die faszinierende Geschichte der Manufaktur hautnah erlebbar machen. Uns hat die Mischung aus klassischer Exponatpr├Ąsentation, kleinen Geschichten, digitaler Projektion, Besucherwerkstatt und Mitmachbereichen, in denen Anfassen ausdr├╝cklich erw├╝nscht ist, bestens gefallen. Und ich hab‘ mich gefreut, dass Museumsleiter Dr. Christian Lechelt (den ich ein ganz kleines Bisschen um seinen Job beneide) sich w├Ąhrend unseres Besuchs Zeit genommen und ein wenig aus dem N├Ąhk├Ąstchen geplaudert hat. Auch im Vorfeld durfte ich ihm einige Fragen stellen – daraus ist das folgende Interview entstanden:

Porzellanmuseum F├╝rstenberg in F├╝rstenberg an der Weser | Foto: F├╝rstenberg

Porzellangeschichte(n) – wundersch├Ân erz├Ąhlt | Foto: F├╝rstenberg

Was fasziniert Sie am Werkstoff Porzellan?

Porzellan ist ein ganz eigenwilliger und eigent├╝mlicher Werkstoff. Der ber├╝hmte Direktor der Meissener Manufaktur in den 1920er Jahren, Max Adolf Pfeiffer, hat es treffend ausgedr├╝ckt: ÔÇ×Porzellan ist der sch├Ânste Werkstoff, den der Mensch sich selbst geschenkt hat.ÔÇť Zwei Aspekte kommen hier zum Ausdruck: Zun├Ąchst die ├ästhetik des Materials. Schneewei├č, spiegelgl├Ąnzend, lichtdurchscheinend. Das ist unvergleichlich und nur dem Porzellan eigen. Es gibt kein anderes Material, das diese Qualit├Ąten besitzt. Zum anderen ist Porzellan, historisch betrachtet, so etwas wie der erste ÔÇÜKunststoffÔÇś der Menschheitsgeschichte. Denn es gibt diesen Werkstoff nicht in der Natur, er muss k├╝nstlich hergestellt werden. Es werden Rohstoffe kombiniert und einer bestimmten Prozedur unterzogen, um schlie├člich ein neues Material mit Eigenschaften zu erhalten, die Ausgangsstoffe nicht besitzen.

Neben diesen materialimmanenten Faktoren spielt auch die ├╝ber tausendj├Ąhrige Geschichte des Porzellans eine gro├če Rolle. Zun├Ąchst war die Porzellanherstellung das Privileg Ostasiens. Er- oder besser gefunden in China, dann auch in Korea und Japan etabliert, gelangten erste St├╝cke im Mittelalter nach Europa. Dort sorgten sie f├╝r Staunen und Furore, da die Vasen und Schalen unvergleichbar waren mit allen anderen keramischen Erzeugnissen, zu deren Fertigung man damals in Europa in der Lage war. Da man sich nicht erkl├Ąren konnte, wie diese Objekte beschaffen und hergestellt worden waren, glaubte man, es mit Wunderdingen zu tun zu haben. Tats├Ąchlich galt Porzellan bis in die Neuzeit als wundert├Ątig, giftanzeigend oder giftneutralisierend. Deshalb geh├Ârten Porzellanobjekte in jede gute Kunst- und Wunderkammer und wurden damit ein Teil h├Âfischer Repr├Ąsentation.

Mit der Entdeckung des Seewegs nach Ostasien begann ein reger Warenaustausch und immer mehr Porzellan gelangte seit dem 17. Jahrhundert nach Europa. Aus den vermeintlichen wundert├Ątigen Objekten wurden nun begehrte Luxusartikel, die man in m├Âglichst gro├čer F├╝lle besitzen musste. Jetzt begann man auch, das Porzellan nicht nur ob seiner Sch├Ânheit und Eigenwilligkeit zu bewundern, sondern es auch zu benutzen. Zugleich entstanden die ersten Porzellansammlungen und ÔÇô von den Niederlanden ausgehend ÔÇô setzte die Mode der Porzellankabinette ein, die schlie├člich bis weit ins 18. Jahrhundert hinein zu einem integralen Bestandteil der Schlossbaukunst wurden.

