Über Sabine Wittig

PR-Beraterin, Lifestyle-Bloggerin und Onlineshop-Besitzerin.

Rezept fĂŒr schnelle KrĂ€uter-KĂ€se-Scones

ZurĂŒckgezogenheit ist seit Mitte MĂ€rz die große Überschrift (nicht nur) in meinem Leben. Selten zuvor (und nie in dieser IntensitĂ€t) blieb so viel Raum fĂŒr die kleinen Dinge, die normalerweise dem Überfluss an Terminen, Veranstaltungen, Möglichkeiten und den eigenen AnsprĂŒchen zum Opfer fallen. Noch genieße ich diesen Zustand und freu‘ mich ĂŒber die geschenkten Stunden um z. B. neue Rezepte auszuprobieren. Wie kĂŒrzlich das fĂŒr diese schnellen Scones, die es inzwischen mehrmals – in verschiedenen Varianten – bei uns gab.

KrÀuter-KÀse-Scones | Foto: Sabine Wittig

Zutaten
(fĂŒr ca. 20 Scones)

150 g Mehl
1 Teelöffel Reinweinstein-Backpulver
1 Ei
125 ml Milch
200 g geriebenen KĂ€se (z. B. Emmentaler)
KrÀuter (z. B. Schnittlauch oder Petersilie)
Pfeffer
Salz

KrÀuter-KÀse-Scones | Foto: Sabine Wittig

SĂ€mtliche Zutaten vermengen und mit Hilfe zweier Esslöffel kleine Nocken auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. 15 Minuten bei 180 °C (Heißluft) backen. Fertig!

Rezept fĂŒr schnelle KrĂ€uter-KĂ€se-Scones | Sabine Wittig

Wir genießen die Scones gerne als Beilage zu Suppe oder Salat. Sobald wieder Freunde zum Essen kommen, wird’s die kleinen HĂ€ppchen zum BegrĂŒĂŸungssekt geben.

Rezept fĂŒr schnelle KrĂ€uter-KĂ€se-Scones aus azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Gutes fĂŒr Gutes

Porzellan von Anna Badur

Mit dabei: Anna Badur. Ihr wundervolles Porzellan gehört schon lange zu meinen Favoriten (Foto: Anne Deppe)

(Unbeauftragte Werbung*) Wenn du schon lĂ€nger hier liest, weißt du, dass mein Herz fĂŒr kleine und kleinste Labels und GeschĂ€fte schlĂ€gt. Gerade jetzt haben sie es besonders schwer. Ich möchte dir deshalb die sehr unterstĂŒtzenswerte Aktion „Gutes fĂŒr Gutes“ vorstellen.

Worum geht’s?

Kleine Unternehmen, die Produkte in hoher QualitĂ€t in Deutschland oder dem angrenzenden europĂ€ischen Ausland herstellen, spenden im Rahmen der Initiative 25 % ihrer UmsĂ€tze an die gemeinnĂŒtzigen Organisationen amref germany (unterstĂŒtzt die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Afrika), die Arche (engagiert sich gegen Kinderarmut in Deutschland) und die SeebrĂŒcke (setzt sich fĂŒr sichere Fluchtwege und die Entkriminalisierung der Seenotrettung ein).

Beistelltisch Boobsie B von artcanbreakyourheart

FĂŒr mich eins der fantasievollsten deutschen Labels: artcanbreakyourheart aus Bielefeld (Foto: artcanbreakyourheart)

An wen die einzelnen Labels spenden, erfĂ€hrst du in den jeweiligen Online-Shops. Manche haben sich fĂŒr eine der drei Hilfsorganisation entschieden, bei anderen kannst du beim Bestellen auswĂ€hlen, welche Organisation die UnterstĂŒtzung erhalten soll.

