Über Sabine Wittig

PR-Beraterin, Lifestyle-Bloggerin und Onlineshop-Besitzerin.

Meine liebsten Entdeckungen der Herbst-Blickfang 2019 in Stuttgart

{Werbung (unbezahlt)}   Gleich zweimal fand die Blickfang dieses Jahr in Stuttgart statt. Im MÀrz an ihrem Stammort, der Liederhalle und Anfang November an zwei neuen Locations: den Wagenhallen und dem Wizemann. Der Umzug wurde notwendig, da die Liederhalle wegen Renovierung geschlossen ist.

Sie stehen der Designmesse gut, die beiden neuen Veranstaltungsorte. Obwohl sie deutlich weniger FlĂ€che bieten, die Aussteller etwas enger zusammenrĂŒcken mussten und nicht so viele Labels teilnehmen konnten wie im FrĂŒhjahr. 160 unabhĂ€ngige Designer aus den Bereichen Interior, Schmuck und Mode waren es dieses Mal – davon 70, die zum ersten Mal nach Stuttgart kamen.

Diese sieben Labels und Produkte haben mir auf Anhieb gefallen:

 

Schnörkellos und wandelbar: KĂŒchenmöbel von Das ganze Leben

Möbel von Das ganze Leben | Foto: Das ganze Leben

Foto: Das ganze Leben

Der Firmenname sagt’s bereits: Die Produkte des Möbellabels aus SĂŒdtirol sind fĂŒrs ganze Leben gemacht. EVA ist ein modulares System, das sich gerne anpasst. Die Module lassen sich ganz individuell kombinieren – auch nachtrĂ€glich. Das Material: Birkensperrholzplatten aus Finnland. Naturbelassen geölt oder farbig lackiert. Hergestellt werden die Möbel in Welsberg bei Bruneck.

Foto: Das ganze Leben

www.dasganzeleben.it

Schlicht und sturmsicher: Outdoormöbel von Konture

Outdoormöbel von Konture Studio | Foto: Konture

Foto: Konture

Die Gitterrostmöbel wurden ursprĂŒnglich fĂŒr den Außenbereich eines CafĂ©s entworfen. Sie kamen auf der Blickfang so gut an, dass die Designer Norman Kamp und Birger Schneider sie jetzt als eigene Kollektion auf den Markt bringen. Neben verschiedenen StandardgrĂ¶ĂŸen und -farben sind immer auch kundenspezifische AusfĂŒhrungen möglich. Tische, BĂ€nke und Hocker können das ganze Jahr hindruch draußen stehen – sie trotzen Wind und Wetter. Produzieren lassen die beiden Designer bei einem Stahlbauer im Rheinland.

Gitterrostmöbel von Konture | Foto: Konture

Foto: Konture

www.konture.studio

Clever und nachhaltig: Leuchten und Blumensteher von MilopĂĄrda

Leuchte und BlumenstÀnder von Milopårda | Foto: Milopårda

Foto: MilopĂĄrda

Bei MilopĂĄrda aus Coburg trifft zeitloses Design auf ökologische Verantwortung. Das junge Label verarbeitet ausschließlich Material aus Deutschland und Europa. Die Produkte kommen ohne Schrauben und andere Verbinder aus, sie werden lediglich gesteckt bzw. mit Kordeln verbunden. Gefertigt wird in kleinen – meist sĂ€chsischen – Handwerksbetrieben. Besonders schön: die Lampenschirme gibt es in 24 verschiedenen Farben.

www.miloparda.com

Alltagshelfer neu gedacht: der Stromer von Njustudio

Stromer von njustudio, Coburg | Fotos: njustudio

Fotos: njustudio

Das erste Stromhaustier der Welt – so nennen Kathrin Lang, Nina Wolf und Wolfgang Rössler ihren Stromer. Das freundliche Wesen rĂŒckt immer dann nĂ€her, wenn wir auf dem Sofa arbeiten aber nicht vom Akku abhĂ€ngig sein möchten. Und wenn Steckdosen zu weit entfernt sind (ich hab‘ den Stromer erst kĂŒrzlich auf einer Konferenz entdeckt – zur Versorgung des Beamers). Lieferbar in verschiedenen AusfĂŒhrungen und Farben. Und immer made in Coburg.

