Unterwegs: langes Herbstwochenende in Berlin

An der Spree im Herbst 2017 | Foto: Sabine Wittig

Entlang der Spree

Recht spontan waren Herr azurweiss und ich vergangenen November mal wieder im sch├Ânen Berlin. Drei Tage, in denen das Wetter best├Ąndig zwischen tr├╝bgrau und sonniggold hin und her wechselte.

Berlin Wei├čensee im November 2017 | Fotos: Sabine Wittig

Berlin Wei├čensee

Ich plane unsere Reisen im Vorfeld gerne – mehr oder weniger akribisch – durch. Erstelle Listen mit Caf├ęs, Restaurants, L├Ąden, Museen & Co. und notier‘ mir die besten Verbindungen mit den ├Âffentlichen Verkehrsmitteln. Einfach, um die Zeit optimal zu nutzen und nichts Spannendes zu ├╝bersehen. Dennoch lassen meine Listen stets gen├╝gend Raum f├╝r Abweichungen und wir halten uns nicht sklavisch an Geplantes.

Diese Ziele standen dieses Mal auf der Agenda: das Studio Hausen in Wei├čensee, der Laden des Design Labels Neue Tische und der Showroom von Objekte unserer Tage in Mitte, das Hansaviertel und der Flohmarkt in der Stra├če des 17. Juni. Der Rest ergab sich von alleine.

Studio Hausen Berlin | Foto: Anne Deppe

Regalsystem Link Eiche/schwarz | Foto: Anne Deppe

Durch eine Pressemitteilung, die mir vor einiger Zeit ins Postfach flatterte, war ich auf das sch├Ân schlichte Regalsystem ‚Link‘ des Designers J├Ârg H├Âltje aufmerksam geworden. Bevors nach Berlin ging hab‘ ich J├Ârg gefragt, ob er mir ein bisschen was ├╝ber sein Label Studio Hausen erz├Ąhlen mag und wir haben uns in seinem B├╝ro auf dem Areal einer ehemaligen Bilderleistenfabrik in Wei├čensee verabredet.

Regalsystem Link von Studio Hausen | Foto: Anne Deppe

Regalsystem Link Eiche/wei├č | Foto: Anne Deppe

Das Design des Regals hat mir schon auf den Bildern gefallen. Die Qualit├Ąt hat mich dann vor Ort ├╝berzeugt. Was ich besonders mag: Produziert wird ausschlie├člich in Deutschland. Gutes Material, solide Handwerksarbeit, kurze Wege. Das Holz f├╝r die Regalbretter kommt aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus Europa. Es gibt keine Kleber oder andere Chemikalien, die sich negativ auf das Wohnklima auswirken k├Ânnten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Labels, die m├Âglichst schnell m├Âglichst viele Produkte auf den Markt bringen, konzentriert J├Ârg H├Âltje sich zun├Ąchst auf dieses eine Regal. Als Kunden haben wir dennoch gen├╝gend Auswahl. Denn es gibt die Bretter in unterschiedlichen L├Ąngen und drei verschiedenen Holzarten (Eiche natur, Esche natur und Esche schwarz gebeizt) und die B├╝gel sind in schwarz oder wei├č zu haben. Au├čerdem wird das Regal bei Bedarf kleiner oder gr├Â├čer – verschiedene Packages machen’s m├Âglich.

Ich fand den Ausflug nach Wei├čensee ├╝brigens nicht nur wegen des Treffens mit J├Ârg spannend. Wei├čensee ist ein Bezirk mit ganz eigenem Reiz. Manche Stra├čenz├╝ge wirken – beinahe kulissenartig – als w├Ąre die Mauer eben erst gefallen. Verlassene Geb├Ąude, verblasste Schrift an Fassaden, demolierte Briefk├Ąsten und dazwischen – vereinzelt – wie aus dem Ei gepellte frisch renovierte H├Ąuser.

Hansaviertel Berlin | Foto: Sabine Wittig

Hansaviertel

Wenn du dich f├╝r Architektur der 1950er Jahre interessierst, m├Âchte ich dir einen Spaziergang durchs Hansaviertel ans Herz legen. Zur Internationalen Bauaustellung 1953 planten Architekten aus aller Welt – darunter Alvar Aalto, Egon Eiermann, Walter Gropius, Arne Jacobsen und Oscar Niemeyer – Einfamilienh├Ąuser, Mehrfamilienh├Ąuser und ├Âffentliche Geb├Ąude.