Analog zu dem Europa erfassenden Porzellanfieber wurde an vielen Orten und von vielen Menschen versucht, hinter das Geheimnis, das Arkanum des Porzellans zu kommen. Doch trotz au├čergew├Âhnlicher und phantastischer Leistungen wie dem Mediciporzellan in Florenz oder den franz├Âsischen Frittenporzellanen, gelang es nicht, echtes Porzellan zu erzeugen. Erst 1708 schlug die Geburtsstunde des europ├Ąischen Porzellans, als es Johann Friedrich B├Âttger, Ehrenfried Walther von Tschirnhaus sowie einer ganzen Reihe versierter Fachleute der Bergakademie in Freiberg gelang, in Sachsen echtes Porzellan zu erzeugen. Faszinierend an der Entdeckung des Arkanums ist vor allem, dass es sich nicht um einen Zufallsfund handelte ÔÇô wie es gerne auch heute noch kolportiert wird ÔÇô, sondern eine ganz zielgerichtete und mit wissenschaftlicher Genauigkeit gef├╝hrte Unternehmung war. Daraus entstand schlie├člich ab 1710 die Meissener Manufaktur, wenn man so will, die Mutter aller Manufakturen Europas.

Mix & Match: verschiedene Porzellanserien im Museum der Manufaktur F├╝rstenberg | Fotos: Sabine Wittig

Anfassen und mixen erw├╝nscht: verschiedene F├╝rstenberg Porzellanserien d├╝rfen und sollen von den Besuchern nach Herzenslust kombiniert werden.

Was ist f├╝r Sie typisch F├╝rstenberg?

F├╝rstenberg blickt auf der einen Seite zur├╝ck auf eine 270j├Ąhrige, faszinierende Geschichte. Dies k├Ânnte eine geradezu erdr├╝ckende Traditionslast erzeugen, doch F├╝rstenberg sieht dieses Erbe in meinen Augen als stete Herausforderung. Die Manufaktur hat sich nie auf den Lorbeeren eines omin├Âsen Fr├╝her ausgeruht, sondern stets mit dem Blick auf die Gegenwart agiert. So ist gerade auch das 21. Jahrhundert eine hochspannende Phase der F├╝rstenberg Geschichte, denn die Manufaktur hat sich selbstbewusst als eine moderne Luxusmanufaktur neu aufgestellt. Dieser Prozess ist ├Ąu├čerst faszinierend, da F├╝rstenberg auf diese Weise an die Gr├╝ndungsgeschichte einer herzoglichen Unternehmung anschlie├čt, ohne aber in die Falle der Nostalgie zu tappen. Vielmehr entstehen aus der Frage, was eigentlich eine moderne Manufaktur ausmacht, herausragende, anspruchsvolle und innovative Produkte von zugleich poetischer Qualit├Ąt.

Museum der Porzellanmanufaktur F├╝rstenberg in F├╝rstenberg an der Weser | Foto: Sabine Wittig

Der Zeitgeist des 19. Jahrhunderts: die Form Empire mit aufw├Ąndigem Dekor

Haben Sie ein Lieblingsst├╝ck in der Ausstellung?

Eigentlich sind mir alle Objekte der Museumssammlung gleich lieb, da jedes Objekt mit so viel Geschichte und Geschichten aufgeladen ist. Selbst ein scheinbar banales St├╝ck entpuppt sich bei genauerem Hinsehen und tiefergehender Besch├Ąftigung als Faszinosum. Deshalb war es auch besonders wichtig, sich bei der Auswahl der Objekte f├╝r die Dauerausstellung streng zu beschr├Ąnken, um nicht auszuufern. Gerade weil jedes St├╝ck seine besondere W├╝rde hat, war es mir sehr wichtig, ihm den n├Âtigen Raum zur wirkungsvollen Entfaltung zu geben.