Auf der Internetseite des Designstudios findest du noch weitere gut gedachte und gut gemachte Produkte:

www.njustudio.com

Wunderschöne, in Portugal gefertigte Keramik von Onomao

Keramik von ono mao, hergestellt in Portugal | Fotos: ono mao

Fotos: ono mao

Im Sommer 2018 machten sich die BrĂŒder Arthur und Felix Wystrychowski in Portugal auf die Suche nach einer Manufaktur, die ihre Vorstellungen von Keramikgeschirr in die RealitĂ€t umsetzen konnte. GlĂŒcklicherweise sind die beiden fĂŒndig geworden. Ein kleiner Handwerksbetrieb stellt seitdem die hĂŒbschen Teller, Schalen und Vasen her.

Ebenfalls im Sortiment von onomao: handgewebte Teppich aus Stoffresten der portugiesischen Modeindustrie.

www.onomao.com

Hocker, Tische und BĂ€nke mit hĂŒbsch verdrehten Beinen: Niu

Hocker von Niu aus Luzern | Foto: Niu

Foto: Niu

Die schönsten (Holz)Beine der Messe kommen aus Luzern. Sie sind typisch fĂŒr die schlichten Tische, SitzbĂ€nke und Hocker der Designerinnen Simone Hölzl und Christine Urich. Hergestellt werden die MöbelstĂŒcke aus Kernesche, Eiche oder Nussbaum im Schweizer Kanton Schwyz.

Sitzbank von Niu | Foto: niu

Foto: Niu

www.niuform.ch

Lieblingskleid von Mi fashion aus Prag

Suprematism Kollektion von Mi fashion, Prag | Foto: Mi fashion

Foto: Mi fashion

Das Schöne an der Blickfang ist ja, dass es nicht nur um Interior geht. Jedes Mal finden sich auch kleine feine Modelabels ein. Wie Mi fashion, das Label der tschechischen Designerin Lenka Mulabegovic. Besonders schön fand ich das schwarze Kleid mit den sattfarbigen Linien aus Lenkas aktueller Winterkollektion. Inspiriert von den Werken des russischen Malers Kazimir Malevich.

www.mifashion.cz

Da ich auf die Internetseiten der vorgestellten Labels verlinke, habe ich den Beitrag mit „Webung“ gekennzeichnet.

Wohnurlaub im Chiemgau

GĂ€stehaus berge in Aschau im Chiemgau | Fotos: Sabine WittigViel Urlaub hatten wir dieses Jahr nicht – und eigentlich war auch keiner mehr geplant.  Mitte Juli beschlossen wir, Ende August doch noch eine Woche (nicht allzu weit) wegzufahren. Herr azurweiss wĂŒnschte sich rennradtaugliche Berge, ich wollte möglichst ein bisschen Wasser und vor allem: eine richtig schöne Unterkunft.

Die Wahl fiel auf das GĂ€stehaus berge in Aschau im Chiemgau. Schon seit geraumer Zeit befindet sich die (Her)berge auf meiner Liste vielversprechender Urlaubsquartiere.

Quartier Straßenfeger im GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann | Foto: Sabine Wittig

Blick ins Quartier Straßenfeger, unsere Bleibe fĂŒr eine Woche

Hausherr in der berge ist Nils Holger Moormann. Möbeldesigner und Möbelproduzent mit viel Sinn fĂŒr schlichte Ästhetik und einem sicheren GespĂŒr fĂŒrs Wesentliche, fĂŒrs Praktische, fĂŒrs Neu- und Andersdenken und Weglassen. So reduziert, einfach und durchdacht wie Moormanns Möbelkollektion sind auch die 16 individuellen berge Apartments mit Namen wie Basislager, Zaungast, GipfelstĂŒrmer oder Nordwand. Das GartenglĂŒck war leider schon vergeben und so buchten wir uns im Straßenfeger ein. (Wenn du recht gerĂ€uschempfindlich bist, solltest du dich lieber fĂŒr eins der zum Garten gelegenen Quartiere entscheiden.)

GĂ€stehaus berge in Aschau im Chiemgau | Fotos: Sabine Wittig

Die Wettervorhersage war so schlecht, dass wir mit einer Woche Indoorurlaub gerechnet hatten. Eine ausgesprochen behagliche Vorstellung: viel lesen, viel Tee trinken, ein bisschen kochen, das Interieur genießen, dem Regen und dem Donner lauschen. Doch es kam anders. Die Sonne schien beinahe die ganze Zeit, die Temperaturen blieben hochsommerlich und wir waren am Ende mehr draußen als drinnen. Auch schön.

GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann | Fotos: Sabine Wittig

Entspannungshelfer: In der fein sortierten Bibliothek (aka Literatenkammerl) gibt es reichlich Lesestoff, im Bauerngarten reichlich Ruhe und Entschleunigung.

