#shopsmallandhappy2018

{Werbung (unbezahlt)}

Ich mag das Internet unter anderem daf├╝r, dass es auch kleinen und kleinsten Unternehmen Raum bietet. Aufmerksamkeit ├╝ber lokale und regionale Grenzen hinweg. Als das Web 2.0 noch (sehr) jung war, waren die Rahmenbedingungen dabei f├╝r alle Akteure – ob Weltkonzern oder Einfrau/Einmann-Betrieb – praktisch identisch. Inzwischen bestimmen Algorithmen und Werbebudgets ├╝ber die Sichtbarkeit im Netz. F├╝r die Kleinen wird es immer schwieriger, entdeckt und wahrgenommen zu werden.

Zum Gl├╝ck gibt es Sammelstellen und Multiplikatoren f├╝r die kleinen, individuellen Labels. Besonders mag ich die Initiative, die Christiane aka renna deluxe und Kathrin von Studio Karamelo im vergangenen Jahr ins Leben gerufen haben: #shopsmallandhappy. Unter diesem Hashtag pr├Ąsentieren unabh├Ąngige DesignerInnen sich und ihre Kollektionen bei Instagram und Facebook. Du kannst also ganz gezielt nach kleinen Labels suchen – und viel Sch├Ânes, Individuelles und Nachhaltiges entdecken. Papeterie, Interior, Mode, Schmuck, Kunst, Spielzeug.

F├╝r einen besseren ├ťberblick haben die beiden den Hashtag jetzt erg├Ąnzt: Unter #shopsmallandhappy2018 findest du die aktuellsten Eintr├Ąge der Menschen, die ihre kleinen Labels mit viel Herz und Leidenschaft betreiben.

Christiane H├╝bner und Kathrin Bender | Foto links: Anke Sundermeier; Foto rechts: Jean-Marie Engel

Die Initiatorinnen: Christiane H├╝bner (links), Inhaberin des Labels renna deluxe, und Kathrin Bender von Studio Karamelo | Fotos: Anke Sundermeier (links) und Jean-Marie Engel

Ich hab‘ auch wieder ein bisschen gest├Âbert und zeig‘ dir vier meiner liebsten ’small and happy labels‘:

Design Delights von renna deluxe | Fotos: renna deluxerenna deluxe: Christiane und ihr Label kenne und mag ich schon seit etlichen Jahren.┬á Einige ihrer Arbeiten sind auch bei uns zu Hause zu finden. Zum Beispiel die handbedruckten puristischen Weihnachtsanh├Ąnger ‚Engel‘, ‚Stern‘ und ‚Stille‘ . Sie werden auch dieses Jahr im Advent ein B├╝ndel Zweige schm├╝cken.

Die personalisierten Kulturbeutel sind wundervolle Weihnachtsgeschenke – und sind die Farnbl├Ątter aus Papier nicht allersch├Ânste Wanddekoration?

Papier & Textilien von bastisRIKE | Fotos: bastisRIKEbastisRIKE: Ruhig, schlicht, zeitlos sind Rikes Arbeiten. Immer nachhaltig produziert und auf Langlebigkeit ausgerichtet. Daf├╝r mag ich die Produkte so sehr. Vielleicht hast du bei mir ja schon eines ihrer feinen (und leider ausverkauften) Kissen entdeckt. Oder die kuschlige Webdecke ‚The Grid‘, die es jetzt auch in einem sch├Ânen Haselnussbraun gibt. Sehr gern mag ich auch Rikes T├╝cher und Tischdecken aus Biobaumwolle und den Weihnachtsbaum Print.

Filigrane Stempelkunst von Studio Karamelo | Fotos: Studio KarameloStudio Karamelo: Kathrins Inspirationsquelle ist die Botanik. In ihrem Studio Karamelo findest du Blumenpressen, florale Papeterie und diese wundersch├Ânen Stempel mit den feinfiligranen Pflanzenmotiven. Perfekt zum Versch├Ânern von Geschenkanh├Ąngern, Sament├╝tchen, Tischk├Ąrtchen, Geschenkpapier und vielem, vielem mehr. Mag ich sehr.

