Was machst du jetzt eigentlich?

Seitdem ich (z.B. hier) das Ende meines Online-Shops angekĂŒndigt hab‘, haben mich etliche Fragen von euch erreicht. Und ich dachte, ich beantworte die hĂ€ufigsten einfach hier nochmal. FĂŒr alle. Also:

Was arbeitest du jetzt?

Ich hab‘ das nie offensiv kommuniziert, aber la mesa war immer ein ‚Nebenher‘. Im Hauptjob arbeite ich seit mehr als 17 Jahren freiberuflich als PR-Beraterin und Texterin. Darauf konzentriere ich mich jetzt wieder.

Und was machst du da genau?

In der Hauptsache schreibe ich Kommunikationskonzepte und ich texte z. B. fĂŒr Internetseiten, Mitarbeiterzeitschriften, Corporate Blogs, Newsletter und PowerPoint-PrĂ€sentationen.

Konntest du alle Produkte aus deinem Shop verkaufen?

Nein – das hatte ich auch nicht erwartet. Ich hatte in den letzten Monaten nur noch wenig Ware nachgeordert und praktisch keine neuen Produkte mehr aufgenommen, sodass das Lager angenehm luftig wurde. Seit Mitte November gab’s großzĂŒgige Rabatte in meinem Shop – da wurde nochmal krĂ€ftig bestellt und vieles war am Ende ausverkauft. Aber es ist schon noch ein bisschen was ĂŒbrig.

Was machst du mit den Sachen, die nicht verkauft wurden?

Einige LieblingsstĂŒcke hab‘ ich mir fĂŒr mich selbst genommen. Manches kommt in den ‚Geschenkevorratsschrank‘. Dort sammle ich HĂŒbsches um immer ein PrĂ€sent oder ein kleines Mitbringsel zur Hand zu haben. Die restlichen Dinge werden im Freundeskreis verschenkt bzw. gehen ins Sozialkaufhaus.

Hase aus Bisquitporzellan | Foto: Sabine Wittig

Wirst du auch deinen Blog schließen?

Nein – ganz im Gegenteil. Der Plan ist, wieder sehr viel hĂ€ufiger zu bloggen. Das Stylen und Fotografieren der Produkte war mit meine LieblingsbeschĂ€ftigung als Shopbetreiberin und ich freue mich drauf, bald wieder mehr Zeit und Muße dafĂŒr zu haben.

Gehst du weiterhin auf Messen?

Die ĂŒblichen Branchenmessen lasse ich jetzt erst mal ausfallen. Ehrlich gesagt, bin ich wĂ€hrend der letzten Jahre ein bisschen messemĂŒde geworden. Aber kleinere Veranstaltungen abseits des Mainstreams werde ich nach wie vor besuchen. Ich mag die Interiorwelt ja schon gern und find’s nach wie vor spannend, vor allem kleine und besondere Marken zu entdecken. Nachdem la mesa nun wegfĂ€llt, soll mein Blog (auch) zur Sammelstelle fĂŒr kleine und kleinste Labels werden. Im nĂ€chsten Jahr – und mit etwas Abstand – gehe ich vielleicht wieder zur Ambiente nach Frankfurt oder zur Möbelmesse nach Köln. Mal sehen.

Glas, Samt und Porzellan | Foto: Sabine Wittig

Was passiert mit dem Raum, in dem la mesa untergebracht war?

Das ist mein aktuelles Lieblingsprojekt! Aus dem la mesa Showroom (der sich ja im Untergeschoss unseres Wohnhauses befand) wird eine Kombination aus Atelier (zum Fotografieren fĂŒr azurweiss), Bibliothek und GĂ€stezimmer. In den nĂ€chsten Tagen werden die letzten Regale abgeholt. Sobald der Raum leer ist, geht’s an die Planung und Neugestaltung. Die wichtigste Neuanschaffung wird ein Schlafsofa fĂŒr GĂ€ste sein. Falls du da Tipps hast – schreib‘ mir gerne unter sw@nullsabine-wittig.de . Ich hab‘ mir noch nicht so wahnsinnig viele Gedanken dazu gemacht und freu‘ mich ĂŒber jede Anregung!

Mir bleibt jetzt noch, ein letztes Mal Dankeschön zu sagen. FĂŒr die vielen Bestellungen, die netten Kontakte, die schönen RĂŒckmeldungen und fĂŒr die vielen persönlichen Begegnungen auf Messen, Veranstaltungen und wĂ€hrend der Open Showrooms hier bei uns im Haus.

Es waren wundervolle 13 Jahre! Danke!

la mesa small interior labels

Fotos: Sabine Wittig, Mirja Höchst

#shopsmallandhappy2018

{Werbung (unbezahlt)}

Ich mag das Internet unter anderem dafĂŒr, dass es auch kleinen und kleinsten Unternehmen Raum bietet. Aufmerksamkeit ĂŒber lokale und regionale Grenzen hinweg. Als das Web 2.0 noch (sehr) jung war, waren die Rahmenbedingungen dabei fĂŒr alle Akteure – ob Weltkonzern oder Einfrau/Einmann-Betrieb – praktisch identisch. Inzwischen bestimmen Algorithmen und Werbebudgets ĂŒber die Sichtbarkeit im Netz. FĂŒr die Kleinen wird es immer schwieriger, entdeckt und wahrgenommen zu werden.