Das inspirierende Drinnen haben wir dennoch genossen. Sehr. Es blieb ausreichend Zeit zum Wohnen. Es wurde viel gelesen, hin und wieder gekocht (Schnittlauch, Minze, Salbei und Co. konnten wir im KrĂ€uterbeet des berge Gartens ernten) und ab und an ein bisschen gearbeitet. Zum festen Ritual wurde die Tasse Tee am Morgen auf dem Balkon. Und dann war da noch die Freude an der inspirierenden Architektur, den schönen Möbeln  und an den feinsinnigen, oft gedankenanstoßenden Details in Haus und Garten.

GĂ€stehaus berge in Aschau im Chiemgau | Fotos: Sabine Wittig

Wer mag, darf sich im KrÀutergarten bedienen.

Ich mag sie sehr, diese einfachen, unspektakulĂ€ren Momente. Und ich bin dankbar, dass es wĂ€hrend unserer Chiemseewoche – unterwegs und in der berge – so viele davon gab.

Freiheit aushalten. GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann. | Foto: Sabine Wittig

Hier bitte nicht die Ausfahrt zuparken – und auf jeden Fall Freiheit aushalten!

GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann | Fotos: Sabine Wittig

GĂ€stehaus berge von Nils Holger Moormann | Fotos: Sabine Wittig

GĂ€stehaus berge, Kampenwandstraße 85, Aschau im Chiemgau
Nur ein paar Schritte entfernt (An der Festhalle 2) findest du – in einem ehemaligen Marstall – den besuchenswerten Showroom von Nils Holger Moormann (geöffnet montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr).

Restaurants, Cafés, Shops, Sehenswertes: Meine liebsten Entdeckungen unserer Chiemseewoche findest du hier. Dankesehr auch an alle, die uns vorab mit Tipps und Adressen versorgt haben. Wir konnten nicht alles ausprobieren, aber wir kommen sicher nochmal wieder.

Fotos: Sabine Wittig

Rezept fĂŒr Maissuppe mit Kokosmilch und Curry

Rezept fĂŒr Maissuppe auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Ende letzter Woche schien es, als wolle der Sommer sich auf leisen Sohlen davonschleichen und die erfrischende KĂŒhle machte am Freitag Lust auf Suppe. Das leckere und schnelle Rezept lass‘ ich dir schonmal da – selbst wenn die Temperaturen jetzt erst mal wieder auf hochsommerlich klettern.

Rezept fĂŒr Maissuppe auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Zutaten
(fĂŒr vier Personen als Vorspeise oder fĂŒr zwei Personen als Hauptgericht)

150 g Mais aus dem Glas
500 ml GemĂŒsebrĂŒhe
400 ml Kokosmilch
1 kleines StĂŒck Ingwer
Curry
Pfeffer
Salz
1-2 WalnĂŒsse

Rezept fĂŒr Maissuppe auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Den Ingwer schĂ€len und möglichst fein schneiden. Dann zusammen mit dem Mais, der Kokosmilch und der BrĂŒhe in einen Topf geben und aufkochen. Mit Curry nicht zu schĂŒchtern wĂŒrzen und alles etwa zehn Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Danach mit einem Stabmixer gut pĂŒrieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die WalnĂŒsse knacken und fein hacken. Suppe in Teller geben und mit den gehackten NĂŒssen bestreuen.

Ich hab‘ im Garten noch ein paar zartrosafarbene MajoranblĂŒten gezupft und sie ebenfalls auf die Suppe gestreut.

Rezept fĂŒr Maissuppe auf azuweiss | Foto: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Sommerblau

Rittersporn und Blaubeeren | Foto: Sabine Wittig

Obwohl ich alle Jahreszeiten und damit alle Monate mag, bleibt der Juni doch etwas ganz Besonderes. Noch nicht ganz Sommer, aber schon richtig warm. Die lĂ€ngsten Tage des Jahres. Das GartengrĂŒn noch frisch und saftig. Rosen und Rittersporn blĂŒhen unermĂŒdlich.

Rittersporn | Foto: Sabine Wittig

Der königsblaue Rittersporn war’s auch, der mich zu diesen Fotos inspirierte.

Sommertafel in blau/weiß | Foto: Sabine Wittig

Blau und weiß. So herrlich frisch.