Feine Dinge aus Holz - made in Bielefeld | Fotos: kitschcanmakeyourichKitschcanmakeyourich: Hier ist der Name nicht Programm, denn die M├Âbel und Wohnaccessoires von Lilli und Sascha sind das Gegenteil von kitschig. Schlicht, sch├Ân und zum Ewigbehalten gemacht. Das h├╝bsche Buchstaben-Brettchen gibt’s von A bis Z. Und das freundliche Krokodil ist Lowboard, Sitzbank, Regal.

Ich h├Ątte hier noch zahlreiche weitere kleine Labels vorstellen k├Ânnen. Denn sch├Ânerweise gibt es richtig viele, die so wundervolle Produkte machen, dass sie unbedingt auch au├čerhalb ihrer Communities gefunden werden sollten. Wenn du magst, st├Âber‘ doch ein bisschen: ┬á#shopsmallandhappy2018

Fotos: Anke Sundermeier (1), Jean-Marie Engel (2), Renna Deluxe (3-5), bastisrike (6-9), Studio Karamelo (10,11), kitschcanmakeyourich (12,13)

Porzellanplissee

{Werbung (unbezahlt) da Markennennung}
Nicht nur Stoff l├Ąsst sich fein in Falten legen. Auch Porzellan kann das. Drei h├╝bsche Beispiele f├╝r zarte Plissees und schlichte Reliefs auf wei├čem Gold:

Porzellan-Beistelltisch Plisago von F├╝rstenberg

F├╝rstenberg Plisago Porzellan-Beistelltisch | Fotonachweis: Porzellanmanufaktur F├╝rstenbergSieht auf den allerersten Blick aus wie in flie├čenden Stoff geh├╝llt, besteht aber in Wirklichkeit komplett aus Porzellan. Der ungew├Âhnliche Beistelltisch ist das Ergebnis einer Kooperation der Porzellanmanufaktur F├╝rstenberg mit dem Studio Besau-Marguerre. Ich mag ihn sehr und befinde mich damit in bester Gesellschaft. Denn der Rat f├╝r Formgebung hat Plisago k├╝rzlich mit dem German Design Award 2019 in Gold (Kategorie Furniture) ausgezeichnet.

Porzellan-Beistelltisch Plisago von Besau-Marguerre f├╝r F├╝rstenberg | Fotonachweise: Porzellanmanufaktur F├╝rstenberg

Links: Plisago 42 cm und 52 cm hoch | Rechts: Das Designduo Eva Marguerre und Marcel Besau

Terrakotta Bowls von Kristina Dam Studio

Keramik von Kristina Dam | Fotonachweis: Kristina Dam StudioDie sch├Ânsten Gef├Ą├če aus Terrakotta fertigt Kristina Dam. Vor kurzem hat die d├Ąnische Designerin ihre Serie um zus├Ątzliche Bowls erweitert. Das Material ist mit grauer Keramikmasse ├╝berzogen – das macht die Entw├╝rfe so herrlich neutral.

Keramik von Kristina Dam | Fotonachweis: Kristina Dam Studio

Geschirrserie Blend von Rosenthal

Geschirrserie Rosenthal Blend | Fotonachweis: RosenthalBecher, Teller, Bowls: Mehr braucht’s gar nicht f├╝r ein alltagstaugliches Porzellanservice. Diese sch├Ân schlichte Serie hat der franz├Âsische Produktdesigner Christophe de la Fontaine f├╝r Rosenthal entworfen. Das Besondere an Blend: Es gibt die Einzelteile in drei verschiedenen Reliefmustern. Klassisch nach oben auslaufend, zweidimensional gegeneinander laufend oder dreidimensional ├╝bereinander gelegt. Es darf also jeden Tag aufs Neue gemixt werden.

Bilder: Porzellanmanufaktur F├╝rstenberg (1-3), Kristina Dam Studio (4-6), Rosenthal (7)

Unterwegs: langes Herbstwochenende in Berlin

An der Spree im Herbst 2017 | Foto: Sabine Wittig

Entlang der Spree

Recht spontan waren Herr azurweiss und ich vergangenen November mal wieder im sch├Ânen Berlin. Drei Tage, in denen das Wetter best├Ąndig zwischen tr├╝bgrau und sonniggold hin und her wechselte.