Hansaviertel Berlin | Foto: Sabine Wittig

Hansaviertel

Insgesamt 35 Objekte wurden realisiert – und so lassen sich heute wundervolle Perlen des ‚Neuen Bauens‘ auf recht kleinem Raum bestaunen. Ich h├Ątte ja am liebsten an einigen T├╝ren gel├Ąutet und mich auch im Inneren der H├Ąuser umgesehen. Das Hansaviertel erreichst du per S-Bahn (Haltestelle Bellevue) oder U-Bahn (Haltestelle Hansaplatz).

Showroom Objekte unserer Tage Berlin | Foto: Sabine Wittig

St├╝hle ‚Schulz‘ im Showroom von Objekte unserer Tage (OUT)

Im Juni letzten Jahres erreichte mich die Einladung zur Er├Âffnung des Showrooms der Objekte unserer Tage (OUT). Extra deshalb nach Berlin zu fahren w├Ąr‘ ein bisschen zu aufw├Ąndig geworden, aber ich hab‘ mir die Adresse gespeichert. Weil: Die M├Âbel des jungen Labels fand ich auf Anhieb und durch die Bank unheimlich sch├Ân. Schlicht sind sie, raffiniert, geradlinig. Einfach gut!

Showroom Objekte unserer Tage Berlin | Fotos: Sabine Wittig

Showroom Objekte unserer Tage

Und wie J├Ârg H├Âltje setzen auch drei OUT Inhaber auf Made in Germany. Daf├╝r arbeiten sie Hand in Hand mit spezialisierten Handwerksbetrieben und ausgew├Ąhlten Manufakturen. Das Ergebnis: hochwertiges, langlebiges Design. Mag ich. Du findest den OUT Showroom im Haus des Reisens, in der Alexanderstra├če 7.

Nicht weit entfernt vom Haus des Reisens – in der Rosa-Luxemburg-Stra├če 35 – befindet sich das Studio Neue Tische. Schon bei unserem letzten Berlinbesuch hatten Herr azurweiss und ich dort einen sch├Ânen, schlichten Esstisch entdeckt (wir waren schon seit l├Ąngerem auf der Suche). Leider hatte das Studio damals geschlossen und wir mussten mit dem Blick durchs Schaufenster Vorlieb nehmen. Dieses Mal hatten wir uns angek├╝ndigt, konnten den Tisch genau betrachten und bef├╝hlen. Wir waren uns schnell einig, dass er unseren 25 Jahre alten Buchetisch w├╝rdig ersetzen w├╝rde und haben ihn bestellt. Im M├Ąrz soll er geliefert werden. Unsere Vorfreude ist gro├č.

Flohmarkt in der Stra├če des 17. Juni Berlin | Foto: Sabine Wittig

Tr├Âdelmarkt an der Stra├če des 17. Juni

F├╝r Samstag hatten wir uns den Flohmarkt an der Stra├če des 17. Juni (direkt am S-Bahnhof Tiergarten) vorgenommen. Das Angebot dort ist toll. Wir haben viel hochwertiges Vintage Porzellan (KPM, Meissen, Rosenthal) gesehen und feines Design von Art D├ęco bis Midcentury Modern entdeckt. Die Mu├če zum intensiven St├Âbern und Einkaufen ist uns etwas abhanden gekommen, denn es war an dem Tag sehr kalt und┬á sehr windig. Gl├╝cklicherweise sind’s vom Tr├Âdelmarkt zum Caf├ę der Porzellanmanufaktur KPM nur ein paar Schritte und wir haben uns mit feinem Kaffee aus feinem Porzellan f├╝rs Frieren entsch├Ądigt.

Guten Kaffee getrunken (und nebenbei h├╝bsches Fahrraddesign bewundert) haben wir au├čerdem im Steel Vintage Bike Caf├ę in Mitte (Wilhelmstra├če 91). Das beste Abendessen (kreative Schweizer K├╝che) hatten wir im Nola’s am Weinberg in der Veteranenstra├če 9. Auf dem Weg dorthin sind wir ├╝ber Chairs gestolpert – ein kleines Eldorado f├╝r Liebhaber von Vintage St├╝hlen aus dem Midcentury Modern.