Besucherwertstatt im Porzellanmuseum F├╝rstenberg | Fotos: Sabine Wittig

Wie kommt der Henkel an die Kanne? Wie wird eine Figur gegossen? Und wie entstehen eigentlich die filigranen Durchbruchk├Ârbe? In der Besucherwerkstatt konnten wir einer Manufakturistin ├╝ber die Schulter schauen.

Welches ist das ├Ąlteste Exponat?

Zu den ├Ąltesten Exponaten in der Ausstellung ÔÇô und zugleich auch kuriosesten ÔÇô geh├Âren ein Teller und eine Tasse mit Untertasse, die von Johann Christoph Glaser bemalt wurden. Glaser war eine sehr umstrittene, zweifelhafte Pers├Ânlichkeit in der Geschichte der Manufaktur. Er kam wohl schon 1744 an den herzoglichen Hof, um sich als Arkanist anzudienen. Er muss erfahren haben, dass der Herzog von Braunschweig die Gr├╝ndung einer Manufaktur ins Auge gefasst hatte. Der Glaser behauptete nun, im Besitz des Wissens um die Porzellanherstellung zu sein und wurde daraufhin beauftragt, eine Manufaktur aufzubauen. 1747 verf├╝gte dann der Herzog, dass das Unternehmen in dem Jagdschloss seiner Vorfahren in F├╝rstenberg einzurichten sei. Glaser experimentierte, versuchte und probierte in den folgenden Jahren mehr oder minder engagiert, letztlich┬á aber erfolglos. Denn es stellte sich heraus, dass er seinen vollmundigen Versprechungen keine Taten folgen lassen konnte. Kurz gesagt: er war ein Hochstapler. Es war ihm aber gelungen, sowohl den Herzog als auch den ihm zur Aufsicht ├╝bergeordneten Manufakturdirektor jahrelang zu narren und mit (leeren) Versprechungen bei der Stange und den Geldfluss am Leben zu halten. Schlie├člich flog der Betrug aber auf und man stellte fest ÔÇ×Glaser ist vom echten Porzellan so weit entfernt wie Messing vom GoldeÔÇť ÔÇô und jagte ihn aus F├╝rstenberg fort.

Es ist bei altem Porzellan selten, ein Objekt einem bestimmten Menschen zuschreiben zu k├Ânnen (einem Porzellanmaler oder einem Dreher, oft kennt man noch nicht einmal den Entwerfer). Daher ist es umso aufregender, dass wir St├╝cke zeigen k├Ânnen, die ausgerechnet durch die H├Ąnde dieses Scharlatans gegangen sind.

F├╝rstenberg Jahreshasen | Foto: Sabine Wittig

Die F├╝rstenberg Jahreshasen sind beliebte Sammelobjekte.

Bald wird zus├Ątzlich zur Dauerausstellung das Schaumagazin er├Âffnet …

… das Schaumagazin ist die letzte Ausbaustufe der Dauerausstellung. Der Sammlungsbestand ist sehr umfangreich, er umfasst etwa 20.000 Objekte. Es ist verst├Ąndlich, dass wir davon nur einen kleinen Teil in der Dauerausstellung zeigen k├Ânnen. Jedoch m├Âchten wir unsere Besucher zumindest ansatzweise den einmaligen Reichtum unserer Best├Ąnde erleben lassen, denn in keinem anderen Museum gibt es eine derart umfangreiche und nahezu enzyklop├Ądische Sammlung von F├╝rstenberg Porzellan.

Herr Dr. Lechelt, dankesch├Ân f├╝r die Einblicke in Ihre Arbeit und die Welt des Porzellans!

Besucherwerkstatt Porzellanmuseum F├╝rstenberg | Foto: Sabine Wittig

Nicht alle Dekore werden aufgemalt. Einige entstehen mit Hilfe aufgelegter Druckbilder. Auch wie das funktioniert erf├Ąhrt man in der Besucherwerkstatt.