Berlin Wei├čensee im November 2017 | Fotos: Sabine Wittig

Berlin Wei├čensee

Ich plane unsere Reisen im Vorfeld gerne – mehr oder weniger akribisch – durch. Erstelle Listen mit Caf├ęs, Restaurants, L├Ąden, Museen & Co. und notier‘ mir die besten Verbindungen mit den ├Âffentlichen Verkehrsmitteln. Einfach, um die Zeit optimal zu nutzen und nichts Spannendes zu ├╝bersehen. Dennoch lassen meine Listen stets gen├╝gend Raum f├╝r Abweichungen und wir halten uns nicht sklavisch an Geplantes.

Diese Ziele standen dieses Mal auf der Agenda: das Studio Hausen in Wei├čensee, der Laden des Design Labels Neue Tische und der Showroom von Objekte unserer Tage in Mitte, das Hansaviertel und der Flohmarkt in der Stra├če des 17. Juni. Der Rest ergab sich von alleine.

Studio Hausen Berlin | Foto: Anne Deppe

Regalsystem Link Eiche/schwarz | Foto: Anne Deppe

Durch eine Pressemitteilung, die mir vor einiger Zeit ins Postfach flatterte, war ich auf das sch├Ân schlichte Regalsystem ‚Link‘ des Designers J├Ârg H├Âltje aufmerksam geworden. Bevors nach Berlin ging hab‘ ich J├Ârg gefragt, ob er mir ein bisschen was ├╝ber sein Label Studio Hausen erz├Ąhlen mag und wir haben uns in seinem B├╝ro auf dem Areal einer ehemaligen Bilderleistenfabrik in Wei├čensee verabredet.

Regalsystem Link von Studio Hausen | Foto: Anne Deppe

Regalsystem Link Eiche/wei├č | Foto: Anne Deppe

Das Design des Regals hat mir schon auf den Bildern gefallen. Die Qualit├Ąt hat mich dann vor Ort ├╝berzeugt. Was ich besonders mag: Produziert wird ausschlie├člich in Deutschland. Gutes Material, solide Handwerksarbeit, kurze Wege. Das Holz f├╝r die Regalbretter kommt aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus Europa. Es gibt keine Kleber oder andere Chemikalien, die sich negativ auf das Wohnklima auswirken k├Ânnten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Labels, die m├Âglichst schnell m├Âglichst viele Produkte auf den Markt bringen, konzentriert J├Ârg H├Âltje sich zun├Ąchst auf dieses eine Regal. Als Kunden haben wir dennoch gen├╝gend Auswahl. Denn es gibt die Bretter in unterschiedlichen L├Ąngen und drei verschiedenen Holzarten (Eiche natur, Esche natur und Esche schwarz gebeizt) und die B├╝gel sind in schwarz oder wei├č zu haben. Au├čerdem wird das Regal bei Bedarf kleiner oder gr├Â├čer – verschiedene Packages machen’s m├Âglich.

Ich fand den Ausflug nach Wei├čensee ├╝brigens nicht nur wegen des Treffens mit J├Ârg spannend. Wei├čensee ist ein Bezirk mit ganz eigenem Reiz. Manche Stra├čenz├╝ge wirken – beinahe kulissenartig – als w├Ąre die Mauer eben erst gefallen. Verlassene Geb├Ąude, verblasste Schrift an Fassaden, demolierte Briefk├Ąsten und dazwischen – vereinzelt – wie aus dem Ei gepellte frisch renovierte H├Ąuser.

Hansaviertel Berlin | Foto: Sabine Wittig

Hansaviertel

Wenn du dich f├╝r Architektur der 1950er Jahre interessierst, m├Âchte ich dir einen Spaziergang durchs Hansaviertel ans Herz legen. Zur Internationalen Bauaustellung 1953 planten Architekten aus aller Welt – darunter Alvar Aalto, Egon Eiermann, Walter Gropius, Arne Jacobsen und Oscar Niemeyer – Einfamilienh├Ąuser, Mehrfamilienh├Ąuser und ├Âffentliche Geb├Ąude.