Im R├╝ckblick zu unserer Reise nach Leipzig im letzten Sommer hatte ich schon auf das Zeitgeschichtliche Forum verlinkt. Der Besuch dort hatte uns damals unheimlich beeindruckt. Tr├Ąger des Zeitgeschichtlichen Forums ist die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die auch in Berlin zwei unbedingt besuchenswerte Ausstellungen zeigt: Alltag der deutschen Teilung im Tr├Ąnenpalast und Alltag in der DDR im Museum der Kulturbrauerei.┬áWir haben die beiden Ausstellungen an einem Tag besucht. Im Tr├Ąnenpalast waren wir gerade noch rechtzeitig um an einer F├╝hrung teilzunehmen – sehr, sehr empfehlenswert. Intensiver kann man das Leben in der DDR wohl kaum nachempfinden, wenn man – wie ich – das Leben dort nur vom H├Ârensagen kennt.

Im M├Ąrz steht die n├Ąchste Berlinreise an und die Liste der Ziele entsteht gerade. Charlottenburg spielt eine gro├če Rolle.

Fotos: Anne Deppe (4,5), Sabine Wittig (1-3; 6-11)

Inspiration am Dienstag – Magnolien

Magnolien | Foto: Sabine Wittig
W├Ąre unser Garten nicht so klein, ich w├╝rde eine Magnolie pflanzen. Gar nicht so sehr, um ihre kurze Fr├╝hjahrsbl├╝te drau├čen zu bewundern. Denn noch mehr mag ich ihre Zweige, Knospen und Bl├╝ten – schon im Winter – drinnen.

Papierkranz Twig von Jurianne Matter | Foto: Sabine Wittig
Unsere Blumenh├Ąndlerin hatte am Samstag erste Magnolienzweige im Angebot und zwei Exemplare stehen seitdem im Esszimmer.

Magnolienbl├╝te | Foto: Sabine Wittig
Beinahe st├╝ndlich ver├Ąndern sie sich. Aus Knospen werden sehr schnell Bl├╝ten und aus Bl├╝ten auch sehr schnell Verbl├╝htes.

Magnolienbl├╝te | Foto: Sabine Wittig
Aber vielleicht ist’s gerade ihre Fl├╝chtigkeit, die wir an der Magnolie so lieben?

Minimagnolien | Foto: Sabine Wittig
Fotos: Sabine Wittig

Zu Besuch bei Nata Pestune (Suntree Studio) in Hamburg

azurweiss Atelierbesuch bei suntree studio in Hamburg | Foto: Sabine Wittig

War’s ein Foto auf Instagram? Ein inspirierender Beitrag auf einem meiner Lieblingsblogs? Oder tauchte sie in meinem Facebook-Feed auf? Ich kann gar nicht mehr sagen, wie ich auf Natas wundervolle Keramik gesto├čen bin. Aber ich wei├č noch, dass mir die schlichten Teller, Becher, Kannen & Co. auf Anhieb gefallen haben. Sehr. Eine Auswahl von Natas Kollektion hab‘ ich spontan ins la mesa Sortiment aufgenommen. Und meine Hamburgreise im vergangenen Sommer hab‘ ich dazu genutzt, Nata in ihrem Atelier in Eimsb├╝ttel zu besuchen.

azurweiss Atelierbesuch bei suntree studio in Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Nata Pestune lebt seit gut f├╝nf Jahren in Hamburg. 2014 hat sie ihr Label Suntree gegr├╝ndet. // Foto links: Sabine Wittig | Foto rechts: Igor Trepeshchenok

Gegr├╝ndet hat Nata ihr Label vor rund 3,5 Jahren. Urspr├╝nglich hatte die geb├╝rtige Lettin Sinologie studiert ÔÇô und auch einige Zeit in China gelebt. Dann wurde die Passion f├╝r Keramik intensiver und Suntree ist entstanden. Nata teilt sich ihr Studio in Eimsb├╝ttel mit der Grafikerin Friederike Stoffregen, deren Poster und Karten die schlichte Keramik perfekt erg├Ąnzen. In einem kleinen Interview erz├Ąhlt Nata von ihrer Arbeit und verr├Ąt ihre drei Hamburger Lieblingscaf├ęs.

azurweiss Atelierbesuch bei suntree studio in Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Ein Laden, zwei Labels: Die Papeterie von Friederike Stoffregen (Studiofrigo) erg├Ąnzt Natas Keramik ganz wundervoll.

