Februarbl√ľten

Porzellanvase von feine dinge | Foto: Sabine Wittig

Kein Tulpenstrau√ü, keine schneewei√üe Amaryllis, keine duftenden Hyazinthen. Was sonst im Januar und Februar fast automatisch in der Einkaufstasche landet, bleibt heuer au√üen vor. Denn ich hab‘ mir ja Konsumverzicht verordnet. Bis Mitte Februar.

Vintage Vase | Foto: Sabine Wittig

Ob ich die frischen Blumen vermisse? √úberhaupt nicht. Das Verzichten f√§llt viel, viel leichter als gedacht. Genaugenommen f√ľhlt es sich noch nicht mal wie Verzicht an. Ganz im Gegenteil. Zumal ich allersch√∂nsten Ersatz habe: Getrocknetes aus dem eigenen Garten. Und dieses filigrane Gras – √úberbleibsel eines Strau√ües, den eine Freundin schon vor Monaten mitgebracht hatte.

Getrocknete Hortensie | Foto: Sabine Wittig

Obstbaumzweige | Foto: Sabine Wittig

Au√üerdem: Ganz unverhofft gibt’s dennoch frisch Bl√ľhendes im Haus. Die Zweige sind vom H√§ckselplatz. Da war ich k√ľrzlich um etwas Rosenschnitt abzuliefern.

Fotos: Sabine Wittig

Sommerblau

Rittersporn und Blaubeeren | Foto: Sabine Wittig

Obwohl ich alle Jahreszeiten und damit alle Monate mag, bleibt der Juni doch etwas ganz Besonderes. Noch nicht ganz Sommer, aber schon richtig warm. Die l√§ngsten Tage des Jahres. Das Gartengr√ľn noch frisch und saftig. Rosen und Rittersporn bl√ľhen unerm√ľdlich.

Rittersporn | Foto: Sabine Wittig

Der k√∂nigsblaue Rittersporn war’s auch, der mich zu diesen Fotos inspirierte.

Sommertafel in blau/weiß | Foto: Sabine Wittig

Blau und weiß. So herrlich frisch.

Rittersporn | Foto: Sabine Wittig

Eine einzige Bl√ľte reicht als Blickfang. Vielleicht noch ein wenig filigrane Begleitung – hier in Gestalt der Wilden M√∂hre, die sich jedes Jahr zuverl√§ssig in jedem Winkel des Gartens auss√§t.

Blaubeeren | Foto: Sabine Wittig

Essbares Lieblingsblau ist die Heidelbeere. Sie kommt beinahe t√§glich ins M√ľsli und ist oft im Obstsalat mit von der Partie.

Sommertafel in blau und weiß | Foto: Sabine Wittig

Mit dem Juni geht nun auch die Bl√ľtezeit des Rittersporns zu Ende. Zumindest die der Stauden. Die einj√§hrigen Exemplare bleiben mir noch eine Weile erhalten. Manche beginnen gar erst zu bl√ľhen. Die Stauden schneide ich in den n√§chsten Tagen eine Handbreit √ľber dem Boden zur√ľck – dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit auf eine zweite Bl√ľte im September.

Rittersporn | Foto: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Buchvorstellung: Wilde Wiese

Buchvorstellung: Wilde Wiese, Verlag Callwey | Foto: Sabine Wittig[Werbung*] Das Fr√ľhjahr ist da und ich freu‘ mich unheimlich auf die neue Gartensaison. Einige Stunden konnte ich w√§hrend der letzten Tage schon drau√üen verbringen. Rosen schneiden, Lavendel stutzen, Verbl√ľhtes entfernen. Seit Januar bl√§ttere ich in meinen Lieblingsgartenb√ľchern. Jetzt ist ein neues hinzugekommen. Die ‚Wilde Wiese‘ aus dem Callwey Verlag. Eigentlich eher Koch- denn Gartenbuch. Mit ganz besonderen Zutaten: Pflanzen und Kr√§uter, die auf Wiesen und in Parks zu finden sind, aber auch im eigenen Garten wachsen – wenn wir sie lassen. Sandra Schumann und Julia Schmidt haben Brennessel, Giersch, G√§nsebl√ľmchen, Sauerampfer & Co. gesammelt und 50 passende Rezepte entwickelt.