Zum GlĂŒck gibt es Sammelstellen und Multiplikatoren fĂŒr die kleinen, individuellen Labels. Besonders mag ich die Initiative, die Christiane aka renna deluxe und Kathrin von Studio Karamelo im vergangenen Jahr ins Leben gerufen haben: #shopsmallandhappy. Unter diesem Hashtag prĂ€sentieren unabhĂ€ngige DesignerInnen sich und ihre Kollektionen bei Instagram und Facebook. Du kannst also ganz gezielt nach kleinen Labels suchen – und viel Schönes, Individuelles und Nachhaltiges entdecken. Papeterie, Interior, Mode, Schmuck, Kunst, Spielzeug.

FĂŒr einen besseren Überblick haben die beiden den Hashtag jetzt ergĂ€nzt: Unter #shopsmallandhappy2018 findest du die aktuellsten EintrĂ€ge der Menschen, die ihre kleinen Labels mit viel Herz und Leidenschaft betreiben.

Christiane HĂŒbner und Kathrin Bender | Foto links: Anke Sundermeier; Foto rechts: Jean-Marie Engel

Die Initiatorinnen: Christiane HĂŒbner (links), Inhaberin des Labels renna deluxe, und Kathrin Bender von Studio Karamelo | Fotos: Anke Sundermeier (links) und Jean-Marie Engel

Ich hab‘ auch wieder ein bisschen gestöbert und zeig‘ dir vier meiner liebsten ’small and happy labels‘:

Design Delights von renna deluxe | Fotos: renna deluxerenna deluxe: Christiane und ihr Label kenne und mag ich schon seit etlichen Jahren.  Einige ihrer Arbeiten sind auch bei uns zu Hause zu finden. Zum Beispiel die handbedruckten puristischen WeihnachtsanhĂ€nger ‚Engel‘, ‚Stern‘ und ‚Stille‘ . Sie werden auch dieses Jahr im Advent ein BĂŒndel Zweige schmĂŒcken.

Die personalisierten Kulturbeutel sind wundervolle Weihnachtsgeschenke – und sind die FarnblĂ€tter aus Papier nicht allerschönste Wanddekoration?

Papier & Textilien von bastisRIKE | Fotos: bastisRIKEbastisRIKE: Ruhig, schlicht, zeitlos sind Rikes Arbeiten. Immer nachhaltig produziert und auf Langlebigkeit ausgerichtet. DafĂŒr mag ich die Produkte so sehr. Vielleicht hast du bei mir ja schon eines ihrer feinen (und leider ausverkauften) Kissen entdeckt. Oder die kuschlige Webdecke ‚The Grid‘, die es jetzt auch in einem schönen Haselnussbraun gibt. Sehr gern mag ich auch Rikes TĂŒcher und Tischdecken aus Biobaumwolle und den Weihnachtsbaum Print.

Filigrane Stempelkunst von Studio Karamelo | Fotos: Studio KarameloStudio Karamelo: Kathrins Inspirationsquelle ist die Botanik. In ihrem Studio Karamelo findest du Blumenpressen, florale Papeterie und diese wunderschönen Stempel mit den feinfiligranen Pflanzenmotiven. Perfekt zum Verschönern von GeschenkanhĂ€ngern, SamentĂŒtchen, TischkĂ€rtchen, Geschenkpapier und vielem, vielem mehr. Mag ich sehr.

Feine Dinge aus Holz - made in Bielefeld | Fotos: kitschcanmakeyourichKitschcanmakeyourich: Hier ist der Name nicht Programm, denn die Möbel und Wohnaccessoires von Lilli und Sascha sind das Gegenteil von kitschig. Schlicht, schön und zum Ewigbehalten gemacht. Das hĂŒbsche Buchstaben-Brettchen gibt’s von A bis Z. Und das freundliche Krokodil ist Lowboard, Sitzbank, Regal.

Ich hĂ€tte hier noch zahlreiche weitere kleine Labels vorstellen können. Denn schönerweise gibt es richtig viele, die so wundervolle Produkte machen, dass sie unbedingt auch außerhalb ihrer Communities gefunden werden sollten. Wenn du magst, stöber‘ doch ein bisschen:  #shopsmallandhappy2018

Fotos: Anke Sundermeier (1), Jean-Marie Engel (2), Renna Deluxe (3-5), bastisrike (6-9), Studio Karamelo (10,11), kitschcanmakeyourich (12,13)

Bye-bye la mesa – und ab sofort 20 % Rabatt fĂŒr dich

Vor gut 13 Jahren hab’ ich mir mit la mesa meinen Wunsch vom eigenen Interior Laden erfĂŒllt. Kein echter Laden mit GeschĂ€ftsrĂ€umen, Schaufenstern und Öffnungszeiten – das hĂ€tte sich mit meinem Hauptberuf als freie PR-Beraterin und Texterin (den ich nie aufgeben wollte) nicht vereinbaren lassen. Es ist ein virtueller Shop geworden. Mit einer fein kuratierten Auswahl an Produkten zum Ewigbehalten und Jeden-Tag-Dran-Freuen. Immer ein wenig abseits des Mainstreams.

Aquarell von Nina Sophie und Papierkranz Twig von Jurianne Matter. | Fotos: Sabine Wittig

Aquarell von Nina Sophie und Papierkranz Twig von Jurianne Matter.