Nata, woher kommt deine Liebe zur Keramik?

In China spielt Tee eine gro├če Rolle. W├Ąhrend meiner Zeit dort, kam ich t├Ąglich mit gutem Tee und der passenden Keramik in Ber├╝hrung. Da habe ich meine Leidenschaft f├╝r das Material entdeckt. Meine ersten selbst gefertigten St├╝cke waren Teebecher, erst kleinere, dann gr├Â├čere. Ich mag gut verarbeitete Produkte, die sch├Ân, funktional und langlebig sind. Keramik und Porzellan sind perfekte Materialien daf├╝r.

azurweiss Atelierbesuch bei suntree studio in Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Keramik oder Porzellan ÔÇô f├╝r welches Material schl├Ągt dein Herz h├Âher?

F├╝r beide. Aber aus unterschiedlichen Gr├╝nden. Porzellan kann Glasuren wundersch├Ân zum Strahlen bringen. An Keramik mag ich das Rustikale, Raue. Keramik und Porzellan ÔÇô f├╝r mich ist das ein bisschen wie Himmel und Erde.

azurweiss Atelierbesuch bei suntree studio in Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Foto links: Igor Trepeshchenok | Foto rechts: Sabine Wittig

Was inspiriert dich f├╝r deine Arbeit?

Zun├Ąchst ist da eine Idee in meinem Kopf. Es befl├╝gelt mich, wenn ich genau wei├č, was ich tun m├Âchte und ein klares Bild des fertigen Produkts vor Augen habe. Gleichzeitig ver├Ąndere ich manchmal nur eine Kleinigkeit und es entsteht etwas v├Âllig anderes. Und: Ich probiere gerne unterschiedliche Farbkombinationen aus.

Von Zeit zu Zeit arbeite ich auch mit komplett anderen Materialen ÔÇô Textilien zum Beispiel. Besonders inspirierend und motivierend sind f├╝r mich auch der Austausch und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Kreativen.

azurweiss Atelierbesuch bei suntree studio in Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Sch├Âne Kombi: Becher aus glasierter und Krug aus matter Keramik.

Dein perfekter Arbeitstag ÔÇŽ

Ich stehe zwischen sechs und halb sieben auf und drehe eine Runde mit meiner H├╝ndin Luna. Dann mache ich ein paar Yoga-├ťbungen ÔÇô einige Asanas und den Sonnengru├č. Nach dem Fr├╝hst├╝ck gehe ich ins Studio. Am liebsten in Begleitung von Luna, wenn sie nicht mit meinem Mann zur Arbeit geht. Ich versuche, mein Tagespensum bis 17.00 Uhr zu schaffen um gen├╝gend Zeit f├╝r Familie, Sport und zum Lesen zu haben. Obwohl ich meine Arbeit sehr liebe, m├Âchte ich k├╝nftig versuchen, sie in maximal f├╝nf Stunden pro Tag zu erledigen um noch mehr Zeit f├╝r anderes zu gewinnen.

azurweiss Atelierbesuch bei suntree studio in Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Du lebst seit f├╝nf Jahren in Hamburg, welches sind deine liebsten Caf├ęs und Restaurants?

Vor einiger Zeit hat das Gl├╝cksburg Altona (Ophagen 1) er├Âffnet, ein kleines Take-Away-Caf├ę, das ich sehr gerne mag. Es gibt dort so liebevoll gemachte vegane Kuchen. Die Alpenkantine (Osterstra├če 98) mag ich besonders wegen der leckeren Desserts. Und einen wunderbar leckeren Mittagstisch gibt’s im Caf├ę D├ęlice in der Osterstra├če 168.