Buchvorstellung: Wilde Wiese, Verlag Callwey | Foto: Sabine Wittig

Unterst√ľtzung haben sich die beiden bei der Wild- und Heilpflanzenexpertin Anne Schmidt-Luchmann geholt. Sie gibt in dem Buch wertvolle Tipps zum Sammeln (Was, Wann, Wo?) und detaillierte Informationen zu 19 Wildkr√§utern. Oben siehst du als Beispieldoppelseite den Spitz- und Breitwegerich. Mir gef√§llt besonders, dass die beschriebenen Pflanzen ganz deutlich abgebildet sind – so lassen sie sich gut mit dem vergleichen, was im eigenen Garten (oder im Stadtpark) w√§chst.

Buchvorstellung: Wilde Wiese, Verlag Callwey | Foto: Sabine WittigIm Rezeptteil hab‘ ich mir schon einiges zum Ausprobieren markiert. Auf jeden Fall werde ich die Raukebutter machen. (Rucola w√§chst schon seit Jahren in unserem Garten – in ein, zwei Wochen kann ich vielleicht schon die ersten Bl√§ttchen der Saison ernten.) Au√üerdem klingen doch Lauchauflauf mit Vogelmiere, L√∂wenzahn-Kartoffelsalat, Sauerampfersauce und Giersch-Focaccia verf√ľhrerisch, oder?

Ich mag die ‚Wilde Wiese‘ sehr. Die Rezepte machen neugierig auf ungew√∂hnliche Aromen und Lust aufs Kr√§utersammeln und Nachkochen. Die ruhige Gestaltung mit den sch√∂nen, schlichten Bildern inspirieren zu eigenen Kreationen mit wildem Gr√ľn und steigern die Gartenvorfreude.

Das Buch ist ein h√ľbsches Geschenk f√ľr Gartenfreunde, Hobbyk√∂che, Wildkr√§uter-Neulinge, Stadtg√§rtner. Ich w√ľrd’s zusammen mit einem selbst gemachten Kr√§uterpesto oder einem frisch gepfl√ľckten Wildkr√§uterstr√§u√üchen verschenken.

Buchvorstellung: Wilde Wiese, Verlag Callwey | Foto: Sabine Wittig

Sandra Schumann / Julia Schmidt:
Wilde Wiese

Einleitung und Pflanzentexte von Wild- und Heilpflanzenexpertin Anne Schmidt-Luchmann
Fotografie: JUNI
Callwey Verlag, 144 Seiten
ISBN: 978-3-7667-2408-3
20,- EUR

Du erhälst das Buch bei deinem lokalen Buchhändler oder online versandkostenfrei direkt beim Callwey Verlag. (Unter diesem Link findest du weitere Informationen und Inspirationen zum bzw. aus dem Buch.)

*Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zugesandt. Deshalb ist der Beitrag mit Werbung gekennzeichnet.

Fotos: Sabine Wittig

Herbstrosa: Dahlien und Chrysanthemen

Dahlien und Chrysanthemen | Fotos: Sabine Wittig, azurweiss

Frisch gepfl√ľckt: Dahlien und Chrysanthemen. Da sich die W√ľhlm√§use in unserem Garten so wohl f√ľhlen, pflanze ich keine Dahlien mehr direkt in die Erde. Sie w√ľrden in k√ľrzester Zeit zur M√§usedelikatesse werden. Meine Dahlien wachsen seit dieser Saison in T√∂pfen und stehen auf der Terrasse.

Dahlien | Foto: Sabine Wittig, azurweiss

Sie bl√ľhen unerm√ľdlich – wenn auch nicht in der Farbe, in der ich sie gekauft hab‘. Der urspr√ľnglich so zarte Lachston ist zu Himbeereisrosa geworden. Auch sch√∂n.

Dahlien und Chrysanthemen | Fotos: Sabine Wittig | www.azurweiss.de

Mindestens genauso h√ľbsch sind die zerzausten Chrysanthemen in herrlichem Blassrosa.

Dahlien | Foto: Sabine Wittig, azurweiss

Fotos: Sabine Wittig

Inspiration am Dienstag – Trockenblumen

Getrocknete Hortensie | Foto: Sabine WittigNichts geht √ľber frische Blumen. Aber: Es gibt Exemplare, die sind auch trocken und welk echte Sch√∂nheiten. Hortensien zum Beispiel. Ich mag es, wenn die h√ľbschen R√ľschenb√§lle die Farbe von Sand und Bernstein angenommen haben.

Getrocknete Hortensien | Foto: Sabine WittigBesonders fein: Trockenblumen benötigen kein Wasser und sie halten oft ewig.