Ich mag meinen Shop nach wie vor sehr. Stehe hinter jedem einzelnen Label und jedem Produkt. Freue mich ĂŒber jede Bestellung, jeden Kundenkontakt, jede Presse-veröffentlichung. Im FrĂŒhjahr habe ich mich dennoch dafĂŒr entschieden, la mesa zum Jahresende zu schließen. Aus zwei GrĂŒnden: Der erste hat mit Zeit zu tun, der zweite mit meinem eigenen, verĂ€nderten Konsumverhalten.

Zeitfresserchen BĂŒrokratie und Technologie
Kleine, feine Labels aufspĂŒren, die schönsten Sachen auswĂ€hlen und in Szene setzen. Das war immer Antrieb, Lieblingsaufgabe und fĂŒr lange Zeit auch HauptbeschĂ€ftigung. Inzwischen fordert das Schritthalten mit technologischen Entwicklungen (Wie ticken im Moment die Algorithmen der Suchmaschinen?, Braucht’s eine la mesa App?, Welche neuen Shopsystem-Plugins sind sinnvoll? Soll ich weitere Zahlungsarten anbieten?) und rechtlichen Anforderungen mehr und mehr Teile meines Zeitbudgets. Viele der Themen sind spannend und reizvoll – ich mag ihnen trotzdem nicht noch mehr Raum geben.

Holzschale Dua von kommod | Foto: Sabine Wittig

Holzschale Dua von kommod

Mein eigenes Konsumverhalten
Ich mag kleine LĂ€den, kleine Labels, kleine Unternehmen. Produkte, die ordentlich produziert wurden und lange glĂŒcklich machen. Das alles spiegelt auch das la mesa Sortiment. Und dennoch fĂŒhle ich mich nicht mehr rundum wohl damit. Ich hab’ Freude an schönen Dingen und bin (noch) weit von der Konsumminimalistin entfernt – aber ich kaufe immer selektiver und bewusster. Aus demselben Grund passt wohl auch das Verkaufen nicht mehr so richtig zu mir. Ich mag es viel lieber, Ideen und Inspirationen zu teilen, als Produkte anzupreisen.

Was bleibt?
Die Entscheidung, la mesa zu eröffnen, gehört zu den wichtigsten meines Lebens. Denn ich hab’ mir einen Traum erfĂŒllt. HĂ€tte ich’s nicht getan, wĂŒrde ich mich irgendwan sicher fragen: „Was wĂ€re denn gewesen, wenn?“. NatĂŒrlich gab es Momente, in denen ich mir gewĂŒnscht hĂ€tte, keinen Shop zu haben. Wenn die Vorweihnachtszeit alles andere als besinnlich war, weil so viele Bestellungen kamen und gleichzeitig Kundentexte geschrieben werden mussten. Wenn Lieferanten nicht geliefert und Kunden nicht bezahlt haben. Wenn die Technik ein merkwĂŒrdiges Eigenleben entwickelte. Aber alles in allem waren es wundervolle 13 Jahre. Ich hab’ unfassbar viel gelernt – ĂŒber den Handel, die Interiorwelt, das Internet. Ohne la mesa hĂ€tte ich vielleicht nie angefangen zu bloggen, hĂ€tte womöglich weder Facebook-Profil noch Instagram-Account. Und ich hĂ€tte nicht so viele fantastische und faszinierende Menschen getroffen. Virtuell und real. Kunden, Lieferanten, Designer, Blogger, PR-Leute, andere Shopbesitzer. Einige sind zu Freunden geworden – allein dafĂŒr bin ich unendlich dankbar.

Untersetzer aus 100 % Schurwolle und Porzellan von Anna Badur. | Fotos: Sabine Wittig

Untersetzer aus 100 % Schurwolle und Porzellan von Anna Badur.

Was kommt?
Jetzt genieße ich die verbleibenden Wochen als Onlineshop-Betreiberin. Zweimal wird la mesa wĂ€hrend dieser Zeit noch zum echten Laden: Am 22.12.2018 gibt’s einen letzten Open Day und am 12.1.2019 einen Lagerverkauf.

Ich freu‘ mich darauf, ab Mitte Januar wieder mehr Zeit zu haben. FĂŒr Privates, fĂŒrs Bloggen und fĂŒr die Unternehmenskommunikation.

Heute möchte ich danke sagen: allen Kunden und Begleitern fĂŒr die vielen Bestellungen, die entzĂŒckenden RĂŒckmeldungen, die Weiterempfehlungen und die herzlichen und lustigen Begegnungen auf Messen, Veranstaltungen, im la mesa Showroom und zu den Open Days. Allen Lieferanten fĂŒr ihre fantastischen Produkte und das unkomplizierte Miteinander.

Ein ganz besonderes und dickes Dankeschön geht an Jurianne. Mehr als zehn Jahre haben wir zusammengearbeitet. Uns gegenseitig inspiriert und unterstĂŒtzt. Juriannes feine Designs waren das Herz meines Sortiments und haben so viele meiner Kunden begeistert. Ich bin sehr dankbar fĂŒr diese wundervolle Zeit. Sehr.

Porzellanbecher von Anna Sykora und Postkarten von Jurianne Matter. | Fotos: Sabine Wittig und Jurianne Matter

Porzellanbecher von Anna Sykora und Postkarten von Jurianne Matter.