Dankesehr, Nata, f├╝r den inspirierenden Nachmittag in deinem sch├Ânen Suntree Studio!

azurweiss Atelierbesuch bei suntree studio in Hamburg | Foto: Sabine Wittig

azurweiss Atelierbesuch bei suntree studio in Hamburg | Foto: Sabine Wittig

Wenn du in Hamburg wohnst – oder die sch├Âne Hansestadt besuchst – schau‘ doch mal bei Nata und Friederike vorbei. Die Adresse ist:

SUNTREE Studio + Studiofrigo
Hellkamp 60
20255 Hamburg

www.suntreestudio.com
www.studiofrigo-hamburg.com

Fotos: Igor Trepeshchenok (3 + 6), Sabine Wittig (1,2,4,5,7-11)

Eine kleine Auswahl von Natas Keramik findest du bei la mesa.

Inspiration am Dienstag – Wei├č mag Sand

Die Hortensienb├Ąlle von hier wandern noch immer durch unser Haus. Sie stehen mal hier, schm├╝cken mal dort. Heute sind sie die Inspiration f├╝r eine schlichte Tischdekoration in sand/wei├č.

Hortensien | Foto: Sabine WittigBesonders sch├Ân sind die trockenen Bl├╝ten, wenn die Sonne sanfte Strahlen auf sie wirft.

Getrocknete Hortensie | Foto: Sabine WittigIch werd‘ die zarten Sch├Ânen sicher noch f├╝r lange Zeit bewahren.

Becher Anna Sykora | Foto: Sabine WittigDie h├╝bschen Porzellanbecher von Anna Sykora sehen auch kopf├╝ber fein aus. Sie verstecken kleine ├ťberraschungen, die darauf warten, von den G├Ąsten aufgedeckt zu werden.

Porzellansch├Ąlchen Raumgestalt | Foto: Sabine WittigMini-Schoko-Cookies werden in Porzellansch├Ąlchen von Raumgestalt serviert. Das Bisquitporzellan tr├Ągt eine Bord├╝re aus aufgeschmolzenen Glastropfen. F├╝hlt sich gut an.

Porzellanvase Anna Sykora | Foto: Sabine Wittig

Bezugsquellen:

Vase und Kaffeebecher: Anna Sykora (├╝ber la mesa)
Wei├če Sch├Ąlchen aus Bisquitporzellan: Raumgestalt (├╝ber la mesa)
Wei├če Minisch├Ąlchen: Reichenbach (├╝ber la mesa)

Fotos: Sabine Wittig

Inspiration am Dienstag ÔÇô knallkorallorange

Leuchtende Koralle | foto: Sabine WittigW├╝rdest du mich nach meiner Lieblingsfarbe fragen – orange k├Ąme in meiner Aufz├Ąhlung sicher nicht vor. Und dennoch. Es gibt diesen einen Orangeton, den ich sehr gerne mag. Sehr. Es ist ein sehr kr├Ąftiges Korallenorange. Am sch├Ânsten ist die Farbe in Kombination mit Wei├č. Das l├Ąsst sie so richtig leuchten.

Glasvasen mit Banderole | Foto: Sabine WittigZuletzt hab‘ ich die Powerfarbe in einem Prospekt von Trippen entdeckt. Das Trendthema des Schuhherstellers f├╝r den Winter 17/18 sind Vulkane. Und so fanden sich in der Brosch├╝re zwei Seiten mit fein gezeichneter Vulkanlandschaft in Lieblingsorange. Eine der beiden Seiten hab‘ ich gerahmt – sie ziert aktuell unsere Wohnzimmerwand. Die andere ┬á hab‘ ich f├╝r ein ganz schnelles DIY-Projekt genutzt, das mir schon l├Ąngere Zeit im Kopf schwirrt: kleine Banderolen f├╝r einen tempor├Ąren Vasenfarbwechsel.

Vasen mit Papierbanderolen | Foto: Sabine Wittig

Falls du es nachmachen magst – hier die Anleitung:

Du brauchst h├╝bsche Vasen (am besten eignen sich zylindrische Exemplare und solche mit geraden Teilst├╝cken) und etwas Papier. Zum Beispiel Ausschnitte aus Zeitschriften, Geschenkpapierreste, Metallfolie – oder was immer dir gut gef├Ąllt.

Mit einem Ma├čband Umfang und H├Âhe der Vasen bzw. der Teilst├╝cke, die verziert werden sollen, ausmessen.

Beim Umfang ein, zwei Zentimeter dazurechnen (damit sich die Banderolen sp├Ąter ├╝berlappen) und die Papierstreifen zuschneiden.

Banderole um die Vase legen und mit Klebeband  fixieren.