Hansaviertel Berlin | Foto: Sabine Wittig

Hansaviertel

Insgesamt 35 Objekte wurden realisiert – und so lassen sich heute wundervolle Perlen des ‚Neuen Bauens‘ auf recht kleinem Raum bestaunen. Ich h├Ątte ja am liebsten an einigen T├╝ren gel├Ąutet und mich auch im Inneren der H├Ąuser umgesehen. Das Hansaviertel erreichst du per S-Bahn (Haltestelle Bellevue) oder U-Bahn (Haltestelle Hansaplatz).

Showroom Objekte unserer Tage Berlin | Foto: Sabine Wittig

St├╝hle ‚Schulz‘ im Showroom von Objekte unserer Tage (OUT)

Im Juni letzten Jahres erreichte mich die Einladung zur Er├Âffnung des Showrooms der Objekte unserer Tage (OUT). Extra deshalb nach Berlin zu fahren w├Ąr‘ ein bisschen zu aufw├Ąndig geworden, aber ich hab‘ mir die Adresse gespeichert. Weil: Die M├Âbel des jungen Labels fand ich auf Anhieb und durch die Bank unheimlich sch├Ân. Schlicht sind sie, raffiniert, geradlinig. Einfach gut!

Showroom Objekte unserer Tage Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Showroom Objekte unserer Tage

Und wie J├Ârg H├Âltje setzen auch drei OUT Inhaber auf Made in Germany. Daf├╝r arbeiten sie Hand in Hand mit spezialisierten Handwerksbetrieben und ausgew├Ąhlten Manufakturen. Das Ergebnis: hochwertiges, langlebiges Design. Mag ich. Du findest den OUT Showroom im Haus des Reisens, in der Alexanderstra├če 7.

Nicht weit entfernt vom Haus des Reisens – in der Rosa-Luxemburg-Stra├če 35 – befindet sich das Studio Neue Tische. Schon bei unserem letzten Berlinbesuch hatten Herr azurweiss und ich dort einen sch├Ânen, schlichten Esstisch entdeckt (wir waren schon seit l├Ąngerem auf der Suche). Leider hatte das Studio damals geschlossen und wir mussten mit dem Blick durchs Schaufenster Vorlieb nehmen. Dieses Mal hatten wir uns angek├╝ndigt, konnten den Tisch genau betrachten und bef├╝hlen. Wir waren uns schnell einig, dass er unseren 25 Jahre alten Buchetisch w├╝rdig ersetzen w├╝rde und haben ihn bestellt. Im M├Ąrz soll er geliefert werden. Unsere Vorfreude ist gro├č.

Flohmarkt in der Stra├če des 17. Juni Berlin | Foto: Sabine Wittig

Tr├Âdelmarkt an der Stra├če des 17. Juni

F├╝r Samstag hatten wir uns den Flohmarkt an der Stra├če des 17. Juni (direkt am S-Bahnhof Tiergarten) vorgenommen. Das Angebot dort ist toll. Wir haben viel hochwertiges Vintage Porzellan (KPM, Meissen, Rosenthal) gesehen und feines Design von Art D├ęco bis Midcentury Modern entdeckt. Die Mu├če zum intensiven St├Âbern und Einkaufen ist uns etwas abhanden gekommen, denn es war an dem Tag sehr kalt und┬á sehr windig. Gl├╝cklicherweise sind’s vom Tr├Âdelmarkt zum Caf├ę der Porzellanmanufaktur KPM nur ein paar Schritte und wir haben uns mit feinem Kaffee aus feinem Porzellan f├╝rs Frieren entsch├Ądigt.