Sch├Ân war’s in F├╝rstenberg. Inspirierend und faszinierend. Und irgendwann, wenn uns eine Urlaubsfahrt wieder ins Weserbergland f├╝hrt, kommen wir bestimmt nochmal. Um das Schaumagazin zu besichtigen, um ├ťbersehenes zu entdecken und um erneut im Werksverkauf, der nur ein paar Schritte vom Museum entfernt liegt, zu st├Âbern.

Historisches Treppenhaus im Museum Schloss F├╝rstenberg | Foto: F├╝rstenberg

Ganz in Wei├č: das historische Treppenhaus des Museums | Foto: F├╝rstenberg

Mit diesem Beitrag starte ich eine lose Serie ├╝ber Porzellanmuseen. Ich hab‘ in den letzten Jahren etliche besucht – manche auch mehrmals – und bin jedes Mal aufs Neue fasziniert. Vielleicht kann ich dich ein wenig mit meiner Begeisterung f├╝r Porzellan anstecken? F├╝r diesen Beitrag hat F├╝rstenberg mir freien Eintritt ins Museum erm├Âglicht. Dankesch├Ân daf├╝r!

Fotos: F├╝rstenberg (1,2, 11), Sabine Wittig (3 bis 10)

F├╝nf Lieblingsentdeckungen der Ambiente 2018

Das sind meine f├╝nf sch├Ânsten Entdeckungen der diesj├Ąhrigen Ambiente, die im Februar mehr als 134.000 Fachbesucher aus 168 L├Ąndern nach Frankfurt gelockt hatte:

Porzellan von Anna Diekmann, Berlin. | Foto: Sabine Wittig

Porzellan von Anna Diekmann, Berlin. Foto: Sabine Wittig

Wundersch├Ân schlicht, nat├╝rlich und ein kleines Bisschen unperfekt: Die Produktdesignerin Anna Diekmann gestaltet und fertigt Porzellangef├Ą├če in herrlichen Farben. Sahneh├Ąubchen sind die erg├Ąnzenden Accessoires aus Metall.

Accessoires aus Terrakotta und Holz | Foto: Kristina Dam Studio

Accessoires aus Terrakotta und Holz | Foto: Kristina Dam Studio

Minimalistisch, monochromatisch und komplett zeitlos: M├Âbel und Wohnaccessoires von Kristina Dam Studio aus Kopenhagen.

Banksy . Girl with Balloon | Foto: Marije Kuiper | Copyright: IXXI www.ixxiyourworld.com

Banksy . Girl with Balloon | Foto: Marije Kuiper | Copyright: IXXI www.ixxiyourworld.com

Ein Highlight f├╝r Streetartfans: IXXI aus den Niederlanden hat jetzt auch Fotomotive des britischen Graffitik├╝nstlers Banksy im Programm – zum Beispiel das M├Ądchen mit Ballon.

Lyngby Porzellan | Foto: Lyngby

Lyngby Vasen und Kerzenleuchter | Foto: Lyngby

Die Lyngby Vasenfamilie hat Zuwachs bekommen: zwei h├╝bsche, unterschiedlich hohe Kerzenleuchter mit den typischen Rillen.

Mobile Symphony von Flensted | Foto: Flensted

Mobile Symphony von Flensted | Foto: Flensted

Die Mobiles des Familienunternehmens Flensted werden in D├Ąnemark handgefertigt. Mein Favorit ist die Version ‚Symphony‘ aus schlichten, naturfarbenen Holzkugeln.

Fotos: Sabine Wittig (1), Kristina Dam Studio (2), Marije Kuiper (3), Lyngby (4), Flensted Mobiles (5)

Inspiration am Dienstag – Fr├╝hlingsblumen

Fr├╝hlingsblumenstrau├č | Foto: Sabine WittigDer Sonntagskaffeeklatschbesuch brachte einen wundersch├Ânen Fr├╝hlingsstrau├č mit. Anemonen, Rosen, Hyazinthen und Ranunkeln. Feine Pinkt├Âne, etwas Wei├č und frisches Gr├╝n. Sch├Ân besonders: die filigranen Zweige des Asparagus.