Rittersporn | Foto: Sabine Wittig

Eine einzige BlĂŒte reicht als Blickfang. Vielleicht noch ein wenig filigrane Begleitung – hier in Gestalt der Wilden Möhre, die sich jedes Jahr zuverlĂ€ssig in jedem Winkel des Gartens aussĂ€t.

Blaubeeren | Foto: Sabine Wittig

Essbares Lieblingsblau ist die Heidelbeere. Sie kommt beinahe tĂ€glich ins MĂŒsli und ist oft im Obstsalat mit von der Partie.

Sommertafel in blau und weiß | Foto: Sabine Wittig

Mit dem Juni geht nun auch die BlĂŒtezeit des Rittersporns zu Ende. Zumindest die der Stauden. Die einjĂ€hrigen Exemplare bleiben mir noch eine Weile erhalten. Manche beginnen gar erst zu blĂŒhen. Die Stauden schneide ich in den nĂ€chsten Tagen eine Handbreit ĂŒber dem Boden zurĂŒck – dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit auf eine zweite BlĂŒte im September.

Rittersporn | Foto: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Poesie aus Porzellan

Installation Leaves von Ulli Böhmelmann im Museum FĂŒrstenberg | Foto: FĂŒrstenberg

{Werbung (unbezahlt)} WĂ€re FĂŒrstenberg nicht so weit weg von uns – ich hĂ€tte mich wohl schon lĂ€ngst von den schneeweißen BlĂ€ttern aus Porzellan umschweben lassen. LEAVES – BLÄTTER nennt die KĂŒnstlerin Ulli Böhmelmann ihre Rauminstallation, die sie fĂŒr das Museum Schloss FĂŒrstenberg gestaltet hat. Die Ausstellung war ursprĂŒnglich bis 30. Juni angesetzt, aufgrund der vielen Blattliebhaber wurde sie jetzt bis zum 3. November 2019 verlĂ€ngert.Ausstellung LEAVES im Museum Schloss FĂŒrstenberg von Ulli Böhmelmann | Foto: Ralf BauerUlli Böhmelmann ist bekannt fĂŒr ihre in den Raum gehĂ€ngten und gespannten Installationen. Leichtigkeit und Transparenz bestimmen oft ihre Materialwahl.

Ausstellung LEAVES im Museum Schloss FĂŒrstenberg von Ulli Böhmelmann | Foto: Ralf Bauer

FĂŒr LEAVES – BLÄTTER hat sie hunderte hauchdĂŒnne PorzellanblĂ€tter an nahezu unsichtbaren FĂ€den aufgehĂ€ngt. Jedes Blatt ist dabei ein Unikat – hergestellt in der Besucherwerkstatt des Museums Schloss FĂŒrstenberg.

Das vom Wind umtoste Schloss FĂŒrstenberg und ĂŒber den Schlosshof gewehtes Laub haben die KĂŒnstlerin zu der Installation inspiriert. Ihre PorzellanblĂ€tter scheinen wie vom Wind aufgewirbelt zu schweben. Wunderschön!
Falls du durch diesen besonderen BlĂ€tterwald schreiten magst, findest du alle Informationen zur Ausstellung direkt auf der Internetseite des Musems Schloss FĂŒrstenberg.
Fotos: FĂŒrstenberg, Ralf Bauer

FĂŒnf Lieblingslabels von der Blickfang Stuttgart 2019

{Werbung (unbezahlt)} Seit vielen Jahren schon ist der Besuch der Blickfang eine feste Konstante in meinem FrĂŒhjahrskalender. Rund 250 handverlesene Designer und Labels aus den Bereichen Interior, Mode und Schmuck zeigten vom 15. bis 17. MĂ€rz in der Liederhalle ihre Ideen, Arbeiten und Produkte. Meine fĂŒnf liebsten Entdeckungen in diesem Jahr:

Karina Wendt auf der Blickfang Stuttgart 2019 | Fotos: Karina Wendt (links), Sabine Wittig (rechts)

Foto links: Karina Wendt; Foto rechts: Sabine Wittig

Transparenz in allerschönsten Farben: Karina Wendt entwirft schlichtes Alltagsdesign aus Glas. Sie stellt schon seit mehreren Jahren auf der Blickfang aus und ich freu‘ mich jedes Mal auf die filigrane Farbversammlung an ihrem Stand. Besonders mag ich die Vasen, fĂŒr deren Form sich die GlaskĂŒnstlerin von historischen Milchkannen inspirieren ließ.

Glasdosen mit Porzellandeckel von Karina Wendt

Foto: Karina Wendt

Karinas Glasobjekte werden in Brandenburg mundgeblasen und sind absolut spĂŒlmaschinenfest.