Guten Kaffee getrunken (und nebenbei h├╝bsches Fahrraddesign bewundert) haben wir au├čerdem im Steel Vintage Bike Caf├ę in Mitte (Wilhelmstra├če 91). Das beste Abendessen (kreative Schweizer K├╝che) hatten wir im Nola’s am Weinberg in der Veteranenstra├če 9. Auf dem Weg dorthin sind wir ├╝ber Chairs gestolpert – ein kleines Eldorado f├╝r Liebhaber von Vintage St├╝hlen aus dem Midcentury Modern.

Im R├╝ckblick zu unserer Reise nach Leipzig im letzten Sommer hatte ich schon auf das Zeitgeschichtliche Forum verlinkt. Der Besuch dort hatte uns damals unheimlich beeindruckt. Tr├Ąger des Zeitgeschichtlichen Forums ist die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die auch in Berlin zwei unbedingt besuchenswerte Ausstellungen zeigt: Alltag der deutschen Teilung im Tr├Ąnenpalast und Alltag in der DDR im Museum der Kulturbrauerei.┬áWir haben die beiden Ausstellungen an einem Tag besucht. Im Tr├Ąnenpalast waren wir gerade noch rechtzeitig um an einer F├╝hrung teilzunehmen – sehr, sehr empfehlenswert. Intensiver kann man das Leben in der DDR wohl kaum nachempfinden, wenn man – wie ich – das Leben dort nur vom H├Ârensagen kennt.

Im M├Ąrz steht die n├Ąchste Berlinreise an und die Liste der Ziele entsteht gerade. Charlottenburg spielt eine gro├če Rolle.

Fotos: Anne Deppe (4,5), Sabine Wittig (1-3; 6-11)

3 x gestylt – Sideboard im Essbereich

Waeckerlin Sideboard | Foto: Sabine WittigZeit f├╝r Ver├Ąnderungen. Das tr├╝be Wochenende habe ich genutzt um unterschiedliche Stylings auf unserem Sideboard im Essbereich auszuprobieren. Schwarz, wei├č und haselnuss pr├Ągen die erste Variante.

Sideboard Styling | Foto: Sabine WittigZum Mond von Nina Sophie Gekeler gesellen sich drei grundverschiedene Vasen und die ersten Fr├╝hlingszweige. Die Vintage Henkelvase hab‘ ich k├╝rzlich im Sozialkaufhaus in Heilbronn erstanden.

Handgemaltes Poster von Nina Sophie Gekeler | Foto: Sabine WittigFast lieber als Blumen sind mir im Moment h├╝bsche Obstbaumzweige. Man kann ihnen so sch├Ân beim Erbl├╝hen zuschauen.

Quick DIY: Wandbehang aus Wollf├Ąden | Foto: Sabine WittigEin Vosatz zum Jahresbeginn: Wieder mehr Handarbeiten. Fr├╝her (sehr viel fr├╝her) hab‘ ich am laufenden Band Pullover gestrickt. So weit wird’s wohl nicht mehr kommen. Aber kleinere DIY-Projekte sollen es k├╝nftig ├Âfter sein. Dieser Wollfadenwandbehang machte den Anfang. Schon nach einer knappen Stunde war er fertig. Zum Wollwei├č passen die cremigen R├╝schen der ersten Tulpen in diesem Jahr.

Quick DIY: wall hanging made of wooden strings | Foto: Sabine WittigDie Zutaten f├╝r das Wandkunstst├╝ck: ein Rundholz, ein Kn├Ąuel Wolle (ich hab‘ flauschige Filzwolle genommen) und etwas Bindfaden. Vielleicht gesellt sich bald eine Variante in schwarz oder dunklem Anthrazit zum Durchtauschen dazu. Und: Ich m├Âchte mir unbedingt ein paar Kn├╝pfknoten (wieder) aneignen. In der Grundschule haben wir einst Einkaufsnetze gekn├╝pft und ich kann mich erinnern, dass das Knoten eine wundervolle T├Ątigkeit war.