Blumen und helles Holz | Foto: Sabine WittigWie so oft, teilen Str├Ąu├če sich bei mir nicht lange nur einer Vase.

Hues of pink | Foto: Sabine WittigIch verteile die Bl├╝ten gerne auf mehrere Gef├Ą├če – so hab‘ ich meist viel l├Ąnger Freude an den Sch├Ânen.

Zartrosa Bl├╝ten und helles Holz | Foto: Sabine Wittig

Lindform Vase | Foto: Sabine Wittig

Bezugsquellen:
Zartosa Porzellanvase: Lyngby
Holzvasen, Holzschale: kommod (├╝ber la mesa)
Holzbox: rig tig by Stelton
Schmale Porzellanvase: Flohmarkt
Kleine Kugelvase: Lindform (├╝ber Room to Dream)
Metalltablett Kaleido: Hay

Fotos: Sabine Wittig

Unterwegs: langes Herbstwochenende in Berlin

An der Spree im Herbst 2017 | Foto: Sabine Wittig

Entlang der Spree

Recht spontan waren Herr azurweiss und ich vergangenen November mal wieder im sch├Ânen Berlin. Drei Tage, in denen das Wetter best├Ąndig zwischen tr├╝bgrau und sonniggold hin und her wechselte.

Berlin Wei├čensee im November 2017 | Fotos: Sabine Wittig

Berlin Wei├čensee

Ich plane unsere Reisen im Vorfeld gerne – mehr oder weniger akribisch – durch. Erstelle Listen mit Caf├ęs, Restaurants, L├Ąden, Museen & Co. und notier‘ mir die besten Verbindungen mit den ├Âffentlichen Verkehrsmitteln. Einfach, um die Zeit optimal zu nutzen und nichts Spannendes zu ├╝bersehen. Dennoch lassen meine Listen stets gen├╝gend Raum f├╝r Abweichungen und wir halten uns nicht sklavisch an Geplantes.

Diese Ziele standen dieses Mal auf der Agenda: das Studio Hausen in Wei├čensee, der Laden des Design Labels Neue Tische und der Showroom von Objekte unserer Tage in Mitte, das Hansaviertel und der Flohmarkt in der Stra├če des 17. Juni. Der Rest ergab sich von alleine.

Studio Hausen Berlin | Foto: Anne Deppe

Regalsystem Link Eiche/schwarz | Foto: Anne Deppe

Durch eine Pressemitteilung, die mir vor einiger Zeit ins Postfach flatterte, war ich auf das sch├Ân schlichte Regalsystem ‚Link‘ des Designers J├Ârg H├Âltje aufmerksam geworden. Bevors nach Berlin ging hab‘ ich J├Ârg gefragt, ob er mir ein bisschen was ├╝ber sein Label Studio Hausen erz├Ąhlen mag und wir haben uns in seinem B├╝ro auf dem Areal einer ehemaligen Bilderleistenfabrik in Wei├čensee verabredet.

Regalsystem Link von Studio Hausen | Foto: Anne Deppe

Regalsystem Link Eiche/wei├č | Foto: Anne Deppe

Das Design des Regals hat mir schon auf den Bildern gefallen. Die Qualit├Ąt hat mich dann vor Ort ├╝berzeugt. Was ich besonders mag: Produziert wird ausschlie├člich in Deutschland. Gutes Material, solide Handwerksarbeit, kurze Wege. Das Holz f├╝r die Regalbretter kommt aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus Europa. Es gibt keine Kleber oder andere Chemikalien, die sich negativ auf das Wohnklima auswirken k├Ânnten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Labels, die m├Âglichst schnell m├Âglichst viele Produkte auf den Markt bringen, konzentriert J├Ârg H├Âltje sich zun├Ąchst auf dieses eine Regal. Als Kunden haben wir dennoch gen├╝gend Auswahl. Denn es gibt die Bretter in unterschiedlichen L├Ąngen und drei verschiedenen Holzarten (Eiche natur, Esche natur und Esche schwarz gebeizt) und die B├╝gel sind in schwarz oder wei├č zu haben. Au├čerdem wird das Regal bei Bedarf kleiner oder gr├Â├čer – verschiedene Packages machen’s m├Âglich.