Lampenschirme aus Heu | Fotos: Almut von Wildheim

Fotos: Almut von Wildheim

Das Material fĂŒr diese Lampenschirme wĂ€chst auf Tiroler BerghĂ€ngen: Almheu aus biologischer Landwirtschaft. Rahmen und AufhĂ€ngung bzw. bei der Stehlampe die Beine sind aus Buchen- oder Eichenholz, fĂŒr die Kabel werden natĂŒrliche Jutefasern verwendet. Gestaltet und produziert werden die nachhaltigen Lampen vom österreichischen Label Almut von Wildheim.

Ich mag diese im wahrsten Sinne des Wortes natĂŒrlichen Lampen – und finde sie nicht nur fĂŒr Zuhause wunderbar, sondern z. B. auch in Clean-Eating-Restaurants oder veganen CafĂ©s.

Porzellan von Studio Spolek | Foto: Studio Spolek

Foto: Studio Spolek

Aneta KoutnĂĄ und Marija Skoko waren sich wĂ€hrend ihres Studiums an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle begegnet, sind der Stadt auch nach dem Ende ihrer Studienzeit treu geblieben und haben dort gemeinsam das Studio Spolek gegrĂŒndet. „Spolek“ ist tschechisch und bedeutet „Gemeinschaft“.

Porzellan von Studio Spolek | Fotos: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Die beiden Produktdesignerinnen entwickeln Schönes aus Glas und Keramik. Ihre Kollektion umfasst Leuchten, Schmuck, Geschirr aber auch Fliesen und Raumteiler. Mir hat auf dem Spolek Stand besonders die Porzellanserie Oblong gefallen und ich hab‘ mir ein kleines Tellerchen in wundervollem Pastellrosa gekauft.

Tische Siegelwerk Manufaktur, Stuttgart | Foto: Siegelwerk Manufaktur

Foto: Siegelwerk Manufaktur

Tische wie Podeste. Schlicht, vielseitig, zeitlos und hochwertig gearbeitet: Orwy und Keya von Siegelwerk, einem jungen DesignbĂŒro aus Stuttgart.

Den Holztisch Orwy gibt’s in zwei Höhen, drei Farben und mit etlichen praktischen Add Ons. Er kann Steharbeitsplatz sein, Beistelltisch, Hausbar, Badmöbel und vieles mehr. Keya (im Bild ganz vorn) ist aus Aluminium und in sechs verschiedenen Farben lieferbar. Ich mag die schlichte Form der Tische – und ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Auch der Rat fĂŒr Formgebung findet sie gut und hat sie mit dem German Design Award 2019 ausgezeichnet.

Biertischgarnitur in schön - die Feierei | Foto: Die Feierei

Foto: Die Feierei

Biertischgarnituren in hĂŒbsch – made in Baden-WĂŒrttemberg. Die Feierei aus Radolfzell  fertigt Tische und BĂ€nke, die so praktisch sind wie ihre Vorbilder, aber viel schöner anzusehen und anzufassen sind. Die Hölzer (Esche, Eiche, Kirsche oder Nuss) stammen aus regionaler, nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Klappbeine aus Metall gibt’s in fĂŒnf verschiedenen Farben.

Zum Nurdranfeiern eigentlich fast zu schade. Bei mir dĂŒrfte die Garnitur auch dauerhaft in der KĂŒche stehen.

BierbÀnke von Die Feierei | Foto: Die Feierei

Auf die nĂ€chste Blickfang in Stuttgart mĂŒssen wir ĂŒbrigens nicht bis zum nĂ€chsten FrĂŒhjahr warten – sie findet bereits vom 1. bis 3. November dieses Jahres statt. Und zwar in neuen RĂ€umen: den Wagenhallen und im Wizemann Areal.

Fotos: Karina Wendt (1, 3); Almut von Wildheim (4, 5), Studio Spolek (6), Siegelwerk Manufaktur (9), Die Feierei (10, 11) Sabine Wittig (2, 7, 8)

Magnolien

Magnolien | Foto: Sabine WittigAnfang MĂ€rz fuhr ich zum HĂ€ckselplatz um Rosen- und Lavendelschnitt abzuladen. Kurz zuvor muss jemand dagewesen sein, der seine Magnolie krĂ€ftig zurĂŒckgeschnitten hatte. Rosa BlĂŒtenglĂŒck fĂŒr mich: Einen ganzen Armvoll der frisch geschnittenen Zweige konnte ich mit nach Hause nehmen.