Falls die R├╝ckseite deines Papiers nicht in dein Farbkonzept passt (wie in meinem Fall – da war die hintere Seite schwarz), schneidest du pro Vase einfach zwei identische Streifen und klebst sie gegeneinander, bevor du sie um die die Vase schlingst.

Kr├Ąftige Koralle | Foto: Sabine WittigIch hab‘ in meiner Materialkiste (darin sammle ich alles, was mir so gef├Ąllt – Papierreste, Stoffreste, kleine T├╝tchen, B├Ąnder) au├čerdem ein Gummiband in Neonorange gefunden. Das passt fein ins Farbkonzept und betont vor├╝bergehend die Taille einer gro├čen Glasvase.

Fr├╝hlingsvorfreude | Foto: Sabine Wittig

Bezugsquellen:

Bilderrahmen: Moebe (├╝ber Room to Dream)
Orangefarbenes Aufbewahrungsglas Palet von Michael Bang: Holmegaard
Glasvasen: Flohmarkt
Hocker Eichenholz: side by side (├╝ber la mesa – nur im Showroom, nicht im Online-Shop)

Fotos: Sabine Wittig

3 x gestylt – Sideboard im Essbereich

Waeckerlin Sideboard | Foto: Sabine WittigZeit f├╝r Ver├Ąnderungen. Das tr├╝be Wochenende habe ich genutzt um unterschiedliche Stylings auf unserem Sideboard im Essbereich auszuprobieren. Schwarz, wei├č und haselnuss pr├Ągen die erste Variante.

Sideboard Styling | Foto: Sabine WittigZum Mond von Nina Sophie Gekeler gesellen sich drei grundverschiedene Vasen und die ersten Fr├╝hlingszweige. Die Vintage Henkelvase hab‘ ich k├╝rzlich im Sozialkaufhaus in Heilbronn erstanden.

Handgemaltes Poster von Nina Sophie Gekeler | Foto: Sabine WittigFast lieber als Blumen sind mir im Moment h├╝bsche Obstbaumzweige. Man kann ihnen so sch├Ân beim Erbl├╝hen zuschauen.

Quick DIY: Wandbehang aus Wollf├Ąden | Foto: Sabine WittigEin Vosatz zum Jahresbeginn: Wieder mehr Handarbeiten. Fr├╝her (sehr viel fr├╝her) hab‘ ich am laufenden Band Pullover gestrickt. So weit wird’s wohl nicht mehr kommen. Aber kleinere DIY-Projekte sollen es k├╝nftig ├Âfter sein. Dieser Wollfadenwandbehang machte den Anfang. Schon nach einer knappen Stunde war er fertig. Zum Wollwei├č passen die cremigen R├╝schen der ersten Tulpen in diesem Jahr.

Quick DIY: wall hanging made of wooden strings | Foto: Sabine WittigDie Zutaten f├╝r das Wandkunstst├╝ck: ein Rundholz, ein Kn├Ąuel Wolle (ich hab‘ flauschige Filzwolle genommen) und etwas Bindfaden. Vielleicht gesellt sich bald eine Variante in schwarz oder dunklem Anthrazit zum Durchtauschen dazu. Und: Ich m├Âchte mir unbedingt ein paar Kn├╝pfknoten (wieder) aneignen. In der Grundschule haben wir einst Einkaufsnetze gekn├╝pft und ich kann mich erinnern, dass das Knoten eine wundervolle T├Ątigkeit war.

Hortensienprint | Foto: Sabine WittigSeit ich blogge sammeln sich viele, viele Fotos auf dem Rechner. W├Ąhrend der Tage zwischen den Jahren hab‘ ich sie (fast) alle gesichtet. Unbrauchbares wurde gel├Âscht, Sch├Ânes sauberer archiviert und manches davon zur Posterdruckerei geschickt. Zum Beispiel die Hortensie. Bevor sie sich auf den Weg machte, bekam sie einen rosafarbenen Schleier. Sie hat auch eine schleierlose Graustufenschwester – die zeige ich ein andermal. Im Moment mag ich den Rosaton sehr. Die trockenen, kahlen Zweige sind filigrane Erg├Ąnzung zur ├╝berdimensionalen Bl├╝te.