Hortensienprint | Foto: Sabine WittigSeit ich blogge sammeln sich viele, viele Fotos auf dem Rechner. W├Ąhrend der Tage zwischen den Jahren hab‘ ich sie (fast) alle gesichtet. Unbrauchbares wurde gel├Âscht, Sch├Ânes sauberer archiviert und manches davon zur Posterdruckerei geschickt. Zum Beispiel die Hortensie. Bevor sie sich auf den Weg machte, bekam sie einen rosafarbenen Schleier. Sie hat auch eine schleierlose Graustufenschwester – die zeige ich ein andermal. Im Moment mag ich den Rosaton sehr. Die trockenen, kahlen Zweige sind filigrane Erg├Ąnzung zur ├╝berdimensionalen Bl├╝te.

Hortensienprint | Foto: Sabine Wittig

Bezugsquellen:

Aquarell Mond: Nina Sophie Gekeler (├╝ber la mesa)
Vase schwarz/wei├č: Anna Sykora (├╝ber la mesa)
Kleine schwarze Vase: Lindform (├╝ber Room to Dream)
Vase wei├č und zartrosa: Lyngby
Wei├čes Metalltablett: Hay

Fotos: Sabine Wittig

Inspiration am Dienstag – neue Wandlampen im Wohnzimmer

Advent bei azurweiss | Foto: Sabine WittigQuadratisch, praktisch – perfekt f├╝r unsere Wohnzimmerwand sind die neuen Leuchten, die Herr azurweiss k├╝rzlich angebracht hat. Ihre beiden Vorg├Ąnger haben uns schon l├Ąnger nicht mehr gefallen. Ein identischer Leuchtw├╝rfel ist schon seit geraumer Zeit in unserem Flur im Einsatz und hat sich dort bestens bew├Ąhrt.

Ich bin ganz gl├╝cklich mit den Neuzug├Ąngen. Ausgeschaltet halten sie sich dezent zur├╝ck – angeknipst geben sie ein h├╝bsch tailliertes, wohldosiertes Licht.

Advent bei azurweiss | Foto: Sabine WittigGestern haben sie vorweihnachtszeitliche Gesellschaft bekommen: Juriannes neuen Papierengel ‚Leaves‘, ein paar Zapfen (echte und auf Geschenkpapier gebrachte) sowie drei Minitannen, die ich mitsamt ihren Erdballen in die schlichten wei├čen Lyngby Vasen gepackt hab‘.

Advent bei azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Advent bei azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Vintage Keramik | Foto: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Rezept f├╝r Tiroler Nusskuchen

Rezept f├╝r Tiroler Nusskuchen | Foto: Sabine WittigZum la mesa Tag der offenen T├╝r gibt’s immer eine kleine Kuchenauswahl f├╝r unsere G├Ąste. In diesem Jahr unter anderem Tiroler Nusskuchen – den Lieblingskuchen von Herrn azurweiss. Einige unserer Besucher hatten nach dem Rezept gefragt – voil├á:

F├╝r zwei kleine rechteckige Backformen (ca. 20 x 11 cm) brauchst du diese Zutaten:

190 g Zucker
180 g weiche Butter
125 g Mehl
6 Eier
1 Prise Salz
1 TL Zimt
1 TL Backpulver
200 g gemahlene Haseln├╝sse
100 g Schokoladenraspel (Vollmilch)

Rezept f├╝r Tiroler Nusskuchen | Foto: Sabine WittigDie Backformen mit Backpapier auslegen. Alle Zutaten in eine Sch├╝ssel geben und mit dem Handmixer gut verr├╝hren. In die beiden Formen geben und bei 180 ┬░C (Ober-/Unterhitze) ca. 50 bis 60 Minuten backen.

Nach dem Backen sollten die beiden K├╝chlein noch ein paar Minuten in den Formen bleiben. Dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter ausk├╝hlen lassen.

Rezept f├╝r Tiroler Nusskuchen auch azurweiss | Foto: Sabine WittigF├╝r die Fotos hab‘ ich den Kuchen auf der h├╝bschen Keramik von Suntree Studio angerichtet.