Mobile Mehrfachsteckdose Stromer von njustudio

Praktische Alltagshelfer in schön gibt’s bei njustudio. Zum Beispiel den Stromer – ein entzĂŒckendes Wesen mit eingebauter Steckdosenleiste (Foto: njustudio)

Trotz der großzĂŒgigen Spenden der Labels bezahlst du fĂŒr deine bestellten Produkte den regulĂ€ren Preis – ganz ohne Aufschlag. Vielleicht findest du was Schönes – fĂŒr dich selbst (als Belohnung fĂŒrs Zuhausebleiben) oder du lĂ€sst einem Herzensmenschen ein ÜberraschungspĂ€ckchen nach Hause liefern?

Design aus sibirischer Birkenrinde von moya

Nachhaltiges Design aus sibirischer Birkenrinde von MOYA (Foto: Sabine Wittig)

Diese fĂŒnf an der Initiative beteiligten Labels gefallen mir besonders (aber auch alle anderen sind richtig, richtig gut und haben tolle Produkte zum Ewigbehalten):

Anna Badur
Ihr wundervoll schlichtes Porzellan wird in ThĂŒringen hergestellt. www.annabadur.de

artcanbreakyourheart
Sascha ist der Erfinder der Buchstabenhocker. Er entwirft und schreinert in Bielefeld aber auch andere Lieblingsmöbel – oft mit einem Augenzwinkern. Zum Beispiel das Tischchen Boobsie B auf dem Foto oben. www.artcanbreakyourheart.de

njustudio
Gut durchdachte Produkte made in Coburg. www.njustudio.com

MOYA
Anastasiya fertigt ihre zeitlosen Wohnaccessoires aus einem ungewöhnlichen, nachhaltigen Rohstoff: Birkenrinde aus der sibirischen Taiga.
www.moya-birchbark.com

Theresa von Bodelschwingh
Die hĂŒbschen Porzellanbecher „Papyrus“ werden in Bayern produziert.
www.theresa-bodelschwingh.de

Porzellan von Theresa von Bodelschwingh

Porzellanschönheiten von Theresa von Bodelschwingh (Foto: Theresa von Bodelschwingh)

Neben meinen Favoriten findest du bei Instagram noch viele weitere (auch aus den Bereichen Schmuck und Mode). Vielleicht magst du ein wenig stöbern? Dann bitte hier entlang: @gutesfĂŒrgutes

*Dieser Beitrag ist mit Werbung gekennzeichnet, da ich auf die gezeigten Labels und die unterstĂŒtzten Organisiationen verlinke.

Zwischen Zuversicht und Zweifel

Sydney Harbour Bridge

Vor gut vier Wochen ist dieses Foto entstanden. Am Ende unseres Australienurlaubs. Als die Welt noch eine unbeschwertere war. Und wie sieht diese Welt heute aus? Stillstand, Einsamkeit, Krankheit, Trauer und (Existenz-)Ă€ngste fĂŒr so viele. Unglaubliche Arbeitspensen und ein enormer Druck fĂŒr viele, viele andere. Aber auch SolidaritĂ€t, Eigeninitiative, KreativitĂ€t, WertschĂ€tzung und ganz neue PrioritĂ€ten.

Ich bin Optimistin und schaffe es normalerweise ganz gut, in allem das Positive zu entdecken. Im Moment bin ich allerdings hin- und hergerissen zwischen Zuversicht (am Ende wird alles gut, womöglich besser als zuvor) und Zweifel (was, wenn es noch schlimmer kommt?).

Geht es dir genauso? Dann helfen dir vielleicht die Texte und Videos, die das  Zukunftsinstitut Horx im Zusammenhang mit Corona hier zur VerfĂŒgung stellt. Ich lese dort regelmĂ€ĂŸig, mir geben die Inhalte Orientierung und sie machen mir Mut.