Hortensienprint | Foto: Sabine Wittig

Bezugsquellen:

Aquarell Mond: Nina Sophie Gekeler (├╝ber la mesa)
Vase schwarz/wei├č: Anna Sykora (├╝ber la mesa)
Kleine schwarze Vase: Lindform (├╝ber Room to Dream)
Vase wei├č und zartrosa: Lyngby
Wei├čes Metalltablett: Hay

Fotos: Sabine Wittig

Inspiration am Dienstag – Trockenblumen

Getrocknete Hortensie | Foto: Sabine WittigNichts geht ├╝ber frische Blumen. Aber: Es gibt Exemplare, die sind auch trocken und welk echte Sch├Ânheiten. Hortensien zum Beispiel. Ich mag es, wenn die h├╝bschen R├╝schenb├Ąlle die Farbe von Sand und Bernstein angenommen haben.

Getrocknete Hortensien | Foto: Sabine WittigBesonders fein: Trockenblumen ben├Âtigen kein Wasser und sie halten oft ewig.

Trockenes Gr├╝n in kleinen Glasvasen | Foto: Sabine WittigDie filigranen Knubbel (leider kenne ich ihren Namen nicht) waren Beiwerk in einem l├Ąngst verbl├╝hten Strau├č. Ich hege und pflege die zarten Pfl├Ąnzchen, und hoffe, sie bleiben mir noch eine Weile erhalten.

Sie sind jetzt fast sch├Âner, als sie es in frischem Zustand waren.

Auch Strohblumen werden im Verbl├╝hen wundervoller. Diese beiden Exemplare waren in einem herrlichen Sp├Ątsommerblumenstrau├č, den Susan im Oktober mitgebracht hatte. Eine der beiden Bl├╝ten hat ihre Bl├Ąttchen gesenkt und wirkt jetzt wie ein Miniatur-Federball. Die andere wie eine kleine, wei├če Sonne. So sch├Ân!

Strohblume | Foto: Sabine Wittig

Die Strahlenkugel des Zierlauchs (Allium) begleitet mich schon sehr viel l├Ąnger als eine Saison. Sie scheint unverw├╝stlich und wandert im Hause azurweiss von Vase zu Vase.

Fotos: Sabine Wittig

Tischdeko zu Weihnachten

Weihnachten 2017 | Foto: Sabine WittigHeiligabend feiern wir in diesem Jahr zu dritt. Ich hab‘ heute schon die Tischdeko ausprobiert. Das Farbkonzept: wei├č plus rosa.

Tischdeko Weihnachten 2017 | Foto: Sabine WittigVom letzten Open Day sind noch drei kleine eingetopfte Eriken ├╝brig. Die passen so fein zu den wundersch├Ânen rosa/transparenten Glaskugeln, die Jurianne geschickt hatte.

Weihnachtsdeko mit Erika | Foto: Sabine WittigDie Eriken haben schon ein paar welke Stellen an den F├╝├čen – die frisch geschnittene Rosmarinzweige aber perfekt kaschieren.

Tischdeko mit Erika | Foto: Sabine WittigZum Weihnachtsmen├╝ sind Rosmarinkartoffeln vorgesehen – da passen die Zweige in den kleinen Porzellansch├Ąlchen als Deko sch├Ân dazu.

Tischdeko mit Erika | Foto: Sabine Wittig

Die Dekoration werd‘ ich jetzt gleich wieder wegr├Ąumen – um einer anderen Platz zu machen. Denn vor dem Heiligabendmen├╝ gibt’s morgen abend noch ein Essen f├╝r f├╝nf. Und da ist das Farbkonzept ein anderes. Ich decke heute abend noch ein, damit morgen ausreichend Zeit ist f├╝r unseren kleinen Weihnachtssonderverkauf im la mesa┬á Showroom. Von 9.00 bis 16.00 Uhr ist der ge├Âffnet! Vielleicht hast du Lust, vorbeizuschauen? Es gibt 40 % Rabatt auf Weihnachtsdeko und 20 % auf das restliche Sortiment.

Wundersch├Ânste Glaskugel | Foto: Sabine Wittig

Ich w├╝nsch‘ dir frohe Festtage, eine wundervolle Zeit zwischen den Jahren und komm‘ gut in ein gesundes, friedvolles und inspirierendes 2018!