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Und jetzt noch ein Goodie fĂŒr dich als Blogleser(in): Ab sofort bekommst du mit dem Code

SCHOENWARS

20 % Rabatt auf das gesamte la mesa Sortiment. Hier kannst du direkt stöbern: www.lamesa.de

P.S. Übrigens, das aktuelle la mesa Shopsystem ist erst ein gutes Jahr alt und damit zu schade fĂŒr den virtuellen Papierkorb. Falls du dich mit dem Gedanken an einen eigenen Online-Shop trĂ€gst (oder jemanden kennst 
) und bei der Programmierung Zeit und Geld sparen magst, melde dich gerne bei mir. Ich gebe den Shop „besenrein“ (also ohne Produkte, ohne Branding) fĂŒr einen Bruchteil der Programmierkosten ab. Das System basiert auf shopware und besteht aus Endkunden- und HĂ€ndlershop. Interesse? Du erreichst mich am besten per E-Mail: sw@nullsabine-wittig.de

Porzellanplissee

{Werbung (unbezahlt) da Markennennung}
Nicht nur Stoff lĂ€sst sich fein in Falten legen. Auch Porzellan kann das. Drei hĂŒbsche Beispiele fĂŒr zarte Plissees und schlichte Reliefs auf weißem Gold:

Porzellan-Beistelltisch Plisago von FĂŒrstenberg

FĂŒrstenberg Plisago Porzellan-Beistelltisch | Fotonachweis: Porzellanmanufaktur FĂŒrstenbergSieht auf den allerersten Blick aus wie in fließenden Stoff gehĂŒllt, besteht aber in Wirklichkeit komplett aus Porzellan. Der ungewöhnliche Beistelltisch ist das Ergebnis einer Kooperation der Porzellanmanufaktur FĂŒrstenberg mit dem Studio Besau-Marguerre. Ich mag ihn sehr und befinde mich damit in bester Gesellschaft. Denn der Rat fĂŒr Formgebung hat Plisago kĂŒrzlich mit dem German Design Award 2019 in Gold (Kategorie Furniture) ausgezeichnet.

Porzellan-Beistelltisch Plisago von Besau-Marguerre fĂŒr FĂŒrstenberg | Fotonachweise: Porzellanmanufaktur FĂŒrstenberg

Links: Plisago 42 cm und 52 cm hoch | Rechts: Das Designduo Eva Marguerre und Marcel Besau

Terrakotta Bowls von Kristina Dam Studio

Keramik von Kristina Dam | Fotonachweis: Kristina Dam StudioDie schönsten GefĂ€ĂŸe aus Terrakotta fertigt Kristina Dam. Vor kurzem hat die dĂ€nische Designerin ihre Serie um zusĂ€tzliche Bowls erweitert. Das Material ist mit grauer Keramikmasse ĂŒberzogen – das macht die EntwĂŒrfe so herrlich neutral.

Keramik von Kristina Dam | Fotonachweis: Kristina Dam Studio

Geschirrserie Blend von Rosenthal

Geschirrserie Rosenthal Blend | Fotonachweis: RosenthalBecher, Teller, Bowls: Mehr braucht’s gar nicht fĂŒr ein alltagstaugliches Porzellanservice. Diese schön schlichte Serie hat der französische Produktdesigner Christophe de la Fontaine fĂŒr Rosenthal entworfen. Das Besondere an Blend: Es gibt die Einzelteile in drei verschiedenen Reliefmustern. Klassisch nach oben auslaufend, zweidimensional gegeneinander laufend oder dreidimensional ĂŒbereinander gelegt. Es darf also jeden Tag aufs Neue gemixt werden.

Bilder: Porzellanmanufaktur FĂŒrstenberg (1-3), Kristina Dam Studio (4-6), Rosenthal (7)

Rezept fĂŒr Birnen-Schoko-Kuchen

Rezept fĂŒr Birnen-Schoko-Kuchen aus azurweiss | Fotos: Sabine Wittig

Der Schwager hatte selbst eingemachte Birnen vorbeigebracht. Die wurden am Wochenende zum Bestandteil fĂŒr einen kleinen Kuchen. Das Rezept ist einfach umzusetzen – und das Ergebnis eine feine SĂŒnde. Zum Kaffeeklatsch oder als Dessert.

Rezept fĂŒr Birnen-Schoko-Kuchen auf azurweiss | Fotos: Sabine Wittig

Zutaten fĂŒr eine ca. 18 x 24 cm große Form (ich hab‘ den Kuchen in einer rechteckigen Auflaufform aus Porzellan gebacken). Die Menge passt fĂŒr zwei bis vier Personen.

ca. 600 g reife Birnen
100 g Mehl
20 g SpeisestÀrke
20 g Kakao
1 gehÀufter Teelöffel Reinweinstein-Backpulver
40 g geraspelte Zartbitterschokolade
110 g weiche Butter
80 g Zucker
Salz
2 Eier
70 g Joghurt
etwas Puderzucker zum BestÀuben

Rezept fĂŒr Birnen-Schoko-Kuchen auf azurweiss | Fotos: Sabine Wittig

Zubereitung

Die Form mit Backpapier auslegen.

Mehl, SpeisestĂ€rke, Kakao und Backpulver in einer RĂŒhrschĂŒssel mischen. Gehackte Schokolade, weiche Butter, Zucker, eine Prise Salz, Eier und Joghurt zu der Mischung geben und mit den Quirlen des HandrĂŒhrgerĂ€ts gut verrĂŒhren.