Magnolien | Fotos: Sabine Wittig

Nicht alle Knospen sind aufgeploppt – aber sehr, sehr viele. Die Verwandlung ist bei den Magnolien so besonders schön. Wenn das unscheinbare GrĂŒn nach und nach sanftes Rosa freigibt.

Magnolien | Fotos: Sabine WittigJedes Stadium ein eigenes Wunder. Jeder Tag mit neuen Nuancen, Schattierungen und Zwischentönen.

Magnolien | Fotos: Sabine WittigDie Magnolie ist eine flĂŒchtige Gesellschafterin. Sie kommt nur im FrĂŒhjahr, und sie bleibt nur wenige Tage. Ich mag das. Umso schöner die Vorfreude auf sie und die Freude an ihr. Ein bisschen wie bei BĂ€rlauch, Spargel, Erdbeeren.

Magolien | Fotos: Sabine WittigDas Zarte, Pastellige der MagnolienblĂŒten passt so fein zu Rustikalem. Zu der kantigen Vintage Keramik aus dem Midcentury Modern zum Beispiel.

Magnolien | Fotos: Sabine WittigUnd auch zur rauen OberflĂ€che der schneeweißen Op-Art-Vasen.

Inzwischen ist mein unerwartetes MagnolienglĂŒck verblĂŒht. Aber ich hab‘ ja die Bilder. Und die Vorfreude aufs kommende FrĂŒhjahr.

Magnolien | Fotos: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Buchvorstellung: Wilde Wiese

Buchvorstellung: Wilde Wiese, Verlag Callwey | Foto: Sabine Wittig[Werbung*] Das FrĂŒhjahr ist da und ich freu‘ mich unheimlich auf die neue Gartensaison. Einige Stunden konnte ich wĂ€hrend der letzten Tage schon draußen verbringen. Rosen schneiden, Lavendel stutzen, VerblĂŒhtes entfernen. Seit Januar blĂ€ttere ich in meinen LieblingsgartenbĂŒchern. Jetzt ist ein neues hinzugekommen. Die ‚Wilde Wiese‘ aus dem Callwey Verlag. Eigentlich eher Koch- denn Gartenbuch. Mit ganz besonderen Zutaten: Pflanzen und KrĂ€uter, die auf Wiesen und in Parks zu finden sind, aber auch im eigenen Garten wachsen – wenn wir sie lassen. Sandra Schumann und Julia Schmidt haben Brennessel, Giersch, GĂ€nseblĂŒmchen, Sauerampfer & Co. gesammelt und 50 passende Rezepte entwickelt.

Buchvorstellung: Wilde Wiese, Verlag Callwey | Foto: Sabine Wittig

UnterstĂŒtzung haben sich die beiden bei der Wild- und Heilpflanzenexpertin Anne Schmidt-Luchmann geholt. Sie gibt in dem Buch wertvolle Tipps zum Sammeln (Was, Wann, Wo?) und detaillierte Informationen zu 19 WildkrĂ€utern. Oben siehst du als Beispieldoppelseite den Spitz- und Breitwegerich. Mir gefĂ€llt besonders, dass die beschriebenen Pflanzen ganz deutlich abgebildet sind – so lassen sie sich gut mit dem vergleichen, was im eigenen Garten (oder im Stadtpark) wĂ€chst.

Buchvorstellung: Wilde Wiese, Verlag Callwey | Foto: Sabine WittigIm Rezeptteil hab‘ ich mir schon einiges zum Ausprobieren markiert. Auf jeden Fall werde ich die Raukebutter machen. (Rucola wĂ€chst schon seit Jahren in unserem Garten – in ein, zwei Wochen kann ich vielleicht schon die ersten BlĂ€ttchen der Saison ernten.) Außerdem klingen doch Lauchauflauf mit Vogelmiere, Löwenzahn-Kartoffelsalat, Sauerampfersauce und Giersch-Focaccia verfĂŒhrerisch, oder?

Ich mag die ‚Wilde Wiese‘ sehr. Die Rezepte machen neugierig auf ungewöhnliche Aromen und Lust aufs KrĂ€utersammeln und Nachkochen. Die ruhige Gestaltung mit den schönen, schlichten Bildern inspirieren zu eigenen Kreationen mit wildem GrĂŒn und steigern die Gartenvorfreude.