Herzlich,

Sabine

Fotos: Sabine Wittig

Rezept f├╝r Ingwerpl├Ątzchen

Homemade ginger cookies | photo: Sabine WittigIngwersterne backen war der Plan. In der Schrot&Korn hab‘ ich ein passendes Rezept gefunden. Der Teig allerdings wurde klebrig und br├Âselig und zum Ausrollen fehlte mir am Ende die Geduld. (Der Hinweis im Rezept, den Teig zwischen zwei Schichten Backpapier auszuwellen h├Ątte mir zu denken geben sollen.) Ich hab‘ dann lieber Rollen geformt und sie in kleine Scheiben zerschnitten. Auch wenn so aus den geplanten Sternen reale Rundlinge geworden sind – die Pl├Ątzchen sind richtig, richtig fein. Sogar Herr azurweiss, der sonst nur klassische Ausstecherle isst, greift gerne in die Ingwerkeksdose.

Das Ursprungsrezept hab‘ ich leicht variiert – weniger Zucker, daf├╝r ein bisschen mehr Ingwer. Ich werde die kleinen S├╝nden am Samstag gleich nochmal backen und daf├╝r in diesem Jahr auf diese Ministollen verzichten, die sonst zum Standardrepertoire geh├Âren.

Ingwerkekse schlicht verpackt | Foto: Sabine Wittig

F├╝r ca. 120 Pl├Ątzchen ben├Âtigst du:

300 g Dinkelmehl (Type 630)
80 g Puderzucker
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
1,5 Teel├Âffel gemahlener Ingwer
80 g Mandelmus
150 g kalte Margarine

Ingwerpl├Ątzchen | Foto: Sabine Wittig

Zubereitung:

Mehl, Puderzucker, Vanillemark, Salz und Ingwer in einer Sch├╝ssel vermengen. Mandelmus und Margarine dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Teig ca. 30 Minuten in den K├╝hlschrank stellen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und Backofen auf 180 ┬░C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Teig in mehrere St├╝cke teilen und jeweils zu Rollen formen. Mit einem scharfen Messer ca. 0,5 cm dicke Scheibchen abschneiden und auf die Backbleche verteilen. Die Scheiben mit dem Finger leicht andr├╝cken.

Ca. 10 bis 12 Minuten backen.

Ingwerpl├Ątzchen | Foto: Sabine WittigF├╝r die Fotos hab‘ ich die Pl├Ątzchen in den kleinen Sch├Ąlchen, die Paola Navone f├╝r die Porzellanmanufaktur Reichenbach in Th├╝ringen entworfen hat, angerichtet. Zum Verschenken passt eine Handvoll Pl├Ątzchen perfekt in die schneewei├če Deckelbox aus Recyclingpapier. Verschn├╝rt wurden die P├Ąckchen mit wei├čem Band und oben drauf steht ein Spanb├Ąumchen aus dem Erzgebirge.

Fotos: Sabine Wittig

Inspiration am Dienstag – neue Wandlampen im Wohnzimmer

Advent bei azurweiss | Foto: Sabine WittigQuadratisch, praktisch – perfekt f├╝r unsere Wohnzimmerwand sind die neuen Leuchten, die Herr azurweiss k├╝rzlich angebracht hat. Ihre beiden Vorg├Ąnger haben uns schon l├Ąnger nicht mehr gefallen. Ein identischer Leuchtw├╝rfel ist schon seit geraumer Zeit in unserem Flur im Einsatz und hat sich dort bestens bew├Ąhrt.

Ich bin ganz gl├╝cklich mit den Neuzug├Ąngen. Ausgeschaltet halten sie sich dezent zur├╝ck – angeknipst geben sie ein h├╝bsch tailliertes, wohldosiertes Licht.

Advent bei azurweiss | Foto: Sabine WittigGestern haben sie vorweihnachtszeitliche Gesellschaft bekommen: Juriannes neuen Papierengel ‚Leaves‘, ein paar Zapfen (echte und auf Geschenkpapier gebrachte) sowie drei Minitannen, die ich mitsamt ihren Erdballen in die schlichten wei├čen Lyngby Vasen gepackt hab‘.

Advent bei azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Advent bei azurweiss | Foto: Sabine Wittig

Vintage Keramik | Foto: Sabine Wittig

Fotos: Sabine Wittig