Teig in die Form streichen und Backofen auf 140 °C (Umluft) vorheizen.

Birnen waschen, schĂ€len, vom KerngehĂ€use befreien und vierteln. Die Viertel mit einem scharfen Messer fĂ€cherartig einschneiden und gleichmĂ€ĂŸig auf der Teigmasse verteilen.

Die Form in den vorgeheizten Ofen schieben und den Kuchen ca. 25 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 170 °C erhöhen und das KĂŒchlein 10 Minuten weiterbacken. StĂ€bchenprobe machen. Befindet sich kein Teig mehr am StĂ€bchen, den Backofen ausschalten und den Kuchen noch ca. 5 Minuten im Ofen lassen. Dann herausnehmen und abkĂŒhlen lassen.

Rezept fĂŒr Birnen-Schoko-Kuchen auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Den ausgekĂŒhlten Kuchen mit etwas Puderzucker bestĂ€uben, in kleine StĂŒcke schneiden – und pur oder mit etwas frisch geschlagener Sahne genießen!

Rezept fĂŒr Birnen-Schoko-Kuchen auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Rezept fĂŒr Birnen-Schoko-Kuchen auf azurweiss | Fotos: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Herbstrosa: Dahlien und Chrysanthemen

Dahlien und Chrysanthemen | Fotos: Sabine Wittig, azurweiss

Frisch gepflĂŒckt: Dahlien und Chrysanthemen. Da sich die WĂŒhlmĂ€use in unserem Garten so wohl fĂŒhlen, pflanze ich keine Dahlien mehr direkt in die Erde. Sie wĂŒrden in kĂŒrzester Zeit zur MĂ€usedelikatesse werden. Meine Dahlien wachsen seit dieser Saison in Töpfen und stehen auf der Terrasse.

Dahlien | Foto: Sabine Wittig, azurweiss

Sie blĂŒhen unermĂŒdlich – wenn auch nicht in der Farbe, in der ich sie gekauft hab‘. Der ursprĂŒnglich so zarte Lachston ist zu Himbeereisrosa geworden. Auch schön.

Dahlien und Chrysanthemen | Fotos: Sabine Wittig | www.azurweiss.de

Mindestens genauso hĂŒbsch sind die zerzausten Chrysanthemen in herrlichem Blassrosa.

Dahlien | Foto: Sabine Wittig, azurweiss

Fotos: Sabine Wittig

Rezept fĂŒr Kirschkuchen

Rezept fĂŒr Kirschkuchen | Foto: Sabine Wittig

Zeit der Kirschen. Und höchste Zeit fĂŒr einen Kuchen aus den roten, sĂŒĂŸen Fruchtkugeln. Mit einem Hauch von Ingwer. Das Rezept: ganz, ganz einfach.

Rezept fĂŒr Kirschkuchen | Fotos: Sabine Wittig

Zutaten fĂŒr eine Springform mit Durchmesser 26 cm

150 bis 200 g SĂŒĂŸkirschen
100 g weiche Butter
100 g Rohrohrzucker
2 Eier (GrĂ¶ĂŸe M)
175 g Dinkelmehl
30 g gemahlene Mandeln
1 Teelöffel gemahlenen Ingwer
2 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
Puderzucker zum BestÀuben

Rezept fĂŒr Kirschkuchen | Foto: Sabine Wittig

Zubereitung

Die Springform mit Backpapier auslegen, Backofen auf 180 °C (Ober- / Unterhitze) vorheizen.

Kirschen waschen, von Stiel und Kern befreien und halbieren.

Butter und Zucker schaumig schlagen und die beiden Eier nacheinander unterrĂŒhren.

Mehl, Mandeln, Ingwer, Backpulver und Salz vermischen und unter die Butter-Ei-Masse heben. Den Teig in die Backform geben und mit den Kirschen belegen.

Im vorgeheizten Backofen ca. 35 bis 40 Minuten godbraun backen. Nach dem AuskĂŒhlen mit dem Puderzucker bestreuen.

Fotos: Sabine Wittig

Im Museum der Königlichen Porzellan-Manufaktur KPM in Berlin

Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin | Foto: KPM

Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin | Foto: KPM

[Werbung*] Berlin. Immer wenn ich dort bin, fĂŒhrt mindestens ein Weg zu KPM. Manchmal schau‘ ich nur in dem hĂŒbschen kleinen Shop „The Box“ in den Hackeschen Höfen vorbei, meist geht’s aber zum Flagshipstore in die Wegelystraße. Hier befindet sich auch das Museum des Porzellanherstellers. WĂ€hrend meiner letzten Berlinreise im MĂ€rz hab‘ ich mir dafĂŒr mal wieder Zeit genommen. Seit meinem letzten Besuch vor ein paar Jahren hat sich manches verĂ€ndert.

Mitmach-Manufaktur KPM Berlin | Foto: KPM

Mitmach-Manufaktur KPM Berlin. In der Mitte an der Wand: das kobaltblaue Zepter, mit dem das Porzellan seit der GrĂŒndung der Manufaktur gemarkt wird. | Foto: KPM

So gibt es dort jetzt die KPM Mitmach-Manufaktur. Ein schöner heller Raum, in dem man den Manufakturisten nicht nur ĂŒber die Schulter schauen, sondern in Workshops auch selbst Hand anlegen kann. Ich durfte wĂ€hrend meines Besuchs ein MilchkĂ€nnchen und eine Tasse mit Henkel versehen – und weiß Manufakturporzellan seitdem noch mehr zu schĂ€tzen. Denn: Was sich trivial anhört, erfordert außerordentliches FingerspitzegefĂŒhl. Der Henkel wird prĂ€zise angesetzt und mit Schlicker (so nennen Porzelliner ihren Klebstoff) fixiert. Reste des Schlickers mĂŒssen sehr schnell und sehr grĂŒndlich wieder entfernt werden, ohne dabei Tasse oder Henkel zu verformen. Und die Gefahr ist groß, denn das Porzellan ist in diesem Stadium noch ganz weich.

Mitmachmanufaktur KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Geht nur mit viel Erfahrung und GefĂŒhl: die manuelle Fertigung von Porzellan. Fotos: Sabine Wittig

Den Henkel hab‘ ich zwar mehr oder weniger gerade hinbekommen, aber beim Entfernen des Schlickers hab‘ ich aufgegeben und das der Expertin ĂŒberlassen.

Mitmach-Manufaktur KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Porzellan besteht aus Kaolin, Feldspat und Quarz. Die genaue Rezeptur – das Arkanum – bleibt aber ein wohl gehĂŒtetes Geheimnis. Fotos: Sabine Wittig

KPM Mitmach-Manufaktur | Fotos: Sabine Wittig

Farben, Marken, QualitÀt: unterschiedliche Themeninseln in der Mitmach-Manufaktur geben Einblicke in die Herstellung von KPM Porzellan. Fotos: Sabine Wittig

Auch ohne Workshop lohnt es sich, sich in der Mitmach-Manufaktur genauer umzusehen. Du erfÀhrst hier viele Details der Porzellanherstellung, kannst anfassen, staunen, nachvollziehen. Oder dich einfach nur inspirieren lassen.

Museum KPM Königliche Porzellan-Manufaktur | Foto: KPM

Ausstellungsraum in der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin | Foto: KPM

Die Königliche Porzellan-Manufaktur ist Berlins Ă€ltester noch existierender Handwerksbetrieb. GegrĂŒndet wurde sie von Friedrich II., dem Großen, der 1763 eine bestehende Porzellanmanufaktur des Berliner Kaufmanns Ernst Gotzkowsky erworben hatte. Der ‚Alte Fritz‘ selbst ließ bei KPM 21 Hofservice fĂŒr die königlichen Schlösser fertigen und bezeichnete sich selbst als sein bester Kunde. Bis zur Abdankung Kaiser Wilhelms II. im Jahr 1918 war die Manufaktur im Besitz von sieben Königen und Kaisern.

Die Geschichte von KPM – sie ist eng mit der Geschichte Preußens und Berlins verknĂŒpft – wird in der Ausstellung anhand vieler Exponate erzĂ€hlt. Man braucht nicht unbedingt eine FĂŒhrung, denn alle StĂŒcke sind ausfĂŒhrlich beschrieben. Aber spannender wird der Rundgang mit FĂŒhrer auf jeden Fall. Ich hab‘ die ErklĂ€rungen und Anekdoten rund um das weiße Gold sehr genossen, viel ĂŒber die Porzellanherstellung dazugelernt und jede Menge (Kunst)Geschichtliches aus den unterschiedlichen Epochen – vom Rokoko ĂŒber das Bauhaus bis heute – erfahren.

Porzellanformen und Service Urbino im Museum bei KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Inspirierend prĂ€sentiert: Gussformen fĂŒr die Porzellanherstellung (links). Eins meiner Lieblingsgeschirre von KPM: die Serie Urbino – entworfen 1930 bis 1932 von Trude Petri (rechts). Fotos: Sabine Wittig

Ein wundervolles Highlight der KPM Welt ist die Inszenierung der historischen Ringkammerofenhalle. Die Ofenkammern – in denen einst das Porzellan gebrannt wurde – sind heute RĂ€ume fĂŒr die inspirierende Zurschaustellung von Geschirr, Formen, Hilfsmitteln und sogar Scherben. Herrlich!

Ringkammerofenhalle KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Die einstigen Ofenkammern werden heute als BĂŒhne fĂŒr kreative Inszenierungen genutzt. Fotos: Sabine Wittig

KPM Berlin Museumscafé | Fotos: Sabine Wittig

Aus welcher Tasse magst du deinen Kaffee genießen? Im KPM CafĂ© hast du freie Wahl beim Geschirr. Ich hab‘ mich fĂŒr Kurland entschieden – ein KPM Klassiker. Die Serie ist im Jahr 1790 (!) entstanden und trĂ€gt den Namen des damaligen Auftraggebers, dem Herzog von Kurland. Fotos: Sabine Wittig

Nach dem Museumsbesuch kannst du im KPM Flagshipstore stöbern (es gibt dort auch immer ein paar preisreduzierte II.Wahl-StĂŒcke und wenn du GlĂŒck hast, ist dein Lieblingsservice dabei) und Kaffee und Kuchen im KPM CafĂ© genießen.

*Dieser Beitrag ist Teil meiner Serie ĂŒber Porzellanmuseen. Ich schreibe diese Serie, weil kein anderer Werkstoff mich so fasziniert wie das weiße Gold. KPM hat mir fĂŒr diesen Artikel freien Eintritt ins Museum ermöglicht und eine FĂŒhrung sowie einen Mini-Workshop in der Mitmach-Manufaktur organisiert. Deshalb ist mein Beitrag als Werbung gekennzeichnet. Herzlichen Dank nochmals an KPM fĂŒr die spannenden und inspirierenden Stunden – und bis zum nĂ€chsten Mal!

KPM Welt
Museum und Flagshipstore
Wegelystraße 1
Geöffnet Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr
S-Bahn: Tiergarten

www.kpm-berlin.com

Fotos: KPM (1, 2, 10); Sabine Wittig (3 bis 9 und 11 bis 16)

Porzellan trifft Birkenrinde: Anna Badur & Moya Birchbark

Ausstellung von Anna Badur und Moya Birchbark bei Trofejas in Berlin-Charlottenburg | Fotos: Sabine WittigZwei kreative Designerinnen, beide leben in Berlin, jede fĂŒhrt ihr eigenes kleines Label. Anna Badur und Anastasiya Koshcheeva. Anna entwirft Wundervolles aus Porzellan, Stoff und Stein. Anastasiya hat sich ganz der Birkenrinde als Werkstoff fĂŒr ihre  Wohnaccessoires verschrieben. Bei einer Veranstaltung haben die beiden Frauen sich kennengelernt und arbeiten seitdem immer mal wieder zusammen. Ihr letztes Projekt: eine gemeinsame Ausstellung ihrer Produkte. Ich hab‘ die beiden im MĂ€rz – am vorletzten Tag der Ausstellung – in Berlin besucht und war begeistert, wie fein ihre Kollektionen zusammenpassen.

Anna Badur und Moya Birchbark bei Trofejas in Berlin-Charlottenburg | Fotos: Sabine WittigAnnas Arbeiten kenne ich schon lĂ€nger – vor allem ihre erst kĂŒrzlich entstandenen Porzellanserien mag ich sehr. Die Teller, Becher und Vasen haben etwas FlĂŒchtiges, Leichtes. Erinnern an Wasser, Nebel, Gischt und an die permanent wechselnden Muster, die Meereswellen in Sand zeichnen. Das verwundert nicht, denn Annas wichtigste Inspiration ist die NordseekĂŒste. Dort ist sie aufgewachsen.

Porzellanserie TIDE von Anna Badur | Foto: Sabine WittigDie Dessins werden von Hand aufgemalt und sind auf jedem StĂŒck ein bisschen anders.  Seit Februar gibt’s Becher und Vasen der Serie TIDE auch bei la mesa.

Moya Birchbark im Showraum Trofejas in Berlin-Charlottenburg | Fotos: Sabine WittigBirkenrinde als Material fĂŒr Wohnaccessoires? Was man wohl nicht auf Anhieb in Zusammenhang bringt, ist in Wirklichkeit traditionelle sibirische Handwerkskunst. Unter ihrem Label MOYA verwandelt die deutsch-russische Designerin Anastasiya Koshcheeva das Naturprodukt in schlichtes, nachhaltiges Design.So schön. FĂŒr ihre Vorratsdosen, Leuchten und Hocker nutzt sie naturbelassene Rinde aus der Taiga Sibiriens. Geerntet wird einmal pro Jahr. Dabei wird darauf geachtet, dass die innere Rindenschicht nicht verletzt wird und die BĂ€ume keinen Schaden nehmen.

Vorratsdosen aus Birkenrinde von Moya und Porzellanteller von Anna Badur | Foto: Sabine WittigWomit ich nicht gerechnet hĂ€tte: Die Vorratsdosen sind lebensmittelecht – Kaffee, Tee und Leckereien dĂŒrfen also ohne zusĂ€tzliche Verpackung rein. Die BehĂ€lter können mit Wasser ausgespĂŒlt werden, ohne dass sich das Material verzieht, austrocknet oder porös wird. Ziemlich gut, oder?

Showraum Trofejas in Berlin-Charlottenburg | Fotos: Sabine WittigNicht nur die Produkte von Anna und Anastasiya passen aufs Schönste zusammen – die beiden Designerinnen haben sich fĂŒr ihre Ausstellung auch einen perfekten Rahmen gewĂ€hlt: den Showraum Trofejas im Erdgeschoss eines Wohnhauses in Berlin-Charlottenburg. Die eklektische Möblierung des Raums erzeugt spannende StilbrĂŒche und ist wunderbare BĂŒhne fĂŒr feines Design. Schon bald findet dort eine weitere – sicher sehenswerte – Ausstellung statt: Dieses Mal treffen Schmuck und Fotokunst aufeinander. Schau‘ doch vorbei, wenn du in Berlin wohnst – oder in der NĂ€he bist.

Einladung zur Ausstellung im Trofejas Showraum in Berlin-Charlottenburg

Der Trofejas Showraum befindet sich in der Wielandstraße 31 in Berlin-Charlottenburg. Einfach wĂ€hrend  der Öffnungszeiten an der HaustĂŒr klingeln!