Ich fand den Ausflug nach Wei├čensee ├╝brigens nicht nur wegen des Treffens mit J├Ârg spannend. Wei├čensee ist ein Bezirk mit ganz eigenem Reiz. Manche Stra├čenz├╝ge wirken – beinahe kulissenartig – als w├Ąre die Mauer eben erst gefallen. Verlassene Geb├Ąude, verblasste Schrift an Fassaden, demolierte Briefk├Ąsten und dazwischen – vereinzelt – wie aus dem Ei gepellte frisch renovierte H├Ąuser.

Hansaviertel Berlin | Foto: Sabine Wittig

Hansaviertel

Wenn du dich f├╝r Architektur der 1950er Jahre interessierst, m├Âchte ich dir einen Spaziergang durchs Hansaviertel ans Herz legen. Zur Internationalen Bauaustellung 1953 planten Architekten aus aller Welt – darunter Alvar Aalto, Egon Eiermann, Walter Gropius, Arne Jacobsen und Oscar Niemeyer – Einfamilienh├Ąuser, Mehrfamilienh├Ąuser und ├Âffentliche Geb├Ąude.

Hansaviertel Berlin | Foto: Sabine Wittig

Hansaviertel

Insgesamt 35 Objekte wurden realisiert – und so lassen sich heute wundervolle Perlen des ‚Neuen Bauens‘ auf recht kleinem Raum bestaunen. Ich h├Ątte ja am liebsten an einigen T├╝ren gel├Ąutet und mich auch im Inneren der H├Ąuser umgesehen. Das Hansaviertel erreichst du per S-Bahn (Haltestelle Bellevue) oder U-Bahn (Haltestelle Hansaplatz).

Showroom Objekte unserer Tage Berlin | Foto: Sabine Wittig

St├╝hle ‚Schulz‘ im Showroom von Objekte unserer Tage (OUT)

Im Juni letzten Jahres erreichte mich die Einladung zur Er├Âffnung des Showrooms der Objekte unserer Tage (OUT). Extra deshalb nach Berlin zu fahren w├Ąr‘ ein bisschen zu aufw├Ąndig geworden, aber ich hab‘ mir die Adresse gespeichert. Weil: Die M├Âbel des jungen Labels fand ich auf Anhieb und durch die Bank unheimlich sch├Ân. Schlicht sind sie, raffiniert, geradlinig. Einfach gut!

Showroom Objekte unserer Tage Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Showroom Objekte unserer Tage

Und wie J├Ârg H├Âltje setzen auch drei OUT Inhaber auf Made in Germany. Daf├╝r arbeiten sie Hand in Hand mit spezialisierten Handwerksbetrieben und ausgew├Ąhlten Manufakturen. Das Ergebnis: hochwertiges, langlebiges Design. Mag ich. Du findest den OUT Showroom im Haus des Reisens, in der Alexanderstra├če 7.

Nicht weit entfernt vom Haus des Reisens – in der Rosa-Luxemburg-Stra├če 35 – befindet sich das Studio Neue Tische. Schon bei unserem letzten Berlinbesuch hatten Herr azurweiss und ich dort einen sch├Ânen, schlichten Esstisch entdeckt (wir waren schon seit l├Ąngerem auf der Suche). Leider hatte das Studio damals geschlossen und wir mussten mit dem Blick durchs Schaufenster Vorlieb nehmen. Dieses Mal hatten wir uns angek├╝ndigt, konnten den Tisch genau betrachten und bef├╝hlen. Wir waren uns schnell einig, dass er unseren 25 Jahre alten Buchetisch w├╝rdig ersetzen w├╝rde und haben ihn bestellt. Im M├Ąrz soll er geliefert werden. Unsere Vorfreude ist gro├č.