Fotos: Sabine Wittig

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Inspiration am Dienstag* – Bauhaus in schwarz/wei├č

Poster Bauhaus Dessau | Foto: Sabine Wittig

Diese Woche gibt’s genau dieselbe Perspektive wie in der vergangenen. Denn das, was wir vom Esstisch aus sehen, hat sich schon wieder gewandelt. (An dem T├╝rkis hab‘ ich mich rasch sattgesehen). Gl├╝cklicherweise haben wir aus Dessau noch ein zweites Poster mitgebracht. (Genauer gesagt gibt’s noch ein drittes, das ist aber gerade weg – zum Aufziehen auf Forex, denn wir m├Âchten es rahmenlos aufh├Ąngen). An der Wand im Essbereich h├Ąngt das Bauhaus nun sehr abstrakt in schwarz und wei├č.

Kosmea | Foto: Sabine WittigIn der Vase: zwei frisch geschnittene Kosmeen. Bauhaus trifft Bauerngarten.

*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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Inspiration am Dienstag* – Querstreifen in t├╝rkis

Bauhaus Dessau | Foto: Sabine Wittig

Die Vintage Keramikvase hab‘ ich vorletzte Woche im Sozialkaufhaus entdeckt. Wahrscheinlich h├Ątte ich sie stehen lassen (und Herr azurweiss w├Ąre mir dankbar daf├╝r gewesen), h├Ątte ihre t├╝rkisfarbene Mitte mich nicht an die gleichfarbigen Balken in dem Bauhausdruck, der seit unserem Dessaubesuch, im Esszimmer h├Ąngt, erinnert.

Vintage Keramik | Foto: Sabine WittigAktuell schm├╝cken Bl├╝tenst├Ąnde der Herbstanemone die Vase. Das feine Miniporzellan von Rosenthal soll der rustikalen Keramik ein bisschen von ihrer Schwere nehmen.

Rosenthal Minikannen | Foto: Sabine Wittig

*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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Unterwegs: 2,5 Tage Weimar

Elf Tage Urlaub, f├╝nf St├Ądte (und ebenso viele Bundesl├Ąnder), elf Museen, ein Zoo, vier Flohm├Ąrkte und ein bisschen Drumrum. Mitte Juli starteten Herr azurweiss und ich zu einer kleinen Reise durch Mittel- und Norddeutschland. Die Stationen: Weimar, Leipzig, Dessau, Potsdam, Hamburg.

Es waren inspirierende Tage mit straffem Programm und am Ende hatten wir das Gef├╝hl, drei Wochen unterwegs gewesen zu sein. Herrlich. Meine liebsten Adressen zu den einzelnen St├Ądten findest du – in einzelne St├Ądte-H├Ąppchen aufgeteilt – in den n├Ąchsten Tagen hier. Los geht’s mit Weimar, der Stadt, in der Goethe und Schiller wirkten, das Bauhaus gegr├╝ndet wurde und die Deutschlands erster parlamentarischer Demokratie ihren Namen gab.

Meine Weimar Highlights waren Bauhaus Museum und Bauhaus Universit├Ąt. F├╝r das Museum solltest du zwei Stunden einplanen und auf jeden Fall den Audio Guide nutzen. Die Universit├Ąt besuchst du am besten im Rahmen eines gef├╝hrten Bauhaus Spaziergangs – dann kannst du auch das ehemalige Arbeitszimmer von Walter Gropius besichtigen. Wir waren leider zu sp├Ąt f├╝r den Spaziergang, hatten aber das Gl├╝ck, dass an unserem Weimarwochenende gerade die Summaery┬ástattfand. W├Ąhrend der Summaery stellen Studierende und Lehrende Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten vor. So blieb uns das Gropius Zimmer zwar verschlossen, aber wir kamen in den Genuss inspirierender Pr├Ąsentationen aus den Bereichen Architektur, Urbanistik, Kunst, Gestaltung und Medien.

2019 feiert das Bauhaus ├╝brigens 100. Geburtstag – dann er├Âffnet das neue, gr├Â├čere┬á bauhaus museum weimar. Wir werden dann sicher wieder kommen und auch die Orte besuchen, die wir dieses Mal nicht anschauen konnten – wie z. B. das Haus am Horn.