Trockenes Gr√ľn in kleinen Glasvasen | Foto: Sabine WittigDie filigranen Knubbel (leider kenne ich ihren Namen nicht) waren Beiwerk in einem l√§ngst verbl√ľhten Strau√ü. Ich hege und pflege die zarten Pfl√§nzchen, und hoffe, sie bleiben mir noch eine Weile erhalten.

Sie sind jetzt fast schöner, als sie es in frischem Zustand waren.

Auch Strohblumen werden im Verbl√ľhen wundervoller. Diese beiden Exemplare waren in einem herrlichen Sp√§tsommerblumenstrau√ü, den Susan im Oktober mitgebracht hatte. Eine der beiden Bl√ľten hat ihre Bl√§ttchen gesenkt und wirkt jetzt wie ein Miniatur-Federball. Die andere wie eine kleine, wei√üe Sonne. So sch√∂n!

Strohblume | Foto: Sabine Wittig

Die Strahlenkugel des Zierlauchs (Allium) begleitet mich schon sehr viel l√§nger als eine Saison. Sie scheint unverw√ľstlich und wandert im Hause azurweiss von Vase zu Vase.

Fotos: Sabine Wittig

Inspiration am Dienstag* РBauhaus in schwarz/weiß

Poster Bauhaus Dessau | Foto: Sabine Wittig

Diese Woche gibt’s genau dieselbe Perspektive wie in der vergangenen. Denn das, was wir vom Esstisch aus sehen, hat sich schon wieder gewandelt. (An dem T√ľrkis hab‘ ich mich rasch sattgesehen). Gl√ľcklicherweise haben wir aus Dessau noch ein zweites Poster mitgebracht. (Genauer gesagt gibt’s noch ein drittes, das ist aber gerade weg – zum Aufziehen auf Forex, denn wir m√∂chten es rahmenlos aufh√§ngen). An der Wand im Essbereich h√§ngt das Bauhaus nun sehr abstrakt in schwarz und wei√ü.

Kosmea | Foto: Sabine WittigIn der Vase: zwei frisch geschnittene Kosmeen. Bauhaus trifft Bauerngarten.

*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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Inspiration am Dienstag* Рweiß in weiß

Aus meinem Garten | Foto: Sabine WittigMein aktuelles Morgenritual: ein kleiner Gartenrundgang. So vieles bl√ľht gerade und ich wollte heute eigentlich kleine bunte Str√§u√üchen pfl√ľcken. Geworden sind’s dann doch wieder wei√üe …

Aus meinem Garten | Foto: Sabine Wittig… f√ľr die Minibisquitvasensammlung. Das kleine Gr√ľppchen hat sich auf dem Esstisch versammelt.

wei√üe Kornblume | Foto: Sabine WittigBesonders gefreut hab‘ ich mich √ľber diese Bl√ľte: eine Kornblume in wei√ü. Ich hab‘ sie gestern beim Unkrautzupfen entdeckt. Zwischen ihren blauen Schwestern.

Aus meinem Garten | Foto: Sabine Wittig

Nigella | Foto: Sabine WittigVon den Jungfern im Gr√ľnen hatte ich mich eigentlich schon verabschiedet, aber in den letzten Tagen sind einige Exemplare frisch aufgebl√ľht. Sch√∂n!

*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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Aus dem Garten: Jungfer im Gr√ľnen

Nigellas aus dem Garten | Foto: Sabine WittigDer Fr√ľhsommer ist die Zeit der Jungfern im Gr√ľnen (Nigella damascena). Sie beanspruchen das gr√∂√üte Beet in unserem Garten. Denn: Aus einer Handvoll Samen ist mit den Jahren ohne eigenes Zutun eine kleine Plantage geworden.

Nigella Damaszena | Fotos: Sabine WittigDie Jungfer im Gr√ľnen (manche nennen sie auch Gretel im Gr√ľnen) s√§t sich eifrig selbst aus und verwandelt den Garten – wenn man sie l√§sst – in ein pastellfarbenes Bl√ľtenmeer. Die Bl√ľtenfarben lassen sich nicht vorhersagen. Schneewei√ü, Sahnewei√ü, Zartpink, Himbeerrosa, Himmel- oder Kornblumenblau – alles ist m√∂glich. Und jede Kombination wundersch√∂n.