Das Buch ist ein hĂŒbsches Geschenk fĂŒr Gartenfreunde, Hobbyköche, WildkrĂ€uter-Neulinge, StadtgĂ€rtner. Ich wĂŒrd’s zusammen mit einem selbst gemachten KrĂ€uterpesto oder einem frisch gepflĂŒckten WildkrĂ€uterstrĂ€ußchen verschenken.

Buchvorstellung: Wilde Wiese, Verlag Callwey | Foto: Sabine Wittig

Sandra Schumann / Julia Schmidt:
Wilde Wiese

Einleitung und Pflanzentexte von Wild- und Heilpflanzenexpertin Anne Schmidt-Luchmann
Fotografie: JUNI
Callwey Verlag, 144 Seiten
ISBN: 978-3-7667-2408-3
20,- EUR

Du erhÀlst das Buch bei deinem lokalen BuchhÀndler oder online versandkostenfrei direkt beim Callwey Verlag. (Unter diesem Link findest du weitere Informationen und Inspirationen zum bzw. aus dem Buch.)

*Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zugesandt. Deshalb ist der Beitrag mit Werbung gekennzeichnet.

Fotos: Sabine Wittig

Rezept fĂŒr KĂ€sekuchen

Rezept fĂŒr KĂ€sekuchen auf azurweiss | Fotos: Sabine Wittig

Es ist lange her, dass ich den KĂ€sekuchen gebacken hab‘. Herr azurweiss hatte ihn sich jetzt mal wieder gewĂŒnscht. Wir beide mögen ihn ganz pur und nicht zu sĂŒĂŸ besonders gerne. Keinesfalls dĂŒrfen Rosinen rein. Hier das Rezept fĂŒr dich.

Rezept fĂŒr KĂ€sekuchen auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Zutaten fĂŒr eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

Teig

250 g Mehl
120 g Zucker
80 g Butter
1 Ei
1 Eigelb
etwas Salz

KĂ€semasse

600 g Magerquark
200 g saure Sahne
120 g Zucker
50 g Butter
3 Eier
1 Esslöffel SpeisestÀrke
Puderzucker zum BestÀuben

Rezept fĂŒr KĂ€sekuchen auf azurweiss | Fotos: Sabine Wittig

FĂŒr den Teig verknetest du alle Teigzutaten zunĂ€chst mit den Knethaken des RĂŒhrgerĂ€ts und dann mit den HĂ€nden zu einer homogenen Kugel. Die gibst du – in Folie gewickelt – fĂŒr eine Stunde in den KĂŒhlschrank.

Rezept fĂŒr KĂ€sekuchen auf azurweiss | Fotos: Sabine Wittig

Dann wellst du 2/3 des Teiges auf einer bemehlten ArbeitsflĂ€che aus und gibst ihn in die – am besten mit Backpapier ausgelegte – Springform. Aus dem restlichen Teigdrittel formst du kleine Rollen, legst sie entlang der Springformwand, verbindest sie mit dem restlichen Teig und drĂŒckst sie ein wenig an die Form, sodass der Kuchenrand entsteht.

Rezept fĂŒr KĂ€sekuchen auf azurweiss | Foto: Sabine Wittig

FĂŒr die FĂŒllung lĂ€sst du den Quark auf einem Sieb abtropfen und trennst die drei Eier. Mit den Quirlen des HandrĂŒhrgerĂ€ts schlĂ€gst du die Eigelbe zusammen mit der Butter und dem Zucker solange, bis der Zucker sich vollstĂ€ndig aufgelöst hat. Dann rĂŒhrst du den abgetropften Quark, die saure Sahne und die SpeisestĂ€rke unter. Das Eiweiß schlĂ€gst du steif und hebst es unter die Quarkmasse, die du anschließend auf dem Kuchenboden verteilst.

Rezept fĂŒr KĂ€sekuchen auf azurweiss | Fotos: Sabine Wittig

Jetzt kommt der Kuchen in den vorgeheizten Backofen. Ich backe ihn bei 175 °C Umluft ca. 45 bis 55 Minuten und lasse ihn danach weitere zehn Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen. Nach dem Herausnehmen lasse ich ihn ebenfalls noch eine Weile in der Form. Dann kommt er zum AuskĂŒhlen auf ein Kuchengitter.

Wenn du magst, bestÀubst du den Kuchen kurz vor dem Servieren mit Puderzucker.

Guten Appetit!

Rezept fĂŒr KĂ€sekuchen | Fotos: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig

Was machst du jetzt eigentlich?