Flohmarkt in der Stra├če des 17. Juni Berlin | Foto: Sabine Wittig

Tr├Âdelmarkt an der Stra├če des 17. Juni

F├╝r Samstag hatten wir uns den Flohmarkt an der Stra├če des 17. Juni (direkt am S-Bahnhof Tiergarten) vorgenommen. Das Angebot dort ist toll. Wir haben viel hochwertiges Vintage Porzellan (KPM, Meissen, Rosenthal) gesehen und feines Design von Art D├ęco bis Midcentury Modern entdeckt. Die Mu├če zum intensiven St├Âbern und Einkaufen ist uns etwas abhanden gekommen, denn es war an dem Tag sehr kalt und┬á sehr windig. Gl├╝cklicherweise sind’s vom Tr├Âdelmarkt zum Caf├ę der Porzellanmanufaktur KPM nur ein paar Schritte und wir haben uns mit feinem Kaffee aus feinem Porzellan f├╝rs Frieren entsch├Ądigt.

Guten Kaffee getrunken (und nebenbei h├╝bsches Fahrraddesign bewundert) haben wir au├čerdem im Steel Vintage Bike Caf├ę in Mitte (Wilhelmstra├če 91). Das beste Abendessen (kreative Schweizer K├╝che) hatten wir im Nola’s am Weinberg in der Veteranenstra├če 9. Auf dem Weg dorthin sind wir ├╝ber Chairs gestolpert – ein kleines Eldorado f├╝r Liebhaber von Vintage St├╝hlen aus dem Midcentury Modern.

Im R├╝ckblick zu unserer Reise nach Leipzig im letzten Sommer hatte ich schon auf das Zeitgeschichtliche Forum verlinkt. Der Besuch dort hatte uns damals unheimlich beeindruckt. Tr├Ąger des Zeitgeschichtlichen Forums ist die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die auch in Berlin zwei unbedingt besuchenswerte Ausstellungen zeigt: Alltag der deutschen Teilung im Tr├Ąnenpalast und Alltag in der DDR im Museum der Kulturbrauerei.┬áWir haben die beiden Ausstellungen an einem Tag besucht. Im Tr├Ąnenpalast waren wir gerade noch rechtzeitig um an einer F├╝hrung teilzunehmen – sehr, sehr empfehlenswert. Intensiver kann man das Leben in der DDR wohl kaum nachempfinden, wenn man – wie ich – das Leben dort nur vom H├Ârensagen kennt.

Im M├Ąrz steht die n├Ąchste Berlinreise an und die Liste der Ziele entsteht gerade. Charlottenburg spielt eine gro├če Rolle.

Fotos: Anne Deppe (4,5), Sabine Wittig (1-3; 6-11)

Inspiration am Dienstag – Magnolien

Magnolien | Foto: Sabine Wittig
W├Ąre unser Garten nicht so klein, ich w├╝rde eine Magnolie pflanzen. Gar nicht so sehr, um ihre kurze Fr├╝hjahrsbl├╝te drau├čen zu bewundern. Denn noch mehr mag ich ihre Zweige, Knospen und Bl├╝ten – schon im Winter – drinnen.

Papierkranz Twig von Jurianne Matter | Foto: Sabine Wittig
Unsere Blumenh├Ąndlerin hatte am Samstag erste Magnolienzweige im Angebot und zwei Exemplare stehen seitdem im Esszimmer.

Magnolienbl├╝te | Foto: Sabine Wittig
Beinahe st├╝ndlich ver├Ąndern sie sich. Aus Knospen werden sehr schnell Bl├╝ten und aus Bl├╝ten auch sehr schnell Verbl├╝htes.

Magnolienbl├╝te | Foto: Sabine Wittig
Aber vielleicht ist’s gerade ihre Fl├╝chtigkeit, die wir an der Magnolie so lieben?

Minimagnolien | Foto: Sabine Wittig
Fotos: Sabine Wittig