Komplett unabhĂ€ngig von Corona – aber dennoch passend zum großen Thema VerĂ€nderungen – hab‘ ich außerdem zwei Buchtipps fĂŒr dich. (Unbeauftragte Werbung*)

Wenn das Schicksal anklopft ... | Buchempfehlung von Sabine Wittig

Wenn das Schicksal anklopft, mach auf : Im neuesten Romand der französischen Autorin Marie-Sabine Roger geht es um Zweifel und Ängste. Aber noch viel mehr um Perspektivenwechsel, den anderen Blick auf die RealitĂ€t und darum, wie kleine (und grĂ¶ĂŸere) VerĂ€nderungen unglaublich viel Positives bewirken können.

Marie-Sabine Roger erzĂ€hlt eine hinreißende Geschichte ĂŒber zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Deren Wege sich zufĂ€llig kreuzen und deren Leben dadurch ihre Richtungen Ă€ndern. Neben der eigentlichen Geschichte mag ich die kluge und nuancierte Sprache des Buchs. Einige der einprĂ€gsamsten Bilder lĂ€sst Marie-Sabine Roger in unserem Kopf vor allem durch das, was sie NICHT sagt, entstehen. (Und Übersetzerin Claudia Kalscheuer sorgt dafĂŒr, dass wir auch im Deutschen in den Genuss dieser erzĂ€hlerischen Leckerbissen kommen.) Bei aller Tragik der Figuren (nicht nur der beiden Protagonistinnen) ist es zwar ein nachdenklich machendes aber kein tieftrauriges Buch. Im Gegenteil, manche Situationen sind so komisch, dass ich beim Lesen laut lachen musste.

Wenn dir der Stil von Marie-Sabine Roger gefĂ€llt, magst du vielleicht auch ihren schon Ă€lteren ErzĂ€hlband Die KĂŒche ist zum Tanzen da. Ich hab‘ ihn mir vor lĂ€ngerer Zeit gekauft und kĂŒrzlich zum zweiten Mal gelesen. Die 14 Geschichten sind stiller und melancholischer als der neue Roman, aber genauso liebenswert.

Die KĂŒche ist zum Tanzen da von Marie-Sabine Roger | Buchtipp von Sabine Wittig

Beide BĂŒcher sind im Atlantik Verlag erschienen. Du kannst sie direkt bei deiner lokalen Lieblingsbuchhandlung bestellen. Gerade jetzt ist es soooo wichtig, die kleinen LĂ€den zu unterstĂŒtzen. Viele bieten ganz wundervolle Services an (z. B. persönliche, kontaktlose Auslieferung, hĂŒbsche Geschenkverpackungen, individuelle Grußkarten etc.) Vielleicht magst du eines der BĂŒcher fĂŒr einen Lieblingsmenschen bestellen und – zusammen mit einer schönen Osterkarte – direkt dorthin liefern lassen?

Wenn das Schicksal anklopft, mach auf
ISBN: 978-3-455-00843-2
Erschienen: 04.02.2020
22,- Euro

Die KĂŒche ist zum Tanzen da
ISBN: 978-3-455-60028-5
Erschienen: 16.04.2016
18,- Euro

*Das Buch „Wenn das Schicksal anklopft, mach auf“ wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zugesandt.

Fotos: Lars Schietinger (1), Sabine Wittig (2+3)

FebruarblĂŒten

Porzellanvase von feine dinge | Foto: Sabine Wittig

Kein Tulpenstrauß, keine schneeweiße Amaryllis, keine duftenden Hyazinthen. Was sonst im Januar und Februar fast automatisch in der Einkaufstasche landet, bleibt heuer außen vor. Denn ich hab‘ mir ja Konsumverzicht verordnet. Bis Mitte Februar.

Vintage Vase | Foto: Sabine Wittig

Ob ich die frischen Blumen vermisse? Überhaupt nicht. Das Verzichten fĂ€llt viel, viel leichter als gedacht. Genaugenommen fĂŒhlt es sich noch nicht mal wie Verzicht an. Ganz im Gegenteil. Zumal ich allerschönsten Ersatz habe: Getrocknetes aus dem eigenen Garten. Und dieses filigrane Gras – Überbleibsel eines Straußes, den eine Freundin schon vor Monaten mitgebracht hatte.

