Im Museum der K├Âniglichen Porzellan-Manufaktur KPM in Berlin

K├Ânigliche Porzellan-Manufaktur Berlin | Foto: KPM

K├Ânigliche Porzellan-Manufaktur Berlin | Foto: KPM

[Werbung*] Berlin. Immer wenn ich dort bin, f├╝hrt mindestens ein Weg zu KPM. Manchmal schauÔÇś ich nur in dem h├╝bschen kleinen Shop ÔÇ×The BoxÔÇť in den Hackeschen H├Âfen vorbei, meist gehtÔÇÖs aber zum Flagshipstore in die Wegelystra├če. Hier befindet sich auch das Museum des Porzellanherstellers. W├Ąhrend meiner letzten Berlinreise im M├Ąrz hab‘ ich mir daf├╝r mal wieder Zeit genommen. Seit meinem letzten Besuch vor ein paar Jahren hat sich manches ver├Ąndert.

Mitmach-Manufaktur KPM Berlin | Foto: KPM

Mitmach-Manufaktur KPM Berlin. In der Mitte an der Wand: das kobaltblaue Zepter, mit dem das Porzellan seit der Gr├╝ndung der Manufaktur gemarkt wird. | Foto: KPM

So gibt es dort jetzt die KPM Mitmach-Manufaktur. Ein sch├Âner heller Raum, in dem man den Manufakturisten nicht nur ├╝ber die Schulter schauen, sondern in Workshops auch selbst Hand anlegen kann. Ich durfte w├Ąhrend meines Besuchs ein Milchk├Ąnnchen und eine Tasse mit Henkel versehen – und wei├č Manufakturporzellan seitdem noch mehr zu sch├Ątzen. Denn: Was sich trivial anh├Ârt, erfordert au├čerordentliches Fingerspitzegef├╝hl. Der Henkel wird pr├Ązise angesetzt und mit Schlicker (so nennen Porzelliner ihren Klebstoff) fixiert. Reste des Schlickers m├╝ssen sehr schnell und sehr gr├╝ndlich wieder entfernt werden, ohne dabei Tasse oder Henkel zu verformen. Und die Gefahr ist gro├č, denn das Porzellan ist in diesem Stadium noch ganz weich.

Mitmachmanufaktur KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Geht nur mit viel Erfahrung und Gef├╝hl: die manuelle Fertigung von Porzellan. Fotos: Sabine Wittig

Den Henkel hab‘ ich zwar mehr oder weniger gerade hinbekommen, aber beim Entfernen des Schlickers hab‘ ich aufgegeben und das der Expertin ├╝berlassen.

Mitmach-Manufaktur KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Porzellan besteht aus Kaolin, Feldspat und Quarz. Die genaue Rezeptur – das Arkanum – bleibt aber ein wohl geh├╝tetes Geheimnis. Fotos: Sabine Wittig

KPM Mitmach-Manufaktur | Fotos: Sabine Wittig

Farben, Marken, Qualit├Ąt: unterschiedliche Themeninseln in der Mitmach-Manufaktur geben Einblicke in die Herstellung von KPM Porzellan. Fotos: Sabine Wittig

Auch ohne Workshop lohnt es sich, sich in der Mitmach-Manufaktur genauer umzusehen. Du erf├Ąhrst hier viele Details der Porzellanherstellung, kannst anfassen, staunen, nachvollziehen. Oder dich einfach nur inspirieren lassen.

Museum KPM K├Ânigliche Porzellan-Manufaktur | Foto: KPM

Ausstellungsraum in der K├Âniglichen Porzellan-Manufaktur Berlin | Foto: KPM

Die K├Ânigliche Porzellan-Manufaktur ist Berlins ├Ąltester noch existierender Handwerksbetrieb. Gegr├╝ndet wurde sie von Friedrich II., dem Gro├čen, der 1763 eine bestehende Porzellanmanufaktur des Berliner Kaufmanns Ernst Gotzkowsky erworben hatte. Der ‚Alte Fritz‘ selbst lie├č bei KPM 21 Hofservice f├╝r die k├Âniglichen Schl├Âsser fertigen und bezeichnete sich selbst als sein bester Kunde. Bis zur Abdankung Kaiser Wilhelms II. im Jahr 1918 war die Manufaktur im Besitz von sieben K├Ânigen und Kaisern.

Die Geschichte von KPM – sie ist eng mit der Geschichte Preu├čens und Berlins verkn├╝pft – wird in der Ausstellung anhand vieler Exponate erz├Ąhlt. Man braucht nicht unbedingt eine F├╝hrung, denn alle St├╝cke sind ausf├╝hrlich beschrieben. Aber spannender wird der Rundgang mit F├╝hrer auf jeden Fall. Ich hab‘ die Erkl├Ąrungen und Anekdoten rund um das wei├če Gold sehr genossen, viel ├╝ber die Porzellanherstellung dazugelernt und jede Menge (Kunst)Geschichtliches aus den unterschiedlichen Epochen – vom Rokoko ├╝ber das Bauhaus bis heute – erfahren.

Porzellanformen und Service Urbino im Museum bei KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Inspirierend pr├Ąsentiert: Gussformen f├╝r die Porzellanherstellung (links). Eins meiner Lieblingsgeschirre von KPM: die Serie Urbino – entworfen 1930 bis 1932 von Trude Petri (rechts). Fotos: Sabine Wittig

Ein wundervolles Highlight der KPM Welt ist die Inszenierung der historischen Ringkammerofenhalle. Die Ofenkammern – in denen einst das Porzellan gebrannt wurde – sind heute R├Ąume f├╝r die inspirierende Zurschaustellung von Geschirr, Formen, Hilfsmitteln und sogar Scherben. Herrlich!

Ringkammerofenhalle KPM Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Die einstigen Ofenkammern werden heute als B├╝hne f├╝r kreative Inszenierungen genutzt. Fotos: Sabine Wittig

KPM Berlin Museumscaf├ę | Fotos: Sabine Wittig

Aus welcher Tasse magst du deinen Kaffee genie├čen? Im KPM Caf├ę hast du freie Wahl beim Geschirr. Ich hab‘ mich f├╝r Kurland entschieden – ein KPM Klassiker. Die Serie ist im Jahr 1790 (!) entstanden und tr├Ągt den Namen des damaligen Auftraggebers, dem Herzog von Kurland. Fotos: Sabine Wittig

Nach dem Museumsbesuch kannst du im KPM Flagshipstore st├Âbern (es gibt dort auch immer ein paar preisreduzierte II.Wahl-St├╝cke und wenn du Gl├╝ck hast, ist dein Lieblingsservice dabei) und Kaffee und Kuchen im KPM Caf├ę genie├čen.

*Dieser Beitrag ist Teil meiner Serie ├╝ber Porzellanmuseen. Ich schreibe diese Serie, weil kein anderer Werkstoff mich so fasziniert wie das wei├če Gold. KPM hat mir f├╝r diesen Artikel freien Eintritt ins Museum erm├Âglicht und eine F├╝hrung sowie einen Mini-Workshop in der Mitmach-Manufaktur organisiert. Deshalb ist mein Beitrag als Werbung gekennzeichnet. Herzlichen Dank nochmals an KPM f├╝r die spannenden und inspirierenden Stunden – und bis zum n├Ąchsten Mal!

KPM Welt
Museum und Flagshipstore
Wegelystra├če 1
Ge├Âffnet Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr
S-Bahn: Tiergarten

www.kpm-berlin.com

Fotos: KPM (1, 2, 10); Sabine Wittig (3 bis 9 und 11 bis 16)

Zu Besuch im Museum der Porzellanmanufaktur F├╝rstenberg

Museum Schloss F├╝rstenberg an der Weser | Foto: F├╝rstenberg

Lohnender Zwischenstopp auf unserem Weg an die Ostsee: Das Museum Schloss F├╝rstenberg im Weserbergland. | Foto: F├╝rstenberg

Wenn du hier schon l├Ąnger mitliest, kennst du meine Schw├Ąche f├╝r feines Porzellan. ┬á Immer, wenn wir auf Reisen gehen, schaue ich, ob nicht ein Porzellanmuseum auf der Strecke liegt. Auf dem Weg in einen kurzen Ostsee-Februar-Urlaub war’s f├╝r Herrn azurweiss und mich nur ein kleiner Schlenker zum Museum der Porzellanmanufaktur F├╝rstenberg. Die Manufaktur wurde 1747 von Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenb├╝ttel gegr├╝ndet und noch heute entstehen dort die wundervollen Produkte aus ‚wei├čem Gold‘ gr├Â├čtenteils in Handarbeit. Das Museum befindet sich direkt neben der Manufaktur – im ehemaligen herzoglichen Jagdschloss. Es wurde erst im M├Ąrz 2017 – nach l├Ąngerer Umbau- und Sanierungsphase – neu er├Âffnet. Das Konzept: Die faszinierende Geschichte der Manufaktur hautnah erlebbar machen. Uns hat die Mischung aus klassischer Exponatpr├Ąsentation, kleinen Geschichten, digitaler Projektion, Besucherwerkstatt und Mitmachbereichen, in denen Anfassen ausdr├╝cklich erw├╝nscht ist, bestens gefallen. Und ich hab‘ mich gefreut, dass Museumsleiter Dr. Christian Lechelt (den ich ein ganz kleines Bisschen um seinen Job beneide) sich w├Ąhrend unseres Besuchs Zeit genommen und ein wenig aus dem N├Ąhk├Ąstchen geplaudert hat. Auch im Vorfeld durfte ich ihm einige Fragen stellen – daraus ist das folgende Interview entstanden:

Porzellanmuseum F├╝rstenberg in F├╝rstenberg an der Weser | Foto: F├╝rstenberg

Porzellangeschichte(n) – wundersch├Ân erz├Ąhlt | Foto: F├╝rstenberg

Was fasziniert Sie am Werkstoff Porzellan?

Porzellan ist ein ganz eigenwilliger und eigent├╝mlicher Werkstoff. Der ber├╝hmte Direktor der Meissener Manufaktur in den 1920er Jahren, Max Adolf Pfeiffer, hat es treffend ausgedr├╝ckt: ÔÇ×Porzellan ist der sch├Ânste Werkstoff, den der Mensch sich selbst geschenkt hat.ÔÇť Zwei Aspekte kommen hier zum Ausdruck: Zun├Ąchst die ├ästhetik des Materials. Schneewei├č, spiegelgl├Ąnzend, lichtdurchscheinend. Das ist unvergleichlich und nur dem Porzellan eigen. Es gibt kein anderes Material, das diese Qualit├Ąten besitzt. Zum anderen ist Porzellan, historisch betrachtet, so etwas wie der erste ÔÇÜKunststoffÔÇś der Menschheitsgeschichte. Denn es gibt diesen Werkstoff nicht in der Natur, er muss k├╝nstlich hergestellt werden. Es werden Rohstoffe kombiniert und einer bestimmten Prozedur unterzogen, um schlie├člich ein neues Material mit Eigenschaften zu erhalten, die Ausgangsstoffe nicht besitzen.

Neben diesen materialimmanenten Faktoren spielt auch die ├╝ber tausendj├Ąhrige Geschichte des Porzellans eine gro├če Rolle. Zun├Ąchst war die Porzellanherstellung das Privileg Ostasiens. Er- oder besser gefunden in China, dann auch in Korea und Japan etabliert, gelangten erste St├╝cke im Mittelalter nach Europa. Dort sorgten sie f├╝r Staunen und Furore, da die Vasen und Schalen unvergleichbar waren mit allen anderen keramischen Erzeugnissen, zu deren Fertigung man damals in Europa in der Lage war. Da man sich nicht erkl├Ąren konnte, wie diese Objekte beschaffen und hergestellt worden waren, glaubte man, es mit Wunderdingen zu tun zu haben. Tats├Ąchlich galt Porzellan bis in die Neuzeit als wundert├Ątig, giftanzeigend oder giftneutralisierend. Deshalb geh├Ârten Porzellanobjekte in jede gute Kunst- und Wunderkammer und wurden damit ein Teil h├Âfischer Repr├Ąsentation.

Mit der Entdeckung des Seewegs nach Ostasien begann ein reger Warenaustausch und immer mehr Porzellan gelangte seit dem 17. Jahrhundert nach Europa. Aus den vermeintlichen wundert├Ątigen Objekten wurden nun begehrte Luxusartikel, die man in m├Âglichst gro├čer F├╝lle besitzen musste. Jetzt begann man auch, das Porzellan nicht nur ob seiner Sch├Ânheit und Eigenwilligkeit zu bewundern, sondern es auch zu benutzen. Zugleich entstanden die ersten Porzellansammlungen und ÔÇô von den Niederlanden ausgehend ÔÇô setzte die Mode der Porzellankabinette ein, die schlie├člich bis weit ins 18. Jahrhundert hinein zu einem integralen Bestandteil der Schlossbaukunst wurden.

Analog zu dem Europa erfassenden Porzellanfieber wurde an vielen Orten und von vielen Menschen versucht, hinter das Geheimnis, das Arkanum des Porzellans zu kommen. Doch trotz au├čergew├Âhnlicher und phantastischer Leistungen wie dem Mediciporzellan in Florenz oder den franz├Âsischen Frittenporzellanen, gelang es nicht, echtes Porzellan zu erzeugen. Erst 1708 schlug die Geburtsstunde des europ├Ąischen Porzellans, als es Johann Friedrich B├Âttger, Ehrenfried Walther von Tschirnhaus sowie einer ganzen Reihe versierter Fachleute der Bergakademie in Freiberg gelang, in Sachsen echtes Porzellan zu erzeugen. Faszinierend an der Entdeckung des Arkanums ist vor allem, dass es sich nicht um einen Zufallsfund handelte ÔÇô wie es gerne auch heute noch kolportiert wird ÔÇô, sondern eine ganz zielgerichtete und mit wissenschaftlicher Genauigkeit gef├╝hrte Unternehmung war. Daraus entstand schlie├člich ab 1710 die Meissener Manufaktur, wenn man so will, die Mutter aller Manufakturen Europas.

Mix & Match: verschiedene Porzellanserien im Museum der Manufaktur F├╝rstenberg | Fotos: Sabine Wittig

Anfassen und mixen erw├╝nscht: verschiedene F├╝rstenberg Porzellanserien d├╝rfen und sollen von den Besuchern nach Herzenslust kombiniert werden.

Was ist f├╝r Sie typisch F├╝rstenberg?

F├╝rstenberg blickt auf der einen Seite zur├╝ck auf eine 270j├Ąhrige, faszinierende Geschichte. Dies k├Ânnte eine geradezu erdr├╝ckende Traditionslast erzeugen, doch F├╝rstenberg sieht dieses Erbe in meinen Augen als stete Herausforderung. Die Manufaktur hat sich nie auf den Lorbeeren eines omin├Âsen Fr├╝her ausgeruht, sondern stets mit dem Blick auf die Gegenwart agiert. So ist gerade auch das 21. Jahrhundert eine hochspannende Phase der F├╝rstenberg Geschichte, denn die Manufaktur hat sich selbstbewusst als eine moderne Luxusmanufaktur neu aufgestellt. Dieser Prozess ist ├Ąu├čerst faszinierend, da F├╝rstenberg auf diese Weise an die Gr├╝ndungsgeschichte einer herzoglichen Unternehmung anschlie├čt, ohne aber in die Falle der Nostalgie zu tappen. Vielmehr entstehen aus der Frage, was eigentlich eine moderne Manufaktur ausmacht, herausragende, anspruchsvolle und innovative Produkte von zugleich poetischer Qualit├Ąt.

Museum der Porzellanmanufaktur F├╝rstenberg in F├╝rstenberg an der Weser | Foto: Sabine Wittig

Der Zeitgeist des 19. Jahrhunderts: die Form Empire mit aufw├Ąndigem Dekor

Haben Sie ein Lieblingsst├╝ck in der Ausstellung?

Eigentlich sind mir alle Objekte der Museumssammlung gleich lieb, da jedes Objekt mit so viel Geschichte und Geschichten aufgeladen ist. Selbst ein scheinbar banales St├╝ck entpuppt sich bei genauerem Hinsehen und tiefergehender Besch├Ąftigung als Faszinosum. Deshalb war es auch besonders wichtig, sich bei der Auswahl der Objekte f├╝r die Dauerausstellung streng zu beschr├Ąnken, um nicht auszuufern. Gerade weil jedes St├╝ck seine besondere W├╝rde hat, war es mir sehr wichtig, ihm den n├Âtigen Raum zur wirkungsvollen Entfaltung zu geben.

Besucherwertstatt im Porzellanmuseum F├╝rstenberg | Fotos: Sabine Wittig

Wie kommt der Henkel an die Kanne? Wie wird eine Figur gegossen? Und wie entstehen eigentlich die filigranen Durchbruchk├Ârbe? In der Besucherwerkstatt konnten wir einer Manufakturistin ├╝ber die Schulter schauen.

Welches ist das ├Ąlteste Exponat?