Seitdem ich (z.B. hier) das Ende meines Online-Shops angekĂŒndigt hab‘, haben mich etliche Fragen von euch erreicht. Und ich dachte, ich beantworte die hĂ€ufigsten einfach hier nochmal. FĂŒr alle. Also:

Was arbeitest du jetzt?

Ich hab‘ das nie offensiv kommuniziert, aber la mesa war immer ein ‚Nebenher‘. Im Hauptjob arbeite ich seit mehr als 17 Jahren freiberuflich als PR-Beraterin und Texterin. Darauf konzentriere ich mich jetzt wieder.

Und was machst du da genau?

In der Hauptsache schreibe ich Kommunikationskonzepte und ich texte z. B. fĂŒr Internetseiten, Mitarbeiterzeitschriften, Corporate Blogs, Newsletter und PowerPoint-PrĂ€sentationen.

Konntest du alle Produkte aus deinem Shop verkaufen?

Nein – das hatte ich auch nicht erwartet. Ich hatte in den letzten Monaten nur noch wenig Ware nachgeordert und praktisch keine neuen Produkte mehr aufgenommen, sodass das Lager angenehm luftig wurde. Seit Mitte November gab’s großzĂŒgige Rabatte in meinem Shop – da wurde nochmal krĂ€ftig bestellt und vieles war am Ende ausverkauft. Aber es ist schon noch ein bisschen was ĂŒbrig.

Was machst du mit den Sachen, die nicht verkauft wurden?

Einige LieblingsstĂŒcke hab‘ ich mir fĂŒr mich selbst genommen. Manches kommt in den ‚Geschenkevorratsschrank‘. Dort sammle ich HĂŒbsches um immer ein PrĂ€sent oder ein kleines Mitbringsel zur Hand zu haben. Die restlichen Dinge werden im Freundeskreis verschenkt bzw. gehen ins Sozialkaufhaus.

Hase aus Bisquitporzellan | Foto: Sabine Wittig

Wirst du auch deinen Blog schließen?

Nein – ganz im Gegenteil. Der Plan ist, wieder sehr viel hĂ€ufiger zu bloggen. Das Stylen und Fotografieren der Produkte war mit meine LieblingsbeschĂ€ftigung als Shopbetreiberin und ich freue mich drauf, bald wieder mehr Zeit und Muße dafĂŒr zu haben.

Gehst du weiterhin auf Messen?

Die ĂŒblichen Branchenmessen lasse ich jetzt erst mal ausfallen. Ehrlich gesagt, bin ich wĂ€hrend der letzten Jahre ein bisschen messemĂŒde geworden. Aber kleinere Veranstaltungen abseits des Mainstreams werde ich nach wie vor besuchen. Ich mag die Interiorwelt ja schon gern und find’s nach wie vor spannend, vor allem kleine und besondere Marken zu entdecken. Nachdem la mesa nun wegfĂ€llt, soll mein Blog (auch) zur Sammelstelle fĂŒr kleine und kleinste Labels werden. Im nĂ€chsten Jahr – und mit etwas Abstand – gehe ich vielleicht wieder zur Ambiente nach Frankfurt oder zur Möbelmesse nach Köln. Mal sehen.

Glas, Samt und Porzellan | Foto: Sabine Wittig

Was passiert mit dem Raum, in dem la mesa untergebracht war?

Das ist mein aktuelles Lieblingsprojekt! Aus dem la mesa Showroom (der sich ja im Untergeschoss unseres Wohnhauses befand) wird eine Kombination aus Atelier (zum Fotografieren fĂŒr azurweiss), Bibliothek und GĂ€stezimmer. In den nĂ€chsten Tagen werden die letzten Regale abgeholt. Sobald der Raum leer ist, geht’s an die Planung und Neugestaltung. Die wichtigste Neuanschaffung wird ein Schlafsofa fĂŒr GĂ€ste sein. Falls du da Tipps hast – schreib‘ mir gerne unter sw@nullsabine-wittig.de . Ich hab‘ mir noch nicht so wahnsinnig viele Gedanken dazu gemacht und freu‘ mich ĂŒber jede Anregung!

Mir bleibt jetzt noch, ein letztes Mal Dankeschön zu sagen. FĂŒr die vielen Bestellungen, die netten Kontakte, die schönen RĂŒckmeldungen und fĂŒr die vielen persönlichen Begegnungen auf Messen, Veranstaltungen und wĂ€hrend der Open Showrooms hier bei uns im Haus.

Es war eine wundervolle Zeit! Danke!

la mesa small interior labels

Fotos: Sabine Wittig, Mirja Höchst