Getrocknete Hortensie | Foto: Sabine Wittig

Obstbaumzweige | Foto: Sabine Wittig

Außerdem: Ganz unverhofft gibt’s dennoch frisch BlĂŒhendes im Haus. Die Zweige sind vom HĂ€ckselplatz. Da war ich kĂŒrzlich um etwas Rosenschnitt abzuliefern.

Fotos: Sabine Wittig

Gerne weniger

sabine wittig, kommunikationsberaterin aus stuttgartVor einigen Jahren begann ein neues Jahr fĂŒr mich mit einer Fastenwoche. Das war eine spannende Erfahrung. Ich fĂŒhlte mich energiegeladen und unglaublich fit. Konnte GerĂŒche besonders intensiv wahrnehmen und hatte danach fĂŒr recht lange Zeit keine Lust mehr auf SĂŒĂŸes. Die Wiederholung im darauffolgenden neuen Jahr verlief nicht ganz so gut. Am Tag des Fastenbrechens spielte mein Kreislauf verrĂŒckt. Seitdem faste ich nur noch selektiv – aber dafĂŒr lĂ€nger als eine Woche. Immer vom 1. Januar bis zu meinem Geburtstag Mitte Februar trinke ich keinen Alkohol.

Dieses Jahr verzichte ich zusĂ€tzlich auf Konsum (Lebensmittel ausgenommen), SĂŒĂŸigkeiten und Zucker im Kaffee (den versuche ich mir schon seit lĂ€ngerem abzugewöhnen).

Die Alkoholaskese fĂ€llt mir leicht. Auch der temporĂ€re Konsumverzicht (keine Kleidung, keine Wohnsachen, keine BĂŒcher, …) ist nicht sonderlich herausfordernd. Schon seit geraumer Zeit trenne ich mich lieber von Dingen, als dass Neues hinzukommt. (Was nicht bedeutet, dass ich bei feiner Keramik oder einem schönen KleidungsstĂŒck nicht schwach wurde. Vom wahren Minimalismus bin ich weit, sehr weit entfernt.) In Sachen BĂŒcher hab‘ ich ein bisschen geschummelt und im Dezember einen kleinen Vorrat angeschafft. Das mit den SĂŒĂŸigkeiten und dem Zucker ist wirklich schwer.

Im Dezember war ich spontan fĂŒr zwei Tage in MĂŒnchen und hab‘ vor der RĂŒckfahrt in der Bahnhofsbuchhandlung das Buch (unbeauftragte Werbung) „Schluss mit dem tĂ€glichen Weltuntergang“ von Maren Urner gefunden. Was fĂŒr ein GlĂŒck. Ich kann schon heute sagen, dass dieses Werk eines meiner wichtigsten BĂŒcher 2020 sein wird. Maren Urner ist Neurowissenschaftlerin und zeigt, wie uns die alltĂ€gliche (meist digitale) Informationsflut stresst und warum die Welt in vielen Bereichen in Wirklichkeit besser ist als die (meist negativen) Schlagzeilen es vermuten lassen. Und weshalb es entscheidend ist, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken.

Das Internet gehört zu meinem Leben (beruflich wie privat), ich mag meine Communities in den sozialen Medien und ich bin froh ĂŒber die komfortablen Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung. Trotzdem gesellen sich zur Inspiration und zum freundlichen Austausch auch Überdruss und Unzufriedenheit. Dank Maren Urner weiß ich jetzt, woran das liegt. Den Griff zum Smartphone werde ich kĂŒnftig deshalb öfter sein lassen. Also bitte nicht wundern, wenn es mit meinen Antworten bei Instragram, WhatsApp und Co. ein bisschen lĂ€nger dauert. Ich bin wahrscheinlich im Garten oder bĂŒcherlesend auf dem Sofa. Mit einer Tasse Kaffee ohne Zucker.