Zu den ├Ąltesten Exponaten in der Ausstellung ÔÇô und zugleich auch kuriosesten ÔÇô geh├Âren ein Teller und eine Tasse mit Untertasse, die von Johann Christoph Glaser bemalt wurden. Glaser war eine sehr umstrittene, zweifelhafte Pers├Ânlichkeit in der Geschichte der Manufaktur. Er kam wohl schon 1744 an den herzoglichen Hof, um sich als Arkanist anzudienen. Er muss erfahren haben, dass der Herzog von Braunschweig die Gr├╝ndung einer Manufaktur ins Auge gefasst hatte. Der Glaser behauptete nun, im Besitz des Wissens um die Porzellanherstellung zu sein und wurde daraufhin beauftragt, eine Manufaktur aufzubauen. 1747 verf├╝gte dann der Herzog, dass das Unternehmen in dem Jagdschloss seiner Vorfahren in F├╝rstenberg einzurichten sei. Glaser experimentierte, versuchte und probierte in den folgenden Jahren mehr oder minder engagiert, letztlich┬á aber erfolglos. Denn es stellte sich heraus, dass er seinen vollmundigen Versprechungen keine Taten folgen lassen konnte. Kurz gesagt: er war ein Hochstapler. Es war ihm aber gelungen, sowohl den Herzog als auch den ihm zur Aufsicht ├╝bergeordneten Manufakturdirektor jahrelang zu narren und mit (leeren) Versprechungen bei der Stange und den Geldfluss am Leben zu halten. Schlie├člich flog der Betrug aber auf und man stellte fest ÔÇ×Glaser ist vom echten Porzellan so weit entfernt wie Messing vom GoldeÔÇť ÔÇô und jagte ihn aus F├╝rstenberg fort.

Es ist bei altem Porzellan selten, ein Objekt einem bestimmten Menschen zuschreiben zu k├Ânnen (einem Porzellanmaler oder einem Dreher, oft kennt man noch nicht einmal den Entwerfer). Daher ist es umso aufregender, dass wir St├╝cke zeigen k├Ânnen, die ausgerechnet durch die H├Ąnde dieses Scharlatans gegangen sind.

F├╝rstenberg Jahreshasen | Foto: Sabine Wittig

Die F├╝rstenberg Jahreshasen sind beliebte Sammelobjekte.

Bald wird zus├Ątzlich zur Dauerausstellung das Schaumagazin er├Âffnet …

… das Schaumagazin ist die letzte Ausbaustufe der Dauerausstellung. Der Sammlungsbestand ist sehr umfangreich, er umfasst etwa 20.000 Objekte. Es ist verst├Ąndlich, dass wir davon nur einen kleinen Teil in der Dauerausstellung zeigen k├Ânnen. Jedoch m├Âchten wir unsere Besucher zumindest ansatzweise den einmaligen Reichtum unserer Best├Ąnde erleben lassen, denn in keinem anderen Museum gibt es eine derart umfangreiche und nahezu enzyklop├Ądische Sammlung von F├╝rstenberg Porzellan.

Herr Dr. Lechelt, dankesch├Ân f├╝r die Einblicke in Ihre Arbeit und die Welt des Porzellans!

Besucherwerkstatt Porzellanmuseum F├╝rstenberg | Foto: Sabine Wittig

Nicht alle Dekore werden aufgemalt. Einige entstehen mit Hilfe aufgelegter Druckbilder. Auch wie das funktioniert erf├Ąhrt man in der Besucherwerkstatt.

Sch├Ân war’s in F├╝rstenberg. Inspirierend und faszinierend. Und irgendwann, wenn uns eine Urlaubsfahrt wieder ins Weserbergland f├╝hrt, kommen wir bestimmt nochmal. Um das Schaumagazin zu besichtigen, um ├ťbersehenes zu entdecken und um erneut im Werksverkauf, der nur ein paar Schritte vom Museum entfernt liegt, zu st├Âbern.

Historisches Treppenhaus im Museum Schloss F├╝rstenberg | Foto: F├╝rstenberg

Ganz in Wei├č: das historische Treppenhaus des Museums | Foto: F├╝rstenberg

Mit diesem Beitrag starte ich eine lose Serie ├╝ber Porzellanmuseen. Ich hab‘ in den letzten Jahren etliche besucht – manche auch mehrmals – und bin jedes Mal aufs Neue fasziniert. Vielleicht kann ich dich ein wenig mit meiner Begeisterung f├╝r Porzellan anstecken? F├╝r diesen Beitrag hat F├╝rstenberg mir freien Eintritt ins Museum erm├Âglicht. Dankesch├Ân daf├╝r!

Fotos: F├╝rstenberg (1,2, 11), Sabine Wittig (3 bis 10)