Fotos: Sabine Wittig; Ausstellungseinladung: Trofejas, Ülle Kouts, Jurga Graf

Unterwegs: SpĂ€twintertage in der LĂŒbecker Bucht

Hohwacht an der Ostsee | Foto: Sabine Wittig
Den Februar ließen Herr azurweiss und ich an der Ostsee zu Ende gehen. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint und beinahe jeden Tag Sonne geschickt. Dazu frischen Wind, hin und wieder Schnee und herrlich klare Luft.
Pelzerhaken an der Ostsee | Fotos: Sabine WittigDie See blieb sanft, die StrĂ€nde waren fast immer menschenleer. Und wundervoll unspektakulĂ€r auch unsere Ausflugsziele. Falls du eine (Winter)reise an die Schleswig Holsteinische Ostsee planst – hier ein paar Tipps:

Eutin, Holsteinische Schweiz | Fotos: Sabine Wittig

Schloss Eutin

Eutin nennt sich selbst auch augenzwinkernd „Weimar des Nordens“. Und tatsĂ€chlich hat das kleine StĂ€dtchen in der Holsteinischen Schweiz in puncto SehenswĂŒrdigkeiten, Kulturangebot und berĂŒhmter Persönlichkeiten (z. B. begegnete Katharina die Große hier ihrem spĂ€teren Gemahl, dem angehenden Zaren von Russland) einiges zu bieten. Die Saison beginnt allerdings erst im FrĂŒhjahr und so konnten wir vom hĂŒbschen Eutiner Schloss nur den Innenhof besichtigen. Ebenfalls verschlossen (wir waren an einem Montag in der Stadt) blieb uns ein vielversprechender Trödelladen direkt am Marktplatz und leider auch die Eutiner Kaffeerösterei. Der Blick durchs Schaufenster war verfĂŒhrerisch und gerne hĂ€tten wir den Kaffee dort probiert.
Wenn du AntiquitĂ€ten magst, lohnt sich die Fahrt ins rund 25 km entfernte Ahrensbök zum Antikhof Gnissau. Von außen wirkt das ehemalige Restaurant unspektakulĂ€r – doch hinter der EingangstĂŒr erwartet dich eine Zeitreise. Inhaberin Roswitha Zopp hat Möbel, Porzellan, Glas und Kurioses aus unterschiedlichen Epochen zusammengetragen und liebevoll dekoriert. Barock, Klassizismus und Jugendstil ĂŒberwiegen, aber hin und wieder gibt’s auch StĂŒcke aus dem Midcentury Modern.

Timmendorfer Strand | Fotos: Sabine Wittig

Timmendorfer Strand: Restaurant im Barefoot Hotel und Blick auf die Ostsee

Timmendorfer Strand. ZwiespĂ€ltig sind die Erinnerungen an dieses Ostseebad. Ein  herrlicher VorfrĂŒhlingstag hat uns wundervolle Augenblicke am schönen Strand beschert. Das Spazieren entlang der Promenade fanden wir wenig reizvoll. Zu langweilig die LĂ€den, zu lieblos die CafĂ©s und Kneipen. Versöhnt wurden wir ein paar Schritte vom Strand entfernt, im CafĂ©-Restaurant des Barefoot Hotels. Ich hatte die Adresse zuhause schon notiert, denn ich wollte mir das von Til Schweiger ausgestattete Hotel unbedingt ansehen. Erwartet hatte ich eine Überdosis Barefoot Style und war ein bisschen skeptisch. Doch das Haus ist gut gelungen. Stimmig, gemĂŒtlich, unaufgeregt. Der Kaffee war fantastisch, die Bedienung unheimlich freundlich und wenn wir nicht noch ein paar andere Ziele auf unsere Liste gehabt hĂ€tten, wĂ€ren wir zum Abendessen geblieben.

LĂŒbeck | Foto: Sabine Wittig

An der Trave, LĂŒbeck

LĂŒbeck. Die Hansestadt hatte uns dieses Mal nicht ganz so sehr gefangen genommen wie bei unserem ersten Besuch im Hochsommer vor vielen Jahren. Doch Sehenswertes gibt’s an jeder Ecke und ein Bummel durch die Innenstadt ist inspirierend. Lohnend ist z. B. das Stöbern im Auktionshaus Die Eiche oder im Museumsshop im Buddenbrookhaus.  Oder das Kaffeetrinken im herrlich altmodischen CafĂ© Niederegger.

Gut Panker, Hohwachter Bucht | Fotos: Sabine WittigAuch das Gut Panker kannten wir schon von einem Besuch vor etlichen Jahren. Damals hatten wir uns fĂŒr drei NĂ€chte im Hotel Ole Liese eingebucht. Den Besuch dieses Anwesens mit seiner ganz besonderen AtmosphĂ€re möchte ich dir unbedingt ans Herz legen. Auf dem Gut befinden sich mehrere Galerien und GeschĂ€fte. Sehr gern mag ich Das Stilhaus – mit seinem feinen Mix aus Mode, Design, Kunst und Handwerk.

Hohwacht an der Ostsee | Fotos: Sabine Wittig

Hohwacht: historische BadehĂŒtte und Blick aufs Meer

Ein Lieblingsort unserer Reise war der Strand in Hohwacht in der Hohwachter Bucht. Die Ostsee ist hier ein bisschen rauer als in der LĂŒbecker Bucht, der Strand breiter. Besonders entzĂŒckend (und einzigartig in Deutschland) sind die historischen, farbenfrohen HolzhĂ€uschen, die einst direkt in die DĂŒnen gebaut wurden und bis heute als BadehĂŒtten genutzt werden.

Zum Schluss noch eine Restaurantempfehlung: Krabbes Restaurant in Neustadt in Holstein. Leckeres Essen (auch vegetarisch), hĂŒbsches Interieur und ausgesprochen nettes Personal.

Fotos: Sabine Wittig