Styling with nigellas | (c) Sabine WittigSo gro√üz√ľgig wie mit ihren Bl√ľten ist die Nigella auch mit ihren Samen: Im Sp√§tsommer eingesammelt gibt es gen√ľgend Vorrat f√ľr die Aussaat an Stellen, an denen sie sich (noch) nicht selbst angesiedelt hat. Einige Samen gebe ich im Herbst in T√∂pfe. So bl√ľhen die filigranen Sch√∂nheiten im jeweils folgenden Jahr auch auf der Dachterrasse oder vor der Eingangst√ľr. Und ich hab‘ immer ein kleines Mitbringsel f√ľr Blumenfreunde parat.

styling with nigellas | (c) Sabine WittigAktuell beginne ich jeden Tag mit einem kleinen Gartenrundgang. Dabei werden stets einzelne Bl√ľten oder kleine Str√§u√üchen gepfl√ľckt. Als Tischdeko, f√ľr die Fensterb√§nke und immer stehen frische Bl√ľmchen auf meinem Schreibtisch.

styling with nigellas | (c) Sabine Wittig

Haselnussbraune Vintage Vase √ľber la mesa
Ebenfalls bei la mesa gibt’s die wundervolle Keramik von Suntree Studio aus Hamburg: Teller, Becher, Zuckerdose

Fotos: Sabine Wittig

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Blitzrezept: Kräuterfrischkäse

Kr√§uterfrischk√§se | Foto: Sabine WittigIn wenigen Wochen hoffe ich, Tomaten, Radieschen, Salat & Co. im eigenen Garten ernten zu k√∂nnen. Mit etwas Gl√ľck auch ein paar Erdbeeren (die sehen im Moment leider nicht sehr vielversprechend aus). Was ich schon l√§ngst direkt vor unserer K√ľchenterrassent√ľr zupfen kann, sind Schnittlauch, Petersilie, Winterheckenzwiebel, Rucola und Minze. Beinahe t√§glich werden ein paar Bl√§ttchen davon geschnitten um damit Salat, Pasta oder Spargel zu verfeinern.

Frischk√§se mit Schnittlauch | Foto: Sabine WittigWenn wir abends kalt essen gibt’s praktisch immer meinen schnellen Kr√§uterfrischk√§se dazu. Heute hab‘ ich ihn nur mit Schnittlauch zubereitet, aber meist gebe ich mindestens noch etwas Rucola dazu.

Frischkäse mit Schnittlauch | Foto: Sabine Wittig

Hier das Rezept f√ľr zwei Personen:

Eine Handvoll Kräuter (z. B. Schnittlauch, Petersilie, Rucola)
150 g Bio Frischkäse (Doppelrahmstufe)

Die Kr√§uter gr√ľndlich waschen, kleinschneiden und unter den Frischk√§se r√ľhren – fertig!

Du kannst noch klein gew√ľrfelte Kirschtomaten und/oder etwas Thunfisch dazugeben. Schmeckt ebenfalls sehr, sehr lecker. Wir m√∂gen den Kr√§uterfrischk√§se am liebsten auf frischem Brot oder zu Ofen- bzw. Salzkartoffeln. Und: Er fehlt nie, wenn wir G√§ste zum Fr√ľhst√ľck haben.

Frischk√§se mit Schnittlauch | Foto: Sabine WittigPorzellanbecher von Anna Sykora √ľber la mesa

Fotos: Sabine Wittig

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Inspiration am Dienstag* – Akeleien aus dem Garten

Akeleien | Foto: Sabine WittigW√§hrend der langen Schlechtwetterperiode in den vergangenen Wochen schienen die Blumen in meinem Garten die Pause-Taste gedr√ľckt zu haben. Vor allem die Akeleien hatten zwar fr√ľh ihre Knospen gezeigt, waren dann aber einfach stehen geblieben.

Akeleien | Foto: Sabine WittigUnd jetzt sind sie pl√∂tzlich da. Ich war vier Tage ununterbrochen unterwegs, hab‘ den Garten nur am Rande wahrgenommen und jetzt kommt’s mir vor, als w√§ren sie alle √ľber Nacht aufgebl√ľht. Reinwei√ü, lila/wei√ü und rosa/wei√ü. Der erste Gartenstrau√ü des Jahres: Akeleien und zart duftende Mondviolen.

Akeleien und Mondviolen | Foto: Sabine WittigIm Fr√ľhsommer ist der Garten meine gr√∂√üte Inspirationsquelle. Es wird hier also besonders blumig zugehen in der n√§chsten Zeit. Und wom√∂glich auch kulinarisch. Denn: Ich erhoffe mir eine reiche Ernte an Kr√§utern, Salaten, Tomaten, Gurken, Erdbeeren & Co.

Akeleien und Mondviolen | Foto: Sabine Wittig

Vase: Anna Sykora √ľber la mesa

*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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