Bauhausuniversit├Ąt Weimar | Fotos: Sabine Wittig

Bauhaus Universit├Ąt Weimar

Goethes Wohnhaus hatten wir uns schon vor einigen Jahren angeschaut und dieses Mal ausgelassen – es ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir hatten daf├╝r die Anna Amalia Bibliothek auf dem Programm. Auch hier lohnt sich der Rundgang mit Audioguide. Und: Am besten die Eintrittskarten schon im Vorfeld reservieren, denn der historische Ausstellungssaal ist nicht sehr gro├č, es kann immer nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern gleichzeitig rein und wenn der Andrang entsprechend ist, kann es sein, dass man abgewiesen wird.

Porzellanmuseum Leuchtenburg in Th├╝ringen | Bilder: Sabine Wittig

Porzellanmuseum auf der Leuchtenburg

Meine n├Ąchste Empfehlung liegt rund 45 Autominuten von Weimar entfernt: die Porzellanwelten auf der Leuchtenburg in Seitenroda bei Kahla. Wenn du das wei├če Gold in all‘ seinen Facetten so gern magst wie ich, dann ist dieses Museum genau das Richtige f├╝r dich. Vor oder nach dem Museumsbesuch solltest du dir unbedingt Zeit f├╝r eine Pause im Caf├ę neben Kasse und Museumsshop nehmen. Und dort durch die komplett verglaste Wand die herrliche Aussicht ├╝ber das Land genie├čen.

Hier war Goethe nie - Designapartments Weimar | Foto: Sabine Wittig

Hier war Goethe nie – Design Apartments Weimar

├ťbernachtet haben wir in einem der wundersch├Ân eigerichteten Design Apartments Weimar. Nicht nur ein perfekter Ort zum Wohnen auf Zeit sondern auch prima gelegen – zur Innenstadt kannst du gem├╝tlich spazieren.

Caf├ę Brotklappe in Weimar | Fotos: Sabine Wittig

Die Brotklappe

Das beste Fr├╝hst├╝ck (ich sag‘ nur Brioches!) hatten wir in der Brotklappe – nur wenige Schritte von unserem Apartment entfernt. F├╝r Kaffee und Kuchen am Nachmittag m├Âchte ich dir die Koriat Kuchenmanufaktur ans Herz legen.

Weinbar Weimar | Fotos: Sabine WittigF├╝r ein kleines Abendessen uneingeschr├Ąnkt empfehlenswert: die Weinbar Weimar. Neben Weinen aus aller Welt werden feine Kleinigkeiten (sie nennen es Barfood) serviert. Bei sch├Ânem Wetter unbedingt im Garten sitzen!

design we love in Weimar | Foto: Sabine Wittig

design we love

Zum Schluss noch eine feine Shoppingadresse: Mark Pohl (Inhaber der Design Apartments Weimar) verkauft in seinem kleinen, etwas versteckten Laden design we love in der Schillerstra├če 22 ausgesuchtes Interior Design. Was ich besonders mag: Etliches ist made in Germany.

Drei Tage in Weimar | Foto: Sabine WittigWeimar, wir sehen uns 2019 wieder! Ich freu‘ mich schon auf 100 Jahre Bauhaus.

In der n├Ąchsten Woche gibt’s meine liebsten Leipzig-Adressen.

Fotos: Sabine Wittig

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Inspiration am Dienstag* – Sturmopfer

Sommerblumenstrau├č | Foto: Sabine WittigDie Auswahl der Bl├╝mchen, die ich heute morgen im Garten geschnitten hab‘, ist vom Wind inspiriert. St├╝rmische B├Âen haben vergangene Nacht Rittersporn und Glockenblumen abgeknickt, Mutterkraut und Jungfern im Gr├╝nen auf den Boden gedr├╝ckt.

Jetzt stehen die Sturmopfer wieder aufrecht. H├╝bsch beisammen in der ovalen Vase von KPM – einem Erinnerungsst├╝ck aus Berlin.

Ganz in wei├č | Foto: Sabine Wittig*Immer dienstags zeige ich hier Dinge, die mir besonders gut gefallen und die mich inspirieren.

Fotos: Sabine Wittig

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