Fotos: Sabine Wittig

Frohe Festtage

Minimalistische Weihnachtsdeko, der Fröbelstern | Foto: Sabine Wittig

Die erste vorweihnachtliche Zeit ohne la mesa. Keine Bestellungen, keine Pakete, kein Lieferterminjonglieren. DafĂŒr Zeit und Muße fĂŒr gute Freunde, gute BĂŒcher, gutes Essen.

Karte zum Advent | Text und Foto: Sabine WittigIm Kalender fand sich sogar Raum fĂŒr drei spontane Dezemberage in MĂŒnchen, meiner Herzensstadt.

Sabine Wittig | PR-Beraterin und Bloggerin

FĂŒrs nĂ€chste Jahr wĂŒnsch‘ ich’s mir das genau so wieder.

Papierengel von Jurianne Matter | Foto: Sabine Wittig

Jetzt wĂŒnsch‘ ich dir frohe Festtage – ruhig und entspannt, turbulent und lebendig oder irgendwo dazwischen, ganz so wie du es magst.

Herzlich, Sabine

Fotos: Sabine Wittig

Meine liebsten Entdeckungen der Herbst-Blickfang 2019 in Stuttgart

{Werbung (unbezahlt)}   Gleich zweimal fand die Blickfang dieses Jahr in Stuttgart statt. Im MÀrz an ihrem Stammort, der Liederhalle und Anfang November an zwei neuen Locations: den Wagenhallen und dem Wizemann. Der Umzug wurde notwendig, da die Liederhalle wegen Renovierung geschlossen ist.

Sie stehen der Designmesse gut, die beiden neuen Veranstaltungsorte. Obwohl sie deutlich weniger FlĂ€che bieten, die Aussteller etwas enger zusammenrĂŒcken mussten und nicht so viele Labels teilnehmen konnten wie im FrĂŒhjahr. 160 unabhĂ€ngige Designer aus den Bereichen Interior, Schmuck und Mode waren es dieses Mal – davon 70, die zum ersten Mal nach Stuttgart kamen.

Diese sieben Labels und Produkte haben mir auf Anhieb gefallen:

 

Schnörkellos und wandelbar: KĂŒchenmöbel von Das ganze Leben

Möbel von Das ganze Leben | Foto: Das ganze Leben

Foto: Das ganze Leben

Der Firmenname sagt’s bereits: Die Produkte des Möbellabels aus SĂŒdtirol sind fĂŒrs ganze Leben gemacht. EVA ist ein modulares System, das sich gerne anpasst. Die Module lassen sich ganz individuell kombinieren – auch nachtrĂ€glich. Das Material: Birkensperrholzplatten aus Finnland. Naturbelassen geölt oder farbig lackiert. Hergestellt werden die Möbel in Welsberg bei Bruneck.

Foto: Das ganze Leben

www.dasganzeleben.it

Schlicht und sturmsicher: Outdoormöbel von Konture

Outdoormöbel von Konture Studio | Foto: Konture

Foto: Konture

Die Gitterrostmöbel wurden ursprĂŒnglich fĂŒr den Außenbereich eines CafĂ©s entworfen. Sie kamen auf der Blickfang so gut an, dass die Designer Norman Kamp und Birger Schneider sie jetzt als eigene Kollektion auf den Markt bringen. Neben verschiedenen StandardgrĂ¶ĂŸen und -farben sind immer auch kundenspezifische AusfĂŒhrungen möglich. Tische, BĂ€nke und Hocker können das ganze Jahr hindruch draußen stehen – sie trotzen Wind und Wetter. Produzieren lassen die beiden Designer bei einem Stahlbauer im Rheinland.

Gitterrostmöbel von Konture | Foto: Konture

Foto: Konture

www.konture.studio

Clever und nachhaltig: Leuchten und Blumensteher von MilopĂĄrda

Leuchte und BlumenstÀnder von Milopårda | Foto: Milopårda

Foto: MilopĂĄrda

Bei MilopĂĄrda aus Coburg trifft zeitloses Design auf ökologische Verantwortung. Das junge Label verarbeitet ausschließlich Material aus Deutschland und Europa. Die Produkte kommen ohne Schrauben und andere Verbinder aus, sie werden lediglich gesteckt bzw. mit Kordeln verbunden. Gefertigt wird in kleinen – meist sĂ€chsischen – Handwerksbetrieben. Besonders schön: die Lampenschirme gibt es in 24 verschiedenen Farben.

www.miloparda.com

Alltagshelfer neu gedacht: der Stromer von Njustudio

Stromer von njustudio, Coburg | Fotos: njustudio

Fotos: njustudio

Das erste Stromhaustier der Welt – so nennen Kathrin Lang, Nina Wolf und Wolfgang Rössler ihren Stromer. Das freundliche Wesen rĂŒckt immer dann nĂ€her, wenn wir auf dem Sofa arbeiten aber nicht vom Akku abhĂ€ngig sein möchten. Und wenn Steckdosen zu weit entfernt sind (ich hab‘ den Stromer erst kĂŒrzlich auf einer Konferenz entdeckt – zur Versorgung des Beamers). Lieferbar in verschiedenen AusfĂŒhrungen und Farben. Und immer made in Coburg.

Auf der Internetseite des Designstudios findest du noch weitere gut gedachte und gut gemachte Produkte:

www.njustudio.com

Wunderschöne, in Portugal gefertigte Keramik von Onomao

Keramik von ono mao, hergestellt in Portugal | Fotos: ono mao

Fotos: ono mao

Im Sommer 2018 machten sich die BrĂŒder Arthur und Felix Wystrychowski in Portugal auf die Suche nach einer Manufaktur, die ihre Vorstellungen von Keramikgeschirr in die RealitĂ€t umsetzen konnte. GlĂŒcklicherweise sind die beiden fĂŒndig geworden. Ein kleiner Handwerksbetrieb stellt seitdem die hĂŒbschen Teller, Schalen und Vasen her.

Ebenfalls im Sortiment von onomao: handgewebte Teppich aus Stoffresten der portugiesischen Modeindustrie.

www.onomao.com

Hocker, Tische und BĂ€nke mit hĂŒbsch verdrehten Beinen: Niu

Hocker von Niu aus Luzern | Foto: Niu

Foto: Niu

Die schönsten (Holz)Beine der Messe kommen aus Luzern. Sie sind typisch fĂŒr die schlichten Tische, SitzbĂ€nke und Hocker der Designerinnen Simone Hölzl und Christine Urich. Hergestellt werden die MöbelstĂŒcke aus Kernesche, Eiche oder Nussbaum im Schweizer Kanton Schwyz.

Sitzbank von Niu | Foto: niu

Foto: Niu

www.niuform.ch

Lieblingskleid von Mi fashion aus Prag

Suprematism Kollektion von Mi fashion, Prag | Foto: Mi fashion

Foto: Mi fashion

Das Schöne an der Blickfang ist ja, dass es nicht nur um Interior geht. Jedes Mal finden sich auch kleine feine Modelabels ein. Wie Mi fashion, das Label der tschechischen Designerin Lenka Mulabegovic. Besonders schön fand ich das schwarze Kleid mit den sattfarbigen Linien aus Lenkas aktueller Winterkollektion. Inspiriert von den Werken des russischen Malers Kazimir Malevich.

www.mifashion.cz

Da ich auf die Internetseiten der vorgestellten Labels verlinke, habe ich den Beitrag mit „Webung“ gekennzeichnet.

Wohnurlaub im Chiemgau

GĂ€stehaus berge in Aschau im Chiemgau | Fotos: Sabine WittigViel Urlaub hatten wir dieses Jahr nicht – und eigentlich war auch keiner mehr geplant.  Mitte Juli beschlossen wir, Ende August doch noch eine Woche (nicht allzu weit) wegzufahren. Herr azurweiss wĂŒnschte sich rennradtaugliche Berge, ich wollte möglichst ein bisschen Wasser und vor allem: eine richtig schöne Unterkunft.

Die Wahl fiel auf das GĂ€stehaus berge in Aschau im Chiemgau. Schon seit geraumer Zeit befindet sich die (Her)berge auf meiner Liste vielversprechender Urlaubsquartiere.

Quartier Straßenfeger im GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann | Foto: Sabine Wittig

Blick ins Quartier Straßenfeger, unsere Bleibe fĂŒr eine Woche

Hausherr in der berge ist Nils Holger Moormann. Möbeldesigner und Möbelproduzent mit viel Sinn fĂŒr schlichte Ästhetik und einem sicheren GespĂŒr fĂŒrs Wesentliche, fĂŒrs Praktische, fĂŒrs Neu- und Andersdenken und Weglassen. So reduziert, einfach und durchdacht wie Moormanns Möbelkollektion sind auch die 16 individuellen berge Apartments mit Namen wie Basislager, Zaungast, GipfelstĂŒrmer oder Nordwand. Das GartenglĂŒck war leider schon vergeben und so buchten wir uns im Straßenfeger ein. (Wenn du recht gerĂ€uschempfindlich bist, solltest du dich lieber fĂŒr eins der zum Garten gelegenen Quartiere entscheiden.)

GĂ€stehaus berge in Aschau im Chiemgau | Fotos: Sabine Wittig

Die Wettervorhersage war so schlecht, dass wir mit einer Woche Indoorurlaub gerechnet hatten. Eine ausgesprochen behagliche Vorstellung: viel lesen, viel Tee trinken, ein bisschen kochen, das Interieur genießen, dem Regen und dem Donner lauschen. Doch es kam anders. Die Sonne schien beinahe die ganze Zeit, die Temperaturen blieben hochsommerlich und wir waren am Ende mehr draußen als drinnen. Auch schön.

GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann | Fotos: Sabine Wittig

Entspannungshelfer: In der fein sortierten Bibliothek (aka Literatenkammerl) gibt es reichlich Lesestoff, im Bauerngarten reichlich Ruhe und Entschleunigung.

Das inspirierende Drinnen haben wir dennoch genossen. Sehr. Es blieb ausreichend Zeit zum Wohnen. Es wurde viel gelesen, hin und wieder gekocht (Schnittlauch, Minze, Salbei und Co. konnten wir im KrĂ€uterbeet des berge Gartens ernten) und ab und an ein bisschen gearbeitet. Zum festen Ritual wurde die Tasse Tee am Morgen auf dem Balkon. Und dann war da noch die Freude an der inspirierenden Architektur, den schönen Möbeln  und an den feinsinnigen, oft gedankenanstoßenden Details in Haus und Garten.

GĂ€stehaus berge in Aschau im Chiemgau | Fotos: Sabine Wittig

Wer mag, darf sich im KrÀutergarten bedienen.

Ich mag sie sehr, diese einfachen, unspektakulĂ€ren Momente. Und ich bin dankbar, dass es wĂ€hrend unserer Chiemseewoche – unterwegs und in der berge – so viele davon gab.

Freiheit aushalten. GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann. | Foto: Sabine Wittig

Hier bitte nicht die Ausfahrt zuparken – und auf jeden Fall Freiheit aushalten!

GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann | Fotos: Sabine Wittig

GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann | Fotos: Sabine Wittig

GĂ€stehaus berge, Kampenwandstraße 85, Aschau im Chiemgau
Nur ein paar Schritte entfernt (An der Festhalle 2) findest du – in einem ehemaligen Marstall – den besuchenswerten Showroom von Nils Holger Moormann (geöffnet montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr).

Restaurants, Cafés, Shops, Sehenswertes: Meine liebsten Entdeckungen unserer Chiemseewoche findest du hier. Dankesehr auch an alle, die uns vorab mit Tipps und Adressen versorgt haben. Wir konnten nicht alles ausprobieren, aber wir kommen sicher nochmal wieder.

Fotos: Sabine Wittig

Rezept fĂŒr Maissuppe mit Kokosmilch und Curry

Rezept fĂŒr Maissuppe auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Ende letzter Woche schien es, als wolle der Sommer sich auf leisen Sohlen davonschleichen und die erfrischende KĂŒhle machte am Freitag Lust auf Suppe. Das leckere und schnelle Rezept lass‘ ich dir schonmal da – selbst wenn die Temperaturen jetzt erst mal wieder auf hochsommerlich klettern.

Rezept fĂŒr Maissuppe auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Zutaten
(fĂŒr vier Personen als Vorspeise oder fĂŒr zwei Personen als Hauptgericht)

150 g Mais aus dem Glas
500 ml GemĂŒsebrĂŒhe
400 ml Kokosmilch
1 kleines StĂŒck Ingwer
Curry
Pfeffer
Salz
1-2 WalnĂŒsse

Rezept fĂŒr Maissuppe auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Den Ingwer schĂ€len und möglichst fein schneiden. Dann zusammen mit dem Mais, der Kokosmilch und der BrĂŒhe in einen Topf geben und aufkochen. Mit Curry nicht zu schĂŒchtern wĂŒrzen und alles etwa zehn Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Danach mit einem Stabmixer gut pĂŒrieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die WalnĂŒsse knacken und fein hacken. Suppe in Teller geben und mit den gehackten NĂŒssen bestreuen.

Ich hab‘ im Garten noch ein paar zartrosafarbene MajoranblĂŒten gezupft und sie ebenfalls auf die Suppe gestreut.

Rezept fĂŒr Maissuppe auf azuweiss | Foto: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Sommerblau

Rittersporn und Blaubeeren | Foto: Sabine Wittig

Obwohl ich alle Jahreszeiten und damit alle Monate mag, bleibt der Juni doch etwas ganz Besonderes. Noch nicht ganz Sommer, aber schon richtig warm. Die lĂ€ngsten Tage des Jahres. Das GartengrĂŒn noch frisch und saftig. Rosen und Rittersporn blĂŒhen unermĂŒdlich.

Rittersporn | Foto: Sabine Wittig

Der königsblaue Rittersporn war’s auch, der mich zu diesen Fotos inspirierte.

Sommertafel in blau/weiß | Foto: Sabine Wittig

Blau und weiß. So herrlich frisch.

Rittersporn | Foto: Sabine Wittig

Eine einzige BlĂŒte reicht als Blickfang. Vielleicht noch ein wenig filigrane Begleitung – hier in Gestalt der Wilden Möhre, die sich jedes Jahr zuverlĂ€ssig in jedem Winkel des Gartens aussĂ€t.

Blaubeeren | Foto: Sabine Wittig

Essbares Lieblingsblau ist die Heidelbeere. Sie kommt beinahe tĂ€glich ins MĂŒsli und ist oft im Obstsalat mit von der Partie.

Sommertafel in blau und weiß | Foto: Sabine Wittig

Mit dem Juni geht nun auch die BlĂŒtezeit des Rittersporns zu Ende. Zumindest die der Stauden. Die einjĂ€hrigen Exemplare bleiben mir noch eine Weile erhalten. Manche beginnen gar erst zu blĂŒhen. Die Stauden schneide ich in den nĂ€chsten Tagen eine Handbreit ĂŒber dem Boden zurĂŒck – dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit auf eine zweite BlĂŒte im September.

Rittersporn